Essen wegwerfen

Beim Essen unten im Speisesaal kommt es mir manchmal so vor, als sei ich die einzige, die sich vom Buffet nur so viel auf ihren Teller lädt, wie sie auch essen kann. Dann esse ich meinen Teller auch leer. Sollte ich mehr mögen, kann ich ohne Probleme noch mehr bekommen.

Natürlich kann es sein, dass einem etwas nicht geschmeckt hat und man es deshalb nicht aufisst. Aber dass man generell Speisen zurücklässt, liegt eher daran, dass man von vornherein zu viel auf den Teller lädt.

Auch mittags kann immer noch einen Nachschlag bekommen. Die Damen und Herren der Hauswirtschaft gehen immer noch einmal durch die Reihen, fragen ob es geschmeckt hat und ob jemand noch einen Nachschlag haben will. Selten ist wirklich nichts mehr in der Küche übrig. Nur bei Fleisch gibt es keinen Nachschlag. Ein Schnitzel oder eine Roulade oder eine Frikadelle oder eine Currywurst usw. muss reichen.

Erst habe ich immer gedacht, die Senioren kommen aus einer Zeit, in der sie Not und Mangel erlebt haben. Sie sollten Nahrungsmittel wertschätzen und nichts Essbares wegwerfen.

Aber egal ob die Bewohner alt oder mittelalt oder jung sind, sie werfen meiner Meinung nach viel zu viel weg! Mir tut es weh, das zu sehen!

Es ist wie das Phänomen, was Leute beschreiben, die „all inclusive“ oder „all you can eat“ mitgemacht haben. „Wir haben schließlich dafür bezahlt!“ „Und nicht wenig!“ „Ist schließlich teuer genug hier!“

Und deshalb darf man Essen wegwerfen? Ich verstehe das nicht…

 

Weniger Essen wegwerfen

 

 

So war’s – Grillen 2018

Herr D., Ehrenamtlicher, hatte einen der schweißtreibendsden Jobs gestern Mittag. Er stand für uns am Grill und briet Würste, Putenfleisch, Bauchspeck und weiteres Grillfleisch.

Dazu hatten die Angestellten der Hauswirtschaft und der Küche drei sehr schmackhafte Salate zubereitet (sicherlich auch eine schweißtreibende Arbeit!). Es gab Kartoffelsalat, Nudelsalat und Krautsalat.

Zu trinken gab es Wasser, Saft, Schorle und sogar Bier.

Zur ganz normalen Mittagessen-Zeit fanden wir Bewohner uns im Speisesaal ein und wurden dann von den Hauswirtschafterinnen bedient.

Als Vorsuppe gab es eine sehr leckere, erfrischende Kaltschale. Sie schmeckte sehr zitronig.

Zum Nachtisch gab es wie üblich für Donnerstag Joghurt. Das beste: er war kalt!

Wir Bewohner des Gerhard Tersteegen

Hauses danken den Angestellten der

Hauswirtschaft und der Küche ganz

herzlich für ihren Einsatz!

Ihr seid spitze!!

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Grillen 2018

Küche und Hauswirtschaft haben sich dazu entschlossen, am 26.07.2018 im Garten des Heims zu grillen und leckere Salate anzubieten, statt des warmen Mittagessens.

Juhu! Grillen im Garten! Auch wir Bewohner des Alten-/Pflegeheims dürfen das erleben, was zur Zeit landauf, landab in Deutschland passiert.  (Gr)Chillen im Garten!

Kochen für Männer

Es gibt es ein neues Angebot: „Kochen für Männer“. Morgen wird es eine Vorbesprechung geben, was gekocht werden soll. Die Idee hatte Frau Kubens, Sozialpädagogin des Gerhard Tersteegen Hauses. Sie hatte mitbekommen, dass die Männer oft andere Vorlieben haben, was das Mittagessen angeht, als die Frauen. Sie möchten immer gerne viel Fleisch haben.

Gemüse? „Fleisch ist mein Gemüse“ nannte der Autor Heinz Strunk sein 2004 erschienenes Buch.

Quelle

Das könnten auch die männlichen Bewohner gesagt haben! Es scheint also wirklich ein Männer/Frauen-Problem zu sein.

Ich bin mal gespannt, was das ergibt! Ich finde es auf jeden Fall eine sehr gute Idee, die ewig nach Fleisch Rufenden ins Kochen mit einzubinden!

Reis

Zum Mittagessen ist der Speisesaal unten immer ziemlich voll. Die wenigsten Bewohner möchten auf eine warme Mahlzeit am Mittag verzichten. Zumal, wenn sie so schmackhaft zubereitet wird, wie in der Küche des Gerhard Tersteegen Hauses.

Ich hatte darüber schon einmal ganz zu Anfang des Blogs geschrieben:

Speiseplan zum Mittagessen

Es gibt jeden Tag 2 Menüs, zwischen denen man wählen kann. Man darf sich sogar selbst sein Menü zusammenstellen. Fleisch von Menü 1 und Gemüse von Menü 2 zum Beispiel.

Die Vorsuppe war gestern schon verspeist, die Suppentassen abgeräumt. Das Servieren des Hauptgangs war bereits im Gange. Da ließ ein lauter Ausruf uns zusammenzucken:

„Also NEIN! Kein REIS!“, rief Frau B..

Die Hauswirtschafterin warf einen Blick in den Ordner mit den Bestellungen und sagte: „Aber sie haben Menü 1 bestellt.“

„Aber KEINEN REIS!“, sagte Frau B., „Oder haben Sie mich schon mal Reis essen sehen?!“

„Dann sollten sie das notieren. Ich kann nicht im Kopf haben, was ein jeder der 120 Bewohner isst.“

„Nein. Also Reis esse ich nicht!“, sagte Frau B. rechtschaffen und schob ihren Teller weit von sich weg.

Manchmal kann einem das Personal Leid tun. Seufzend nahm E. den Teller zurück und sagte: „Ich will sehen, ob in der Küche noch Kartoffeln zu haben sind.“

Natürlich bekam Frau B. dann doch noch Kartoffeln.

Frau Ga. und der Spinat-Klecks

Frau Ga. isst sehr gerne Spinat. Irgendwann habe ich auch mal den Spinat bestellt. Der schmeckt hier im Gerhard Tersteegen Haus wirklich sehr lecker. Ich kann sie also sehr gut verstehen.

Gestern hatte Frau Ga. als Gemüse Blattspinat bei ihrem Essen dabei.

Plötzlich musste ich lachen, als ich sie zufällig ansah. Sie hatte sich mit dem Spinat bekleckert. Ein großer grüner Fleck prangte auf ihrer Wange. Es sah wirklich zu lustig aus.

Frau Ga. sah mich an: „Was ist denn los?“, fragte sie.

„Sie haben einen Spinatklecks im Gesicht“, sagte ich schmunzelnd.

Frau Ga. nahm ihre Serviette und tupfte an ihrem Mund herum.

Ich musste weiter lachen. Sie war mit ihrer Serviette weit entfernt vom Spinat-Klecks.

„Und? Isses weg?“, fragte sie.

Ich lachte: „Nein, Sie wischen an der falschen Stelle!“

„Wieso? Das ist doch nichts neues, dass ich mich mit dem Spinat bekleckere“, meinte sie.

„Das stimmt“, antwortete ich, „aber die Stelle ist neu.“ Ich lachte. „Dieses Mal ist der Spinat auf der Wange!“

Jetzt wischte sie an der richtigen Stelle. Da erwischte sie den Klecks. Sie guckte die Serviette an: „Huch! Da war ich ja ein richtiges Schweinchen!“

Nun lachten wir alle beide!

 

 

80. Geburtstag

pixabay.com – brittaneu

Heute feiert meine Mutter ihren 80. Geburtstag. Gleich holt mich meine Schwester mit Familie ab und es geht zum Mittagessen.

Schön, dass sie feiert. Denn oft floh sie an solchen großen Festtagen, war im Ausland. Doch heute hat sie den engsten Familienkreis eingeladen. Zu neunt sind wir in ein tolles Restaurant eingeladen.

Ich werde zum ersten Mal seit langem auch meinen Cousin und seine Frau wiedersehen und auch meine Patentante.

Ich bin schon ganz gespannt!