Basteln zu Ostern mit dem Wohnbereichsmaskottchen

Samstag Morgen war meine Bastelfee, das Wohnbereichsmaskottchen, wieder bei mir.

„Ich bin ganz hibbelig“, sagte sie und tänzelte unten im Speisesaal neben mir herum. Es war 8:30 Uhr und ich frühstückte.

„Warum das denn?“, wollte ich wissen.

„Ich bin schon um 5:30 Uhr aufgestanden! … Mama schon um 5:00 Uhr!“, sie hüpfte von einem Bein auf das andere, „Ich bin doch sooooo gespannt, was wir basteln werden!“

„Wir machen was zu Ostern. Fensterbilder“, verriet ich.

Als wir dann kurz nach 9 nach oben fuhren, sagte ich ihr, dass ich jetzt erst einmal in Ruhe ins Bad müsse. Wenn ich fertig wäre, würde ich mich melden.

„Ja, Mama hat gesagt 10:00 Uhr…“, sie seufzte.

„Schauen wir mal. Vielleicht bin ich ja schon etwas eher fertig“, sagte ich.

Glückliche Kinderaugen sahen mich an.

Als ich eine halbe Stunde später fertig war und auf den Gang hinausrollte, strahlte sie mich an und hüpfte vor mir her zu meinem Zimmer.

Ihre gute Laune war ansteckend! Ich holte die ausgedruckten Vorlagen heraus, die ich ausgesucht hatte. Das Wohnbereichsmaskottchen war begeistert. 2 Hasenkinder und die Eltern als Fenstergucker!

Anfangen wollten wir mit den lustigen Hasenkindern. Zuerst sollte sich die Kleine die Farben für die einzelnen Tiere aussuchen. Ich hatte einen Block mit Karton in den verschiedensten Farben. Entschieden wurde ganz traditionell: Blau für den Jungen, Pink für das Mädchen.

Dann begannen wir mit dem Ausschneiden der Modelle. Anschließend wurden die Modell-Umrisse auf den bunten Karton übertragen.

Plötzlich klopfte es an meiner Zimmertür. Dann kam D. herein. Au weia! Das hatte ich ja total vergessen, dass sie an dem Samstag kommen wollte!

Doch ihr Kommen erwies sich als absoluter Segen! Sie ist sehr kreativ, sehr geschickt beim Basteln. Sie liebt Kinder und kann sehr gut mit ihnen umgehen. Außerdem konnte sie viel besser durchhalten als ich! Ohne sie hätten wir nie so viel geschafft.

So haben wir tatsächlich die Kinder fertig gestellt und für die Eltern die Schablonen schon mal ausgeschnitten.

Zuletzt schenkte ich der kleinen Bastelfee die beiden Blöcke mit buntem Tonpapier und buntem Karton.

Sonntag erfuhr ich dann von meiner Pflegerin, ihre Tochter habe den ganzen Nachmittag weiter gebastelt. Wie gut, dass ich ihr die Blöcke geschenkt hatte!

Samstag Vormittag war ein wunderbarer Vormittag! Das Wohnbereichsmaskottchen hat mich sehr glücklich gemacht!

 

Basteln, Fragen und Spielen mit unserem Bereichsmaskottchen

Mittwochvormittag habe ich wieder mit der Tochter meiner Pflegerin gebastelt. X. hat ja noch Schulferien und ihre Mutter hatte heute Frühschicht. So hat sie ihre Tochter gleich mit zur Arbeit gebracht.

Als ich um 9:30 Uhr fertig mit Frühstück und Morgentoilette war, rollte ich auf den Flur und hielt Ausschau nach unserem „Bereichsmaskottchen“. Sie hatte schon auf mich gewartet, denn sie hüpfte mir schnell entgegen. Sie ist jetzt 8 Jahre alt und geht schon in die 3. Klasse.

Unsere Freude, einander zu sehen, war gegenseitig!

„Was basteln wir denn heute?“, fragte sie mich neugierig.

„Hm… eine Rosette aus Butterbrottüten vielleicht? Oder einen Origami-Stern?“, fragte ich.

„Beides?“, fragte X..

„Mal sehen, wie wir damit so durchkommen“, meinte ich, „aber ich denke, dass Zeit für beides bleibt!“

„Super!“, strahlte X..

Also fingen wir mit der Butterbrottüten-Rosette an. Ich hatte noch 8 rote Tüten. Damit würde es bestimmt toll aussehen. Als Beispiel konnte ich ihr meine fertige Rosette zeigen, die bei mir im Zimmer an der Wand hängt.

Als nächstes wagten wir uns an den Origami-Stern. Aber leider war die Aufgabe zu schwer. Obwohl wir parallel zu einer YouTube-Anleitung vorgingen, hat es leider nicht geklappt. Ich muss das noch mal alleine probieren. Denn mein Ehrgeiz ist geweckt!

Während wir so an meinem Tisch saßen, fiel mein Blick auf das Spiel, dass ich von einer lieben Freundin zu Weihnachten geschenkt bekommen hatte. Es war noch eingeschweißt. Ich hatte es noch nicht geöffnet, also auch noch nicht gespielt.

„Wollen wir ein Spiel spielen, dass ich zu Weihnachten geschenkt bekommen habe?“, fragte ich X..

„Au ja! Was ist das denn für ein Spiel?“, fragte X..

Ich zeigte es ihr. „Kennst du es?“, fragte ich.

„Nein. Kenne ich nicht.“, sagte X..

„Das soll so ähnlich sein wie UNO“, sagte ich, „Kennst du UNO?“

„Ach so. UNO kenne ich!“, sagte sie und begann das neue Spiel auszupacken, als ich es zu ihr hinüber schob.

Ich kenne UNO auch. So hatten wir beide keine Probleme mit dem neuen Spiel. Es heißt „Letzte Karte“. Wie bei UNO muss man auch hier ankündigen, wenn man nur noch eine Karte auf der Hand hat.

Wir hatten viel Spaß beim Spielen. Leider waren die Karten sehr rutschig, weil neu und noch nie gespielt.

„Warum sind die Karten so rutschig?“, fragte mich X..

„Weil sie noch ganz neu sind“, sagte ich.

„Und warum rutschen neue Karten?“, fragte X. weiter.

„Hmm… weißt du was? Das wäre doch mal eine Frage an die Maus!“ meinte ich. Also verfassten wir eine Mail an die Maus! Wir sind gespannt, ob wir eine Antwort bekommen!

 

Danach war ich vollkommen KO. Wir hatten ja auch gut 2 Stunden nonstop gebastelt, gerätselt, gespielt, miteinander Spaß gehabt. Jetzt war mein „Akku“ leer.

Kratzbild in der Ergotherapie weiter bearbeiten

Ich will euch einen kleinen Einblick geben, wie weit ich mittlerweile mit dem Kratzbild gekommen bin:

nach der zweiten Bearbeitung
nach der dritten Bearbeitung

Wie ihr seht, bin ich immer noch nicht ganz fertig. Ich bin gespannt wie es aussehen wird, wenn es fertig ist. Vielleicht schaffe ich das ja kommenden Freitag!

Wieder Basteln mit unserem Wohnbereichsmaskottchen

Gestern habe ich wieder mit der Tochter einer Pflegerin bei mir im Zimmer gebastelt. Sie trug auch wieder ihr Namensschild „Wohnbereichsmaskottchen“, das der Wohnbereichsleiter letztens für sie erstellt hatte. Die Pflegerin erzählte mir, ihre Tochter habe gefragt, ob sie in den Herbstferien wieder mit mir basteln dürfe.

„Da muss ich sie aber erst mal fragen“, meinte sie.

Als ich das hörte, freute ich mich sehr. „Gerne!“, meinte ich, „wann denn?“

Wir verabredeten einen Tag. Der war gestern!

Sonntag, der 29. Oktober war ein besonderer Tag. Die Uhren wurden in der Nacht zu Sonntag eine Stunde zurück gestellt und ich bekam Besuch von der kleinen Dame. Sie ist vor einem Monat 8 Jahre alt geworden.

Ich wachte trotz Uhrumstellung zur gleichen Zeit auf wie immer, kurz vor sieben. Nur  war es durch die Zeitumstellung erst kurz vor sechs. Also drehte ich mich wohlig noch einmal um und döste wieder ein.

Ich wurde wieder wach durch Stimmen, die von draußen vor dem Gerhard Tersteegen Haus zu hören waren. Eine aufgekratzte Kinderstimme sprudelte über vor Energie, laut und fröhlich.

„Psssst… nicht so laut!!!“, flüsterte laut die Stimme der Pflegerin.

„Ups!“, hörte ich die erschreckte Stimme des Kindes, „kann ich gleich mitkommen zu Frau Sickert?“

Dann verschwanden die Stimmen und ich hörte nichts mehr. Die beiden hatten das Haus betreten. Ich hörte sie dann wieder, als sie auf meinem Wohnbereich ankamen. Lautes Flüstern. Dann verschwanden sie scheinbar im Schwesternzimmer. Ich nickte wieder ein.

Ich wurde wieder wach, als die Pflegerin ins Zimmer kam. Der Tag begann. Die Pflegerin sagte mir, sie habe ihrer Tochter erklärt, dass ich erst einmal duschen dann frühstücken müsse. Um 10.00 Uhr könne sie dann in mein Zimmer kommen.

Dann konnte ich letztendlich die Wartezeit etwas verkürzen. Ich war nämlich schon um 9.30 Uhr fertig! 🙂 Die Bastelstube wurde eröffnet. Ich hatte Ende der Woche schon einiges vorbereitet und ausgedruckt. Malen nach Zahlen, eine Vogelscheuche zum ausmalen, ein Rätsel und natürlich den Stern, den wir basteln könnten, wenn sie Lust hätte.

Die Blätter wurden bearbeitet. Dann wollte sie den Stern mit mir basteln. Wir haben mittlerweile schon öfter miteinander gebastelt. Beim ersten Mal war sie noch im Kindergarten. Dann schon in der Schule. Jetzt ist sie in der zweiten Klasse. Es ist schön zu sehen wie sie sich weiterentwickelt. Sie ist sehr geschickt, lernt schnell. Es ist eine große Freude für mich, wenn sie bei mir ist!

Zuletzt spielten wir dann noch Mau-Mau. Wir wollten so lange spielen bis einer 5 Punkte erreicht hatte. Irgendwann stand es 4:4. Es war mir fast unangenehm, dass ich am Ende gewann. Ich erinnere mich, als ich in ihrem Alter war, konnte ich ganz schlecht verlieren. Aber mein Gast steckte das ganz cool weg.

Kratzbild in der Ergotherapie erstellen

Freitagmittag habe ich in der Ergotherapie mit einem Kratzbild angefangen. Die Ergotherapeutin Frau Hendrich ist unglaublich kreativ und hat immer neue Ideen, was sie mit mir machen kann, um meine Feinmotorik zu trainieren.

Es war sehr anstrengend für mich, was die Konzentration anging. Nach 30 Minuten war ich so geschafft, dass ich aufhören musste. Spätestens seit ich Multiple Sklerose habe, weiß ich, dass geistige Arbeit genau so anstrengen kann, wie körperliche. Jetzt verstehe ich auch, warum man das Schachspielen als Sport bezeichnet! 😉

Hier sind ein paar Fotos von Freitagmittag:

Das Heft mit 15 Blatt, fertig zum Freikratzen hat die Therapeutin bei Kaufhof gekauft.

 

Diese beiden Bilder…
… hat die Therapeutin freigekrazt.

 

mein Bild, angefangen

Ich habe schon immer gerne gebastelt. Daher macht es mir Spaß, in der Ergotherapie immer wieder neue Techniken zu lernen. Allerdings mache ich oft den Fehler, heute mit früher zu vergleichen. Das macht mich dann unzufrieden. 😟