Früher Techniker bei der Deutschen Bundesbahn

DB Hoheitszeichen
By Reinhard Dietrich (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

Herr D. war früher bei der Deutschen Bundesbahn als Techniker tätig. Er war noch Beamter.

Früher waren die Angestellten der Deutschen Bahn verbeamtet. Seitdem die Bahn in privaten Händen ist, werden Bahnangestellte nicht mehr verbeamtet.

Er war dafür zuständig, die Wagen der British Railways abzunehmen bevor sie das bundesdeutsche Netz befuhren. Das bedeutet, die Maße der Wagen mussten so sein, dass sie in bundesdeutschen Bahnhöfen einfahren konnten, ohne sie zu beschädigen.

Außerdem musste er den Zug warten, der wichtige Politiker in Krisenzeiten in Schutzbunker fahren konnte.

Bahnbunker

Desweiteren hatte er stets 5 – 6 junge Leute, die er zur Arbeit bei der Deutschen Bahn ausbildete.

In seiner Freizeit widmete er sich mit Haut und Haar der Musik. Er ist sehr musikalisch und spielte mehrere Instrumente – Klarinette, Saxophon, Querflöte. Er spielte in mehreren Ensembles, auf Festen, zu Hochzeiten, zu Geburtstagen. Mit der Zeit wurde es bekannt, dass Herr D. mit seiner Musik wunderbar zum Gelingen großer Feierlichkeiten beitrug.

Es war ein sehr lebendiges, abwechslungsreiches Leben.

Früher Hauswirtschafterin und Kinderfrau

Frau B. war früher Hauswirtschafterin und Kinderfrau in Lehrer-Haushalten. Sie versorgte den Haushalt und vor allem die Kinder der Lehrer. Sie zog sie groß wie eigene Kinder. Die Kinder liebten sie sehr. Selbst als sie groß waren, hielten sie den Kontakt zu Frau B. noch lange aufrecht.

Da sie in den fremden Haushalten blieb, bis die Kinder groß und selbstständig waren, hatte sie nur 3 verschiedene Familien, eine nach der anderen, in denen sie tätig war. Vor allem mit ihrem Job als Kinderfrau hatte sie ihre Leidenschaft im Leben gefunden.

Sie war (und ist immer noch) offen, kommunikativ und interessiert. Sie arbeitete eigenverantwortlich, oft nach Absprache mit der Mutter. Sie plante den Wochen- bzw. Tagesablauf und hatte ein Auge auf die Entwicklung der Kinder.  Sie begegnete den Kindern auf Augenhöhe, arbeitete mit liebevoller Konsequenz und sorgte für Struktur im Leben der Kinder.

Den Kindern galt immer ihre ganze Aufmerksamkeit.

Früher Versicherungskauffrau

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Frau Kb. hat früher bei der Gerling Versicherungsgruppe eine Ausbildung zur Versicherungskauffrau gemacht. Das große Gerling-Hochhaus an der Uerdinger Straße mit Blick auf den Sprödentalplatz ist den Krefeldern ein Begriff.

Frau Kb. wohnte ganz in der Nähe. Sie hatte es also nicht weit zum Ausbildungsplatz. Nach der Ausbildung konnte sie von Gerling übernommen werden. Sie arbeitete einige Jahre dort.

Durch eine Freundin lernte sie dann ihren Freund und späteren ersten Ehemann kennen und lieben. Als er kurz nach dem Studium eine Arbeitsstelle in Dormagen fand, zog Frau Kb. mit dort hin. Nach einiger Zeit der Stellensuche fand sie eine Stelle als Versicherungskauffrau beim Kölner Sitz der Basler Versicherungen.

Doch die Liebe geht manchmal seltsame Wege. Frau Kb. lernte während einer Kur einen Mann kennen, der ihr Gefühlsleben total durcheinander warf. Wegen ihm ließ sie sich von ihrem ersten Mann scheiden und zog zu ihrem neuen Freund nach Berlin. Die beiden heirateten.

Nach langer Suche fand sie dann eine Anstellung bei der Apothekenverrechnungsstelle in Berlin.

Dann ereilte sie ein heftiger Schicksalsschlag. Ihr Mann starb eines Nachts neben ihr im Bett. Er wachte auf, griff nach seiner Frau und sackte dann zusammen. Der Notarzt konnte nur noch seinen Tod feststellen.

Dieser Schicksalsschlag warf sie komplett aus der Bahn. Daher trat sie noch einmal eine Kur an. Dort lernte sie dann wieder einen sehr sympathischen Mann kennen, den sie aber nie heiratete, denn dann würde ihre Witwenrente wegfallen.

Das war auch gut so, denn auch dieser Mann starb kurze Zeit später!

Wie viel Kummer kann ein Mensch wegstecken? Frau Kb. zog sich komplett zurück.

Doch wenn sich eine Tür schließt, tut sich manchmal ganz unerwartet eine neue Tür auf. Frau Kb. zog wieder nach Krefeld zurück. Doch durch diese schlimmen Schicksalsschläge konnte sie nie wieder anfangen in ihrem alten Beruf zu arbeiten. Und von Männern hat sie erst einmal genug gehabt!

 

Früher Fachkauffrau für Einkauf und Logistik

Frau V. machte zuerst eine Ausbildung in Oldenburg in einem Autohaus zur Kauffrau. Sie arbeitete dann als Kauffrau im Autohandel.

Später nahm sie eine Stelle bei einer Rentenversicherung an, die eigentlich ihre letzte sein sollte, denn die Arbeit dort gefiel ihr sehr.

Irgendwann wollte sie aber wieder mehr Richtung Krefeld ziehen. Daher nahm sie eine Stelle als Chefsekretärin bei  einem Architekten in Büderich an.

Es stellte sich heraus, dass sie überdurchschnittliche Fähigkeiten in den Punkten Kommunikation mit den Kunden und Lieferanten hatte. Außerdem bewies sie einen sicheren Umgang mit Zahlen und analytisches Denkvermögen.

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Sie suchte eine neue Herausforderung

Also begann sie, sich zur Fachkauffrau für Einkauf und Logistik weiterzubilden. Das

… ist in Deutschland ein öffentlich-rechtlich anerkannter Abschluss auf Meisterebene, der nach einer erfolgreich absolvierten funktionsbezogenen kaufmännischen Aufstiegsfortbildung gemäß Berufsbildungsgesetz vergeben wurde. Die bundeseinheitliche Prüfung erfolgte auf Grundlage einer besonderen Rechtsverordnung vor dem Prüfungsausschuss einer Industrie- und Handelskammer (IHK)… (Original bei Wikipedia)

Nach erfolgreich absolvierter Prüfung in Duisburg bei der IHK arbeitete sie noch 18 Jahre in diesem Beruf. Sie begann in Krefeld bei Maizena. 1987 wurde Maizena durch Gruppo Ferruzzi übernommen. Der Firmenname wurde in Cerestar geändert. Noch einmal wurde der Firmenname geändert, nämlich in Cargill.

Krefeld: Der Standort Die Produkte – RP

Früher Marktfrau

Fast 30 Jahre lang stand Frau B. mit ihrem Stand auf verschiedenen Wochenmärkten. Sie verkaufte Textilien.

Dazu musste sie zuvor die Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau durchlaufen. Sie lernte Kunden zu beraten und Waren zu verkaufen. Kassieren und Abrechnen gehörte genauso zu den Ausbildungsinhalten wie Sortimentsgestaltung, Warenbeschaffung und Einkauf. Sie lernte Verkaufsvor- und nachbereitende Tätigkeiten durchzuführen. Lagerhaltung, Verkaufsförderung und Werbung waren auch Teil der Ausbildung.

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Sie liebte es, mit vielen Menschen in Kontakt zu kommen. Gerne hielt sie ein kurzes Pläuschken. Manchmal durfte es auch etwas länger sein. Frau B. ist immer noch sehr gesellig.

Sie hat auch immer noch einen exquisiten Kleidergeschmack. Sie läuft nicht rum in Kleiderschürze wie die ewige Hausfrau.

Warum hat sie also aufgehört Marktfrau zu sein? Es war doch eine Tätigkeit, die ihr sehr viel Spaß machte.

Irgendwann begann die Zahl der Verkaufsstände der Zuwanderer immer mehr zuzunehmen. Sie läuteten einen Preis- und Qualitätsverfall ein. Auch das Publikum der Kundschaft änderte sich. Plötzlich war der Preis das wichtigste Argument.

Da wollte Frau B. nicht mehr mitmachen. Ihr Mann wollte schon länger, dass sie die Arbeit auf den Märkten aufgibt. Frau B. ist nicht die Frau, die sich Vorschriften machen lässt. Aber der Beruf machte ihr keinen Spaß mehr. So entschloss sie sich noch kurz vor ihrem 30-jährigen Dienstjubiläum, in den Ruhestand zu gehen. Schließlich war sie ihre eigene Chefin. So konnte sie selber entscheiden.

Früher Sozialarbeiterin bei der Deutschen Bundespost

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Frau L. ist Jahrgang 1928. Das heißt, sie kannte in den ersten Lebensjahren nur Krieg.

In ihrem Schulalter herrschte die schwere Nachkriegszeit.

Sie hatte 3 Brüder. Einer fiel im Krieg. Einer starb sehr früh an Krebs. Der Jüngste wurde immerhin 65 Jahre alt. Doch er hatte zeitlebens mit den Nachfolgen der schweren Kriegsgefangenschaft in Sibirien zu kämpfen.

Mittlerweile wird Frau L. nächstes Jahr 90 und hat alle ihre Verwandten überlebt.

Als es damals so weit war, dass sie einen Beruf ergreifen sollte, fing sie erst im Fernmeldeamt als Telefonvermittlung an.

Dann wechselte sie zum Postdienst in die Schalterhalle. Sie arbeitete 1½ Jahre am Postschalter.

Es ergab sich für sie durch einen Zufall die Chance, sich weiter zu qualifizieren. Sie wurde zur Sozialarbeiterin ausgebildet. Sie besuchte Kurse in der ganzen Bundesrepublik. Sie hat ihr Leben lang in Krefeld gearbeitet aber durch die Ausbildung zur Sozialarbeiterin lernte sie auch andere deutsche Städte kennen. Als sie die Ausbildung abgeschlossen hatte, begann ihre Arbeit beim Sozialdienst der Deutschen Bundespost.

Hier kümmerte sie sich gewissenhaft und streng (das musste sein) 33 Jahre lang um die Probleme und Sorgen der Postangestellten und ihrer Familien. Am Anfang begleitete sie Jugendgruppen zu Jugendlagern. Doch als sie 50 wurde, beschloss sie, dass sie nun zu alt sei für die anstrengende Arbeit mit dem Jungvolk. Sie gab diese Aufgabe gerne weiter und hatte nun mehr Zeit für Arbeit mit Erwachsenen, im aktiven Dienst und im Ruhestand.

Als sie selber in den Ruhestand ging, hatte sie 42 Jahre Berufsarbeit hinter sich!

Früher Krankenschwester

 

Mit Frau A. habe ich eine neue Kandidatin für die Kategorie „Beruf früher“. Sie war früher Krankenschwester. Das fehlt noch in dieser Kategorie.

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Sie wurde im August des Jahres 1933 geboren. Sie hat in verschiedenen Krankenhäusern in Krefeld gearbeitet. Sie hat ihren Beruf immer sehr geliebt.

Man merkt immer noch, dass sie mal für andere gesorgt hat. Sie ist sehr aufmerksam, fordert andere Bewohner auf, Medikamente mit genug Wasser einzunehmen. Überhaupt ist ihr die Flüssigkeitszufuhr sehr wichtig. Ausreichend Wasser zu trinken, fällt im Alter immer schwerer. Doch sie achtet sehr darauf! Das ist sehr lobenswert. Denn sie ist auch schon 84!

Zu ihrem beruflichen Alltag habe ich nicht viel herausbekommen. Da war sie sehr zurückhaltend und ich mochte sie nicht bedrängen.

Gesundheits- und Krankenpfleger – Wiki