Gesprächskreis – Der Mut

Am letzten Dienstag im Gesprächskreis ging Frau Mues nach alt-bewährter Methode vor. Sie stellte das Thema vor: Der Mut. Sie meinte das knüpfe wirklich direkt an unser letztes Thema, Vertrauen an.

Sie blickte mich an und meinte: „Was sagten Sie noch, brauche es dafür, dass man jemandem sein Vertrauen schenkt?

Ich antwortete: „Mut!“

Ihre Antwort war: „Deshalb habe ich für heute den Mut als Thema gewählt.“

Um uns nicht ganz mit leeren Händen zu lassen, verteilte sie die üblichen Zitate-Zettel. Die Zitate waren wieder sehr unterschiedlicher Art. Wir lasen gemeinsam die Sprüche. Manche sagten dem einen gar nichts, einem anderen dafür viel. Es ist immer wieder interessant zu hören, WAS zu WEM spricht und warum. Da spielen die persönlichen Erlebnisse eine große Rolle.

Am Ende der Stunde sagte Frau Mues, sie sei eigentlich nicht jemand, der bei einer Sache hängen bliebe. Sie möge die Veränderung, sei stets auf zu neuen Ufern. Wir sollten doch überlegen, ob wir bei der jetzigen Methode, den Kopien zu einem Thema, bleiben sollten oder ob wir etwas neues probieren wollten. Vielleicht möchten wir über Lieblingsbücher sprechen? Oder etwas ganz anderes?

Ich bin gespannt, wie unser Gesprächskreis weiter gehen wird…

Gesprächskreis – Vertrauen

Nach Glück und Träume rundete letzte Woche das Thema Vertrauen den Zyklus ab, durch den uns Frau Mues im Gesprächskreis führte. Wieder hatte sie Blätter für uns, mit Zitaten zum Thema, diesmal zu Vertrauen.

Gemeinsam lasen wir die Zitate. Wie jedes mal eigentlich verbinden die verschiedenen Bewohner ganz unterschiedliches mit dem Oberbegriff, hier Vertrauen. Das ist natürlich abhängig von den verschiedenen Erlebnissen, die jeder gemacht hat.

So kann ich hier auch nur erzählen, was ich zum Thema Vertrauen empfinde. Für mich ist das ein sehr schwieriges Thema. Ich tue mich schwer damit, jemandem zu vertrauen.

Gibt es so etwas wie Urvertrauen? Und was ist das? Das Urvertrauen ist ein Begriff aus der Psychologie und ist eine „in der Kindheit angelegte Zuversicht, dass alles in Ordnung ist oder zumindest in Ordnung kommt“ lese ich bei Wikipedia. Interessant. Das gibt noch mehr Stoff, über Vertrauen nachzudenken. 😉

Am Ende fragte Frau Mues uns, welche Farbe wir dem Begriff zuordnen würden. Sie hatte die Zitate dieses Mal auf weiße Blätter gedruckt. Vielleicht würde ich für Vertrauen Lila wählen.

Ich finde es jedenfalls immer sehr interessant, was für Themen sie auswählt und was sie daraus macht. Ich bin gespannt, worum es sich heute drehen wird!

Gesprächskreis – Träume

Am vergangenen Dienstag im Gesprächskreis war das Thema: Träume.

Ursprünglich hatte Frau Mues den Gesprächskreis unter dem Titel „Am Puls der Zeit“ geplant. Unter diesem Namen hatten sich die Themen anfangs oft um aktuelles in der Politik gedreht. Das fand ich immer sehr spannend. Das hatte aber viele Bewohner letztlich davon abgehalten, an den Diskussionsrunden teilzunehmen.

Jetzt hat sie dem Titel „Am Puls der Zeit“ zugefügt „Neugier genügt“ und die Themen wurden andere. Es drehte sich nicht mehr um die aktuellen politischen Themen. Leichtere Kost ist gefragt. Also eher Feuilleton, als Die Zeit.

Das war sehr klug erkannt und daraufhin gehandelt. Denn es finden sich immer mehr Bewohner zum Gesprächskreis ein. Vergangenen Dienstag waren wir sogar 14!

Trotzdem gefällt auch mir die neue Themenwahl und wie Frau Mues die Treffen gestaltet. Sie hat sich ein interessantes Konzept überlegt. Erst eröffnet sie die Runde, indem sie das Thema vorstellt. Dann teilt Themen-Zettel aus. Die Punkte auf den Zetteln eignen sich hervorragend zur Diskussion über das ausgewählte Thema. Schon kommen die Teilnehmer miteinander ins Gespräch. Geschickt hat sie die Balance zwischen Empathie und Kontrolle gefunden. Das zeichnet eine gute Gruppen-Leitung aus.

Hier sind die Zettel zum Thema Träume :

Ich bin schon gespannt, worum es morgen geht!

Gesprächskreis – Glück

Beim letzten Treffen des Gesprächskreises hatte Frau Mues ein sehr schönes Thema gewählt: Glück. Um das Gespräch in Gang zu bringen, hatte sie uns 3 Blätter mit verschiedenen Sprüchen mitgebracht.

 

Erst einmal lasen wir gemeinsam die Sprüche. Dabei wurden schon die unterschiedlichen Kommentare laut. Es war interessant, zu erfahren wem was warum gefiel.

Der letzte Spruch ließ uns herzhaft lachen.

Mein liebster war:

Glück ist wenn der Verstand tanzt, das Herz atmet und die Augen lieben.

Damit konnten die anderen nichts anfangen. Den meisten gefiel der Spruch:

Glück bedeutet, Menschen zu haben, die einem gut tun. Die deine Fehler verzeihen, deine Träume verstehen, ihr Lächeln mit dir teilen, und dir immer zur Seite stehen, wenn du sie brauchst.

Darauf meinte ich: „Glück ist für mich ein Augenblick, kein Dauerzustand. Insofern verstehe ich diesen Spruch schon als Wunschdenken, wenn man immer wieder Menschen hat … Klar, das wünschen wir uns alle!“

So war das schon immer. Ich war immer anders als die anderen, schon in der Schule damals. *seufz*

Wie seht ihr das? Ist Glück nur ein immer wiederkehrender (hoffentlich!) Moment oder kann es gar ein Dauerzustand sein? Ich bin gespannt auf eure Antworten!

Gesprächskreis – Lachen (2)

Dienstagnachmittag war wieder der Gesprächskreis „Am Puls der Zeit“. Frau Mues hatte sich eigentlich vorgenommen, mit dem Thema Lachen noch etwas weiter zu machen. Doch das wurde schwierig.

Das Wetter war endlich wunderschön geworden, so dass es alle nach draußen trieb. Also waren wir nicht die einzigen mit der Idee. Zum einen hatte sich der WB3 mit seiner Dame vom Sozialdienst zusammengefunden und schnibbelten Obst für einen Obstsalat.

Nebenan hatte es sich die Tagespflege auf ihrer Terrasse gemütlich gemacht. Sie sangen Volkslieder, begleitet von einem Akkordeon. Sie sangen aus vollem Halse. Das war so laut, dass sich die Obstschnibbeler und die Damen vom Gesprächskreis animiert fühlten mitzusingen.

Immer wieder entstanden kleine Gesangspausen. Dann versuchte Frau Mues den Faden wieder aufzunehmen und erzählte etwas neues zum Thema Lachen. Sie sprach darüber, dass es verschiedene Arten des Lachens gibt.

  • Reaktion auf einen mechanischen Reiz –> zum Beispiel weil wir gekitzelt werden
  • weil wir höflich
  • ängstlich
  • oder nervös sind
  • als Anzeichen für sexuelle Erregung
  • oder für Aggression

Was Frau Mues da leistete, war Hochleistungssport! Doch wir beschlossen, das Thema noch einmal in den Fokus zu nehmen, wenn wir wieder drinnen sind. Nächste Woche vielleicht.

 

 

Gesprächskreis – Lachen

pixabay.com – Alexas_Fotos

Gestern war das Thema im Gesprächskreis „Am Puls der Zeit“ Lachen.

Frau Mues nannte uns ein paar Tatsachen, die über Lachen bekannt sind:

  • Der gesunde Mensch lacht als Reaktion auf etwas lustiges.
  • Dabei benötigt er mehr Muskeln, als für irgendeine andere Tätigkeit.
  • Lachen ist Hochleistungssport.
  • Manchmal lacht man als Entlastungsreaktion nach überstandenen Gefahren.
  • Lachen dient als Abwehrreaktion gegen spontane Angst.
  • Durch lachen werden soziale Beziehungen gefestigt.
  • Lachen kann ein Reflex sein, zum Beispiel wenn man gekitzelt wird.
  • Lachen ist gesund. Es stärkt das Immunsystem.
  • Aber lachen kann auch verletzen. Es kann demütigend, ehrverletzend wirken. (lachen<–> auslachen)
  • Lachen wird auch zur Gesundheitsförderung eingesetzt, zum Beispiel beim Lach-Yoga.
  • Krankenhaus-Clowns helfen bei der Gesundung von Patienten.

Doch es war kein reiner Vortrag von Frau Mues. Immer wieder konnten wir Bewohner uns einbringen.

Zum Schluss sagte sie: „Ein Kind lacht circa 400 Mal am Tag. Wie oft lacht wohl ein Erwachsener pro Tag?“

Ich meinte: „Viel weniger.“

Frau Mues sagte: „Das stimmt. Aber wie oft?“

Einige Zahlen wurden genannt. Doch was Frau Mues uns dann sagte, erstaunte uns doch: „15 mal täglich.“

„Lassen Sie Ihr inneres Kind öfter mal lachen !“, meinte sie am Ende der Stunde zu uns, „Sie werden erstaunt sein, wie gut das tut!“

„Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag.“ – Charlie Chaplin

„Wie Sie beim Altern ganz sicher scheitern“ von Uwe Böschemeyer

Letzte Woche stellte uns Frau Mues im Gesprächskreis dieses interessante Buch vor. Nun hatten wir gestern schon den nächsten Gesprächskreis. Auch von dem will ich erzählen. Aber erst einmal will ich den Beitrag vom Treffen letzte Woche nachholen.

Schon mehrmals machte ich Versuche. Aber es ist nicht leicht. Aber nun will ich es schaffen (zumal ich Frau Mues das Buch auch zurückgeben will).

Böschemeyer ist davon überzeugt, dass wir in unsere schnelllebigen Zeit viel zu wenig auf uns selbst hören. Darum geht es ihm auch in seinem neuesten Buch: „Wie Sie beim Altern ganz sicher scheitern“.

Selbst mittlerweile Ende 70 (geboren 1939 in Oranienburg) möchte er den Menschen klar machen, was er zuvor den Business-Managern vortrug. Das Leben ist endlich. Es lohnt nicht, etwas FÜR ANDERE zu tun, wenn man es nicht auch FÜR SICH SELBST tut.

Dies ist das Thema seines neuen Buchs, humorvoll verpackt und leicht verständlich.