Eis essen bei Schöneweiß

Gestern hatte ich Besuch von einem Bekannten. Zwar war es merklich abgekühlt draußen, aber wir hatten beide, unabhängig von einander, gedacht: „Jetzt Eis essen… das wär’s!“

Wir entschieden uns für Schöneweiß.

Eiscafé Schöneweiß

Das Eiscafé Schöneweiß befindet sich an der Ecke Kölner Straße und Lerchenfeldstraße. Sie haben Tische auf beiden Straßen entlang der Hauswand aufgestellt. Wir saßen an einem Tisch in der Lerchenfeldstraße, rechts im Bild.

Ich hatte den Krone-Eisbecher, meine Begleitung ein Spaghetti-Eis. Wir waren beide sehr zufrieden!

Schade, dass ich kein Foto von meinem Eisbecher gemacht habe. Er war riesig! Das Eis war Pfisich-Joghurt. Dann waren verschiedene Obstspalten hinein gesteckt: Honigmelone, Ananas, Nektarinen. Gekrönt war alles mit Sahne, garniert mit einem Pfirsich-Püree und ein paar kandierten Mandelsplittern. Es war ein Traum!

Einladung zum Erdbeerkuchen

Ich hatte schon einmal erzählt, dass ich immer wieder Besuch von einer ehemaligen Kollegin meiner Oma bekomme. Frau H. besucht mich immer noch. Sie fing damals in der Firma an, in der meine Oma 10 Jahre später in Rente ging.

Frau H. ist 7 Jahre jünger als meine Mutter. Sie hat selber Kinder und viele Enkel. Die Enkel halten sie fit! Sie besuchen ihre Oma gerne. Sie kocht und backt für sie und fährt mit ihnen in Urlaub.

2015 lud Frau H. mich zum selbst gebackenen Pflaumenkuchen ein. Jetzt gab es frischen, selbst gebackenen Erdbeerkuchen! Lange hatten wir Sorge, dass es regnen könnte am Tag der Einladung. Doch dann war es nur bewölkt und bedeckt aber trocken! Ich konnte die knappe halbe Stunde also mit dem E-Rolli fahren.

Es war ein wunderbarer Nachmittag!

Danke!

Senioren-Zicken-Krieg hat mich geschafft

Eigentlich wollte ich gestern erzählen, wie es bei der Speiseplanbesprechung gewesen ist.

Flowermaid traf den Nagel auf den Kopf:

… nichts polarisiert mehr als Essen und Geschmacksbildung… kein einfacher Termin

ute42 sagte:

Leider sind die Geschmäcker eben viel zu unterschiedlich. Da dürfte man kaum auf einen Nenner kommen – im Seniorenalter schon gar nicht mehr.

Ich sprach vom Senioren-Zicken-Krieg, und Flowermaid schrieb:

… dachte ich mir … es wird dich nicht trösten aber dieses Thema ist und war schon immer generationenübergreifend… meine Mutter war Schulköchin in einer Ganztagsschule… in meiner Schule…

Also war ich wegen des lauten Durcheinanders vollkommen geschafft! 😦

O-Ton einer Seniorin:

ICH beschwere mich NIE! Aber heute Mittag…

und dann ging es los…

Heute Speiseplanbesprechung

Was früher regelmäßig stattfand soll wieder aufgenommen werden. Bewohner, Bewohnerbeirat, Hauswirtschaftsleitung und Koch setzen sich zusammen und besprechen die Speiseplanung im Gerhard-Tersteegen-Haus.

Das gibt uns Bewohnern die Möglichkeit, eigene Wünsche und auch Kritik mit einzubringen. Dieses direkte Feedback ist für die Hauswirtschaftsleitung und den Koch sehr aufschlussreich. Uns Bewohnern ist es dadurch möglich unmittelbar Einfluss zu nehmen.

Freitagmittag

Diese Wochen um die Ostertage herum brachte so manchen Bewohner etwas durcheinander.

Es war Freitagmittag. Ich saß unten im Speisesaal zusammen mit Frau Ga. und U. am Tisch. Die Menüs für diesen Tag waren entweder Schibbelkuchen (Menü 1) oder gegrillter Seelachs (Menü 2) jeweils mit entsprechenden Beilagen.

 Vorsuppe und Nachtisch waren bei beiden Menüs gleich.

Die Suppe hatten wir schon hinter uns. Nun warteten wir auf die Hauptspeise. Da sind wir freitags immer die vor-vor-letzten. Also hatten wir ein wenig Wartezeit, bis das Essen kam.

Ich fragte U., denn die Speisekarte für die Woche lag neben ihrem Platz: „Was bekommen wir eigentlich heute zum Nachtisch?“

U. rollte mit den Augen: „Das weiß ICH doch nicht!“

„Dann schau doch bitte mal in der Karte nach“ , war meine Aufforderung.

U. suchte die Karte… sah dann, dass sie direkt rechts neben ihr lag. Sie schlug die Karte auf… rückte dann ihre Brille auf die Nasenspitze, denn sie trug nicht die Lesebrille, sondern die zur Fernsicht. So schaute sie also über die Gläser hinweg… studierte die Karte…  Es dauerte. Was ich zu schnell bin, ist U. zu langsam. *stöhn * 🙃 😉

Dann kam die Antwort: „Frischobst!“

Ich runzelte die Stirn: „Frischobst gibt es immer samstags.“

„Ach! Was haben wir denn heute für einen Tag?“, fragte sie ganz unschuldig.

„Heute ist Freitag!“, sagte ich fassungslos.

„Ach!“, meinte U. ganz erstaunt.

Jetzt mischte sich auch Frau Ga. ein: „Soll ich mal gucken?“

„Wenn Sie meinen…  “ , U. schob ihr die Karte rüber.

O! Es gibt Eis!!!„, frohlockte sie.

Spaß-Bremse-ich meinte: „Eis gibt es nur sonntags oder an Feiertagen.“

„Ach!“, vor Erstaunen wurden ihre Augen immer größer. Da war wohl der Wunsch Vater des Gedankens gewesen. Ich glaube Frau Ga. könnte sich allein von Schokolade, Eis und anderen Süßigkeiten ernähren. 😋

Zum Schluss bat ich um die Karte und schaute selber nach. Aber U. meinte nur: „Was auch immer es ist, du wirst es schon noch sehen und es wird bestimmt schmecken!“ Sie versteht ohnehin nie, warum ich immer wissen will, was es denn wohl geben wird.