Waffeln immer wieder beliebt

Vorgestern Nachmittag wurden unten im Speisesaal wieder Waffeln gebacken.  Schön drinnen im Warmen zu sitzen und bei einer heißen Tasse Kaffee eine frische Waffel zu genießen, ist so gemütlich! Solch ein Angebot wird von den Bewohnern und Gästen immer sehr willkommen geheißen.

Wie man sieht, bin ich ganz dick eingepackt. Ich wollte eigentlich eine kurze Runde um den Platz der Wiedervereinigung drehen. Etwas Luft und Sonne tanken. Das machte ich dann anschließend. Oh!!! War das kalt!!! Ich hatte vergessen eine Mütze aufzusetzen. Böser Fehler!

Am nächsten Tag war es noch kälter. Da blieb ich dann drinnen!

 

Unsere Feinschmecker

Frau Ga. ist mit ihren 92 Lebensjahren eine der älteren Bewohner des Gerhard Tersteegen Hauses.

Obelix zählt mit seinen 51 Jahren zur Jungen Gruppe.

Die kleine Prinzessin gehört eher zu der leisen Fraktion. Sie spricht sehr leise, wenn auch sehr viel. Manchmal denke ich, sie hört sich gerne selber reden. Na ja, wir hören sie eh oft nicht, da sie so leise spricht. Außerdem hat sie die Gabe, abrupt das Thema zu wechseln.

Obelix, typisch Mann, ist nicht zu überhören. Unsere Tische im Speisesaal sind weit voneinander entfernt, seiner vorne links, unserer hinten rechts. Trotzdem grinsen Ute und ich uns oft an, wenn wir mal wieder das Gespräch vom Männer-Tisch mithören konnten.

Frau Ga. ist eher eine feine, edle Dame.

Ohne das abwertend zu meinen, stammt Obelix eher aus der Arbeiterklasse.

Dass diese beiden Bewohner etwas gemeinsam haben, meint man nicht.

Doch sind sie beide sehr wählerisch, was das Essen angeht.

Obelix sagt von sich: „Feinschmecker ich.“

Frau Ga. kennt sich ebenfalls genau. „Da bin ich Besseres gewohnt“, sagt sie jeden Mittag über das Essen des Heims.

„Wenn ich früher selber gekocht habe, gab es nur das Allerbeste! Dabei habe ich das nicht von meiner Mutter gelernt. Ich durfte ihr nie zu Hause helfen. Das habe ich mir später selber beigebracht.“

Weihnachtsgeschichte nach Ingrid Noll: Mariä Stallwirtschaft

Jetzt kam zum zweiten Mal das Buch „Früher war noch mehr Lametta“ dran. Es ist eine Geschichtensammlung zu Weihnachten mit Geschichten verschiedener Autoren.

Ingrid Noll mit „Mariä Stallwirtschaft“ war die nächste Geschichte, die ich Frau M. vorlas.

Die Babysitterin Maria wünscht sich ein Kind ohne Heirat und Mann. Sie brauchte nur einen Mann zur Zeugung ihres Kindes. Sie freut sich, dass ‚da oben‘ ihr Wunsch erfüllt wird und ihr Joseph als Gefährte geschickt wird.

Maria erzählt die Weihnachtsgeschichte aus ihrer Sicht. Sie ist enttäuscht von den Gästen, die allerlei Geschenke mitbringen – allerdings hat keiner Windeln dabei. Die Schafe in gebratener Form wären ihr auch lieber gewesen.

Wenn man sich darauf einlässt, ist die Geschichte recht lustig. Trotzdem ist es auch eine Weihnachtsgeschichte. Allerdings muss man sich auf die Geschichte konzentrieren.

Dafür war Frau M. zu sehr abgelenkt. Es war schon fast 11:00 Uhr und sie hatte noch nicht gefrühstückt. Da erschien plötzlich eine Pflegerin mit ihrem Frühstück auf einem Tablett und fing an, ihr das Essen anzureichen. Doch der Kaffee war noch zu heiß. Also gab es erst einmal ein kleines Stückchen Brot. Dann wurde die Pflegerin plötzlich von einer Auszubildenden zur Hilfe gerufen.

Da war also Frau M., mit dem Frühstück auf dem Tablett und wartete wieder. Das tat mir richtig Leid.

Also sagte ich zu ihr: „Sollen wir 2 das mal versuchen?“ Sie lächelte mich an.

Langsam spielten wir uns aufeinander ein. Ich merkte, dass ich erst kontrollieren musste, ob sie auch das angereichte Brot herunter schluckte. Mittlerweile war der Kaffee auf eine gute Trinktemperatur heruntergekühlt. Ich durfte nicht zu schnell und nicht zu viel anreichen, dann verschluckte sie sich auch nicht.

Ich fragte immer erst: „Kaffee?“ Entweder nickte sie bejahend oder sie sagte: „Brot.“ So hatte sie es dann zuletzt geschafft, alles zu verputzen!

Dann kam die Pflegerin zurück. Sie blickte ungläubig auf das Tablett. Sie sah zu mir herüber: „Waren Sie das?“

Ich antwortete: „Nein. Das war Frau M.!“

„Klasse! Frau Sickert, sie sind eingestellt!“, antwortete die Pflegerin.

Da strahlte ich. Ich war richtig ein wenig stolz! 😊

Gala-Dinner 2017

Dieses Jahr fand wieder das heiß ersehnte Gala-Dinner statt! Hier legen sich Hauswirtschaft und Küche ins Zeug und verwöhnen die Bewohner mit einem 4 Gänge Menü der Spitzenklasse!

Der große Speisesaal war festlich ausgestattet mit mehreren langen Tischen, die jeweils mit weißen Tischdecken gedeckt waren. Auf den Tischen war hübsch dekoriert mit echten Blumen-Gestecken, Besteck und Weingläsern.

Die Damen und Herren der Hauswirtschaft waren festlich in schwarz/weiß gekleidet und servierten die Speisen und Getränke, erfüllten jeden Wunsch.

Nach der Hauptspeise wurde der Koch, Herr Staden von Frau Düro, Hauswirtschaftsleitung, heraus aus der Küche zu den Bewohnern in den Saal geholt. Sie sagte, wir dürften uns bei ihm mit einem warmen Applaus bedanken. Das taten wir gerne. Er hatte ein wunderbares Menü kreiert!

Hier noch einige Bilder aus dem Saal:

Studienkolleginnen wieder zu Besuch 2017

Sonntag war ein ganz besonderer Tag. Meine beiden besten Freundinnen und Studienkolleginnen aus der Bonner Zeit haben mich besucht.

Das halte ich nicht für selbstverständlich. Denn beide haben weiß Gott genug zu tun. Sie haben jede drei Kinder und einen Ehemann. Außerdem wohnen sie nicht gerade um die Ecke. B. wohnt am weitesten weg. Sie reiste Samstag zu U.. Gemeinsam fuhren sie dann heute noch eine gute Stunde mit dem Auto zu mir.

Sie kamen mit einem Drahtkörbchen voller Cellophan-Tütchen. Darin befand sich: Kröten, Kies, Mäuse, Kohle, Moos, Knete und Asche. Eine wundervoll kreative Art Geld zu verschenken!


Sie gratulierten mir nachträglich noch einmal zu meinem 50. Geburtstag. Dann luden sie mich zum Essen ein. Es ging in die Brasserie des Krefelder Hofs.

Dort wählten wir alle unterschiedliche Gerichte. Ich aß rheinischen Sauerbraten mit Rotkraut und Klößen, U. Poularde mit Spitzkohl und Pilz-Linguini und B. hatte Zander mit Rahmkraut und Drillingen. Alles sah bildschön aus und schmeckte hervorragend!

Beim Getränk zum Essen waren wir uns alle einig. Wasser. Nach dem Essen tranken wir dann alle noch einen Cappuccino oder Espresso.

Wir saßen gemütlich in einem noch recht leeren Restaurant, denn wir waren früh dort. Dadurch gab es noch keine große Geräuschkulisse. Das empfand ich als sehr angenehm.


Nach dem Essen fuhren wir wieder zurück zum Gerhard Tersteegen Haus. Dann machte ich eine kurze Mittagsruhe (ich war ziemlich kaputt) und die beiden Freundinnen einen Spaziergang. Das Wetter lud ja auch wirklich dazu ein!

Als die beiden zurück kamen, saßen wir noch gemütlich beisammen und plauderten.

Die Zeit verging viel zu schnell! Schade, dass wir uns nicht öfter als ein Mal im Jahr treffen!

La Brasserie Krefeld

Plätzchen backen 2017

Die Adventszeit beginnt bald. Zudem ist sie 2017 noch besonders kurz, da am 4. Advent zugleich auch Heiligabend sein wird. Das bedeutet es gibt nur 3 Wochen Advent. So haben wir also heute zusammen mit Frau Domke vom Sozialdienst im kleinen Speisesaal auf dem Wohnbereich Butterplätzchen gebacken.

  • Teig, den Frau Domke schon zu Hause vorbereitet hatte, ausrollen.
  • Dann verschiedene Formen ausstechen.
  • Die Rohlinge mit Eigelb bestreichen.
  • Zum Schluss mit verschiedenen Sachen bestreuen – Schokostreusel, bunte Streusel, kandierte Kirschen, Herzstreusel. Frau Domke hatte verschiedene Zutaten besorgt.

Wir hatten jede Menge Spaß!

Frau Domke holte dann immer die fertig verzierten Rohlinge ab und steckte sie in der Wohnbereichsküche in den Backofen.

Die fertigen Plätzchen wurden dann zum Auskühlen auf dem großen Tisch in der Küche ausgebreitet.

Zum Ende der Aktion durften wir die fertigen Plätzchen dann kosten. Hmmmmmmm!!! Sie waren so köstlich, dass Frau Domke zum Schluss die fertigen Plätzchen wegschließen musste. Sonst hätten wir sie alle verputzt. 😀

Sozialdienst lädt ein zu Kaffee und selbst gebackenem Kuchen

Gestern war Allerheiligen. Das ist in NRW mit vornehmend katholischer Bevölkerung immer ein Feiertag. Da wir ausnahmsweise wegen 500 Jahre Luther auch am Reformationstag einen Feiertag hatten, an dem die Geschäfte geschlossen hatten, ist dies eine ungewohnt kurze Arbeitswoche in NRW.

Auf dem Veranstaltungskalender des Gerhard Tersteegen Hauses stand als Veranstaltungen nur „Aufsuchende Betreuung“ und „Überraschungsangebot“. Was das zweite wohl sein sollte, fragten wir uns.

Doch dann wurden wir um 14.30 Uhr aufgeklärt: die Mitarbeiter des Sozialdienstes hatten zu Hause selber gebacken und luden die Bewohner und ihre Besucher zu 15.00 Uhr zu selbst gebackenem Kuchen und Kaffee im Speisesaal ein.

Ich weiß schon, warum ich am 31.10. den Angestellten meinen Dank aussprach! Sie sind nicht nur die „Wahren Helden“ sie sind einfach ’ne Wucht!

Vielen lieben Dank für die tollen Kuchen (9 Stück)!

Hier sind ein paar Fotos: