Kaffee und Eis

Der letzte schöne Tag, was das Wetter angeht, war der 10. September. Genau an diesem Tag hatte ich Besuch von einer lieben Freundin.

Sie wohnte damals in meiner alten Nachbarschaft. Wir lernten uns damals über die Multiple Sklerose kennen.

Bald stellten wir fest, dass wir uns in vielen Dingen sehr ähnlich sind. Solche Freundschaften sind sehr selten und kostbar. Wir verstehen uns oft ohne viele Worte, haben ähnliche Gedanken.

Als sie mich am 10.09. besuchte, gingen / rollten wir natürlich ins Eis-Café. Bei Kaffee und Eis plauderten wir miteinander, redeten uns die Köpfe heiß. Wunderbar! Es erinnerte mich ein wenig an die guten alten Zeiten! Wie vermisse ich das!

Ich vermisse den Austausch mit anderen, denkenden Menschen meines Alters!

Jetzt ist das gute Wetter noch einmal zurückgekehrt. Das seht ihr auch an den Bilder von gestern (siehe Beitrag gestern).

Rechts… Links… Rechts… Links…

Wie ein Mantra wiederholte ich diese Worte und setzte einen Fuß vor den anderen.

Rechts… Links… Rechts… Links…

So hatte ich es mit einer anderen Physiotherapeutin gemacht, die ich letzte Woche als Ersatz für den Physioritter hatte. Er fiel aus, weil seine Tochter krank war und er sich um sie kümmern musste. Diese Physiotherapeutin hat selber Multiple Sklerose und konnte mir Tipps und Tricks nennen, die sie selber am eigenen Körper erfahren hat.

Rechts… Links… Rechts… Links… so wanderte ich mit Rollator um den Block.

„Mache dir immer bewusst, was du gerade tust. Mit der Zeit gräbt sich das in das Bewusstsein ein und es läuft ganz automatisch“, sagte sie mir: „Es bilden sich neue Verknüpfungen im Gehirn. Schließlich haben wir ja genug Hirnzellen.“

Unser menschliches Gehirn besteht aus verschiedenen Gehirnzellen. Die wichtigsten und häufigsten Gehirnzellen sind die Nervenzellen, auch Neuronen genannt. Von ihnen existieren schätzungsweise 100 Milliarden bis eine Billion Zellen.

Quelle

Immer wenn ich spüre, dass die Beine schwer werden und ich die Füße schleifen lasse, solle ich eine kurze Pause einlegen.

Rechts… Links… Rechts… Links…

Brav konzentrierte ich mich auf meine Füße. Ich machte insgesamt 3 Pausen, wo ich sonst nur eine machte.

Und? Hat es was gebracht?

Jawohl!!!

Ich gebe zu, ich war ja erst sehr skeptisch. Aber ich hatte keine Beinkrämpfe und kein Zucken! Toll!

Die Physiotherapeutin meinte außerdem, ich solle das so oft es geht üben. Bisher laufe ich ja nur ein Mal pro Woche in der Physiotherapie. Alleine solle ich das nicht machen. Da sei die Sturzgefahr zu groß.

Heute war so schönes Herbstwetter, dass mich die Sonne und die Herbstfarben, das Herbstlicht dazu verführten. Ich machte mich alleine auf den Weg.

Ich gebe zu, ich fühlte mich sehr unsicher. Doch ich wiederholte mein Mantra: „Rechts… Links… Rechts… Links…“ und machte 4 Pausen. Es klappte! Juhu!!!

Na ja, fast. Als ich an der Tür zur Tagespflege vorüber kam, also nach gut drei Viertel des Weges, rettete mich die Pflegerin/Leiterin der Tagespflege und bot mir einen Sitzplatz an.

Nach einer ausführlichen Pause begleitete sie mich bis zum Aufzug. Ich war fix und fertig. Und stolz, dass es geklappt hatte!

Ich habe sogar ein paar Fotos gemacht. War das nicht verlockend?😊

Zoo-Besuch mit der neuen Jahreskarte 08.2019

Gestern war ich zum ersten Mal mit meiner neuen Jahreskarte, die mir Uli vorab zum Geburtstag (der ist erst am 27. September) geschenkt hat, im Krefelder Zoo. Uli und ich haben damals zusammen in Bonn Pharmazie studiert. Die Freundschaft lebt immer noch!

Wie jedes Mal, wenn ich in einen Zoo gehe, besuchten sehr viele Kinder den Zoo.  Mit Opa und/oder Oma, mit Eltern, in Freizeitgruppen. Da eine große Gruppe Kinder den Rundweg rechts herum begann, bewegten wir uns in die andere Richtung.

Wir sahen Wasserschweine, Enten, Guanacos.

Dann blitzte es rosarot durch das Gebüsch. Das waren die Flamigos.

Als nächstes kamen wir zum Tigergehege. Dort lebt zur Zeit tatsächlich eine Gast-Tigerin. Sie kommt aus Köln. Dort wird zur Zeit ihr Gehege renoviert. Unser Tiger-Gehege ist momentan noch leer. Die Tigerdame, die demnächst bei uns einziehen soll, ist noch in Quarantäne. Also hatten wir Platz.

Fasziniert hat mich dieses Mal die Bildhauerkunst und das Kunsthandwerk der Künstler aus Zimbabwe.

Wir beendeten unseren Rundgang nach 2 Stunden am Erdmännchen-Haus. Dort konnte man sein Gesicht in einer Fotowand der Erdmännchen als Kopf der Tiere zeigen. Das ist bei Kindern sehr beliebt. Auch M.-T. machte mit.😉

 

Mein Tandemsprung – Der Film

Wenn man gelandet ist, trifft man gleich viele Menschen, die einen fragen:

Und??? Wie war’s?? Schön?

Als ich dann sagte:

Na ja… schrecklich!

Fassungslose Minen…

War es nicht schön? So zu fliegen… hast du es nicht genossen?

Meine Antwort:

Jein.

Ungläubiges Staunen!

Also DIE Antwort habe ich noch nie gehört!

Also versuchte ich zu erklären:

Ich bin sehr glücklich, dass ich es geschafft habe meinen inneren Schweinehund zu besiegen. Wenn ich DAS geschafft habe, dann kann mich nichts mehr so leicht aus der Ruhe bringen. Das ist ein sehr gutes Gefühl!

DAS ist ein gutes Gefühl! Dafür hat es sich wirklich gelohnt!

Ich fühle mich FREI!!!

Mein Tandemsprung – Bilder

Ich habe mich dazu entschlossen, euch die Bilder in einem Flickr-Album zu zeigen. Mit dem Link unten kommt ihr dort hin.

Bei Flickr kann ich leichter Bilder verwalten.

Viel Spaß beim Stöbern!

https://flic.kr/s/aHsmFnJUmo

Jaaaaaaaaaaa!!! Ich hab’s gemacht!!!

Es war ganz toll! und ich bin tatsächlich aus 4000 m Höhe aus dem Flugzeug gesprungen (worden). Ich habe eine DVD mit Fotos und mit Film vom Sprung bekommen. Das muss ich mir erst mal ganz in Ruhe ansehen. Dann stelle ich das auch im Blog ein.

Aber nun erst mal meine Urkunde:

 

Höhenrausch und Nervenkitzel

Das erwartet mich heute! Denn ich werde einen Tandemsprung mit einem erfahrenen Tandempiloten wagen. Wir fahren erst mit 2 Minibussen nach Dahlem (in der Eifel). Dort werden wir in den Tandemsprung eingewiesen. Dann geht es mit einem kleinen Fugzeug ca. 4000 m in die Höhe. Dann folgt der Sprung!

Drückt mir die Daumen, dass alles klappt.

Denn dann werde ich euch davon demnächst berichten!

Wenn ich sagen würde, dass ich keine Angst hätte, wäre es gelogen. Doch wer A sagt, muss auch B sagen!

Bild von Christian Körtke auf Pixabay