Reblog – Mit Kunst Betreuung gestalten

Original: Altenpflege-online

Kreative Frühlingscollagen

30.03.2020

Kunst bereichert den Alltag und kann uns aufrichten, Kraft spenden, Freude schenken und vor allem auch eine Brücke zwischen Menschen mit Demenz und ihrem Gegenüber sein. <paragraph align="right">Foto: Werner Krüper</paragraph>

Kunst bereichert den Alltag und kann uns aufrichten, Kraft spenden, Freude schenken und vor allem auch eine Brücke zwischen Menschen mit Demenz und ihrem Gegenüber sein.

Foto: Werner Krüper

Kunst in der Sozialen Betreuung einzusetzen, ist für viele Betreuungsassistenten neu und nicht selten vorurteilsbelastet. Die Bremer Künstlerin Sonja Bartscherer zeigt auf, wie dieser Ansatz den Betreuungsalltag von Menschen mit und ohne Demenz bereichert.

Zukünftig wird es auch Generationen von älteren Menschen mit Demenz geben, die einen anderen, offeneren Zugang oder Umgang mit künstlerischen Themen sowie kreative Herangehensweisen fordern und benötigen, da sich die Bedarfe und die gesellschaftliche Struktur Älterer eklatant ändern werden. Davon ist Sonja Bartscherer, Bildende Künstlerin aus Bremen, überzeugt. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Aktivieren schreibt sie: „Die klassischen Sing-, Bastel- und Bewegungsangebote werden möglicherweise keine größeren Anreize mehr bieten können. Diese Entwicklung wird zunehmend die Kreativität derjenigen fordern, die Pflege- oder Betreuungstätigkeiten ausüben. Kreatives Denken und Handeln wird somit einen großen Stellenwert bei den jeweiligen Professionen einnehmen.“

Wie sich künstlerische Angebote konkret und niedrigschwellig umsetzen lassen, beschreibt sie am Beispiel einer Frühlingscollage zum Gedicht von Eduard Mörike „Das Blaue Band„. Wie Betreuende dabe vorgehen können, steht in der aktuellen Ausgabe von Aktivieren. Sie kennen die Zeitschrift noch nicht? Dann sichern Sie sich Ihr kostenloses Probeexemplar.

Mehr Ideen für kreative und frühlingshafte Angebote finden Sie in der Ideendatenbank AktivierenPlus – für Abonnenten der Printausgabe inklusive!

Demenz Pflegende leiden oft mehr als Erkrankte

Original von Redaktion Vorsorgeportal 

ausgestrahlt 04.12.2012 vom MDR

 

Die Demenz von älteren Menschen ist oft eine schwere Belastung – vorallem für das Umfeld der Betroffenen. Viele von Ihnen werden krank und leiden unter Depressionen.

Schmerzerfassung bei Demenz

E-Training – PAIC 15
Das Beobachten und Bewerten von Verhaltensweisen, die womöglich auf Schmerzen hindeuten, ist oftmals schwierig. Vor allem zu Beginn bedarf es ein wenig Übung, um Sicherheit im Umgang mit der Schmerzbewertung zu erlangen.

Um Sie hierbei zu unterstützen, haben wir ein E-Training entwickelt, welches Sie im Umgang mit der PAIC 15 Skala schult. Anhand einiger Beispielvideos lernen Sie dann auch ganz praktisch, die PAIC 15 Skala einzusetzen. Das E-Training ist kostenlos und dauert etwa 30 – 45 Minuten.

Hier geht’s zum Training

Wenn ich dement werde…

Dieses Video zum Thema Demenz muss ich mit euch teilen:

 

Video von:

DieHesseAusBreche
30 Abonnenten

„Verfasser des Gedichtes unbekannt.

Alles Bilder sind von mir 😉

Viel spaß 😉 “ , wünscht „DieHesseAusBreche“

Großkampftag mit Speiseplan

Immer gegen Ende der Woche muss der neue Speisplan für die gewünschten Menüs 2 Wochen im Voraus ausgefüllt werden. Das passiert tischweise. Ich hätte nie gedacht, dass das für viele Bewohner zu kompliziert ist, das alleine zu machen. Doch es gibt nur sehr wenige Bewohnert, die das ohne Hilfe schaffen.

Aber klar, viele der Senioren haben mit dem Sehen Probleme. Grauer Star, eine altersbedingte Eintrübung der Linse, erschwert vielen Senioren das Sehen.

Zudem haben demente Senioren große Schwierigkeiten mit planvollem Handeln. Sie brauchen hier also ebenfalls Hilfe.

 

 

Da ich nun wieder zurück an meinem alten Tisch bin, übernehme ich wieder das Ausfüllen des Plans. Aber die Bewohnerzusammensetzung am Tisch hat sich im Laufe der Zeit stark geändert. Mittlerweile brauchen die anderen 4 Bewohner alle Hilfe. Es reicht nicht, den Plan 1x vorzulesen. Ich muss tatsächlich mit jedem einzeln sprechen. *seufz *

Frau 1 ist immer gehetzt – schnell da, schnell wenig essen und noch schneller wieder weg. Daher macht die Hauswirtschaftsangestellte den Plan mit ihr. Denn meist bin ich noch gar nicht unten bevor sie schon wieder weg ist.

Frau 2 ist sehr alt und dement. Sie lebt meistens in einer anderen fernen Welt. Je nach Tagsform ist sie gut, kaum oder gar nicht zu erreichen. Da ich sie aber schon jahrelang kenne, weiß ich was ich für sie ankreuzen soll, wenn sie mir keine Antworten gibt. Doch zuerst versuche ich, mit ihr Kontakt aufzunehmen, lese ihr alles vor und warte geduldig, ob sie vielleicht doch einen Wunsch äußert. Heute bekam ich oft die Antwort: „Weiß ich nicht…“, und sie sah mich mit leerem Blick an.

Frau 3 war heute auch nicht gut drauf. Sie las den Plan selber, sah dann etwas dass sie nicht mag und fing prompt an zu weinen. „Keine Pilze! … Keine Pilze! … Tu die Pilze weg!!!“ Ich beschwichtigte sie und sagte: „Ja, das habe ich aufgeschrieben! Aber was wollen Sie denn essen? Die Pilze sind eh nur in der Vorsuppe…“
„Keine Pilze! … Keine Pilze! … Tu die Pilze weg!!!“, wiederholte sie schluchzend. Da nahm ich sie in den Arm und notierte Menü 2.

Zuletzt blieb noch Herr 4. Seine Aufmerksamkeit musste ich erst einmal einfangen. Er ist nicht dement. Er hat einen Hirntumor (glaube ich). Aber dadurch ist er kognitiv sehr eingeschränkt. Doch er kann sich ohne großes Zögern für ein Menü entscheiden. Aber ich muss seineAufmerksamkeit erst einmal einfangen.

Als wir unseren Plan dann fertig ausgefüllt hatten, war ich erst einmal ziemlich geschafft!

Jetzt hatte ich mir meinen Mittagsschlaf sehr verdient!

 

 

Was hammer heut fürn Tach?

„Heut iss Montach? Oder?“, sie fragt immer nach dem Wochentag dem aktuellen. Überhaupt kann sie sich sehr schlecht konzentrieren. So kann es passieren, dass sie dich kurze Zeit später, das selbe noch einmal fragt.

„Samma Katrin, heut iss Montach, oder?“

„Ja, heute ist Montag“, sage ich.

Und schon wieder flitzt sie durch den Speisesaal unten.

Da sich dieses Fragespielchen immer wiederholt, geht mir das ganz schön auf die Nerven.

Irgendwann antworte ich dann etwas genervt: „Ja, es ist Montag… den ganzen Tag… und abends mit Belechtung!“ Manchmal könnte ich mir die Haare raufen!

 

Clker-Free-Vector-Images – pixabay.com

Demenz-WG in Wien

Planet Wissen zeigte in einer Sendung über Alzheimer diesen Film über eine Demenz-WG in Wien:

planet-wissen.de

Für den Film bitte hier klicken: >>klick<<
Verfügbar bis 17.08.2020

Überhaupt lohnt es sich die gesamte einstündige Sendung anzusehen und auf der zugehörigen Homepage zu stöbern!