So war’s – Improvisationstheater ‚Ohne Alles‘

Drei Damen und drei Herren in schwarzen Hosen und schwarzen, kurzärmeligen T-Shirts mit dezentem Aufdruck „Ohne Alles“ boten  engagiertes Theater aus dem Stegreif.

In der ersten Szene traten eine Frau und ein Mann auf und gaben vor, Verkäufer auf einer Kaffee-Fahrt zu sein und wir seien die Mitreisenden.

„Hier kommt keiner raus, der nicht vorher etwas von uns gekauft hat. Denn wir bieten Ihnen Dinge, von denen Sie noch nicht gewusst haben, dass Sie sie brauchen!“, sagte der Verkäufer mit leichtem niederländischen Akzent.

Die beiden packten eine Inkontinenz-Hose aus. Dann präsentierten sie uns die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten: Regenhaube, Knieschoner bei der Gartenarbeit, als kleines Täschchen… (Nur als Windel wurde sie nicht präsetiert.)

Als Nächstes fragte der Moderator das Publikum nach einem Urlaubsziel. Viele Länder wurden genannt. Zuletzt einigte man sich auf Griechenland. Dann zogen sich die beiden Darsteller, die vorher die Verkäufer gemimt hatten zurück und erzählten von ihrem Griechenlandurlaub. Dazu zeigten sie „Dias“ von der Reise, wie man das so machte in der Zeit vor WWW und  Smartphone.

Die einzelnen „Dias“ wurden von den anderen vier Darstellern mimisch präsentiert.

Zum Schluss gab es noch einen Impro-Reim-Beitrag. Das wurde durch einen Satz aus dem Publikum begonnen. Nun warfen sich die einzelnen Darsteller die Sätze hin und her. Das war, weil vollkommen improvisiert, echt schwierig. Schnell erkannte man, dass das Dichten nicht jedem gleich gegeben war. Doch zwei Darsteller aus dem Team brachten das Gedicht, wenn es hakte immer wieder in Schwung!

Nach einer guten Stunde gab es viel Beifall für die mutigen, wendigen Darsteller. Ganz ‚Ohne Alles‘, ohne Regie, ohne Skript, ohne Text, ohne Kostüme, keine Requisite schafften sie es, uns wunderbar zu unterhalten.

Danke für das ganze positive Feedback

Heute will ich euch mal Danke sagen!

Ich habe so viel positives Feedback nach der TV-Sendung beim WDR vor einer Woche erhalten! Da war alles dabei. Mails, Whatsapps, Telefonanrufe, eine Geldspende, sehr viel leckeres Süßes. Ihr wollt wohl, dass ich demnächst nicht mehr in meinen Rolli passe?

Gleich haben wir eine Veranstaltung im Speisesaal. Das Improvisations-Theater „Ohne alles“ tritt auf. Daher erst einmal tschüss. Bis später!

 

Baustelle im Erdgeschoss

Seit gestern sind im Erdgeschoss die Arbeiten an der neuen Brandmeldeanlage dran. Dadurch sind viele Dinge anders. Wirklich anders wird es in der nächsten Woche.

Viele Angesellte unken schon, dass dann das große Chaos losbricht. Da die ganze Sache aber gut organisiert ist, wollen wir doch erst mal abwarten was kommt. Ich bin da eigentlich ganz optimistisch, dass alles gut klappen wird.

Sitzgymnastik mit den Kindergartenkindern – Mai 2019

Vergangenen Montag war wieder der erste Montag im Monat. Daher waren die Kindergartenkinder bei uns. Unter Anleitung der Erzieherin begannen sie erst einmal mit Singen.

 

 

Es fiel direkt auf, dass dieses Mal viel mehr Jungen als Mädchen dabei waren. Daher war es sehr gut, dass Ewa Sobocik die Leitung der Gymnastik übernahm. Wie ein Feldwebel kommandierte sie Bewohner und Kinder mit schneidigem Zählen, ohne viel Pause.

Wir Bewohner kennen Ewas Art und wissen daher, dass jeder nur so viel machen soll, wie er / sie kann. Die ehrgeizigen Jungs saßen direkt vor Frau Sobocik und waren sehr aufmerksam. Sie genossen die körperliche Herausforderung und machten voller Elan mit.

 

 

Dann wurde es noch einmal etwas wilder, denn es war spielen mit Ball angesagt. Die Kinder sollten den Bewohnern den Ball zuwerfen und ihn wieder auffangen. Es fiel richtig auf, dass die Kinder das mittlerweile sehr gut machen. Sie haben gelernt, den richtigen Abstand zu wählen.

Immer wieder fällt mir auf, dass die Kinder sehr rücksichtsvoll mit den Senioren umgehen. Sie können auch noch so wild miteinander spielen, mit den älteren Leuten sind sie sehr vorsichtig. Das verdient mein großes Lob!

So war’s – Als wir Kinder waren

Der Vortrag der „Geschichtsschreiber“ heute Nachmittag war sehr interessant. Damit die Geschichten, die Erinnerungen der älteren Generation nicht verloren gehen, wenn die älteren Menschen sterben, hat der Arbeiter-Samariter-Bund das Projekt „Geschichtsschreiber“ ins Leben gerufen. Freiwillige besuchen ältere Menschen zuhause, lassen sich deren Geschichten erzählen und schreiben sie dann auf.

Es kamen 3 „Geschichtsschreiber“ zusammen mit ihren Senioren, soweit möglich, und einer Dame die die Moderation übernahm, zu uns ins Haus und lasen aus ihren Geschichten vor.

Da die Geschichtenerzähler teilweise mit anwesend waren, konnten sogar von den Zuhörern (Bewohnern und auswärtigen Gästen) direkt Fragen gestellt werden.

Das Thema, um das sich die Geschichten drehten war die „Kindheit“. Schule, Kirche, Messdienern, Kinderlandverschickung, …

Es wäre wirklich jammerschade, wenn diese Geschichten verloren gehen würden!

Als wir Kinder waren

Heute Nachmittag gibt es einen Vortrag der „Geschichtsschreiber“:

Oh – Wie schön!

Gestern Morgen kam ich kurz nach 8.00 Uhr an den Frühstückstisch. Da war Frau M. schon fast fertig mit ihrem Frühstück. Kaum hatte sie den letzten Bissen ihres Brotes gegessen, stand sie auch schon auf. Im Weggehen sagte sie dann tatsächlich noch: „Bis später… „.

Das ist nicht immer so. Wenn ihre Bekannte, Frau B. auch zur gleichen Zeit da ist, stehen beide gleichzeitig auf und keine verabschiedet sich. Beide sind starke Raucherinnen. Sie verziehen sich dann erst mal vors Haus und qualmen.

Langsam habe ich mich daran gewöhnt. Ich sage mir dann, sie können nichts dafür. Das ist die Demenz.

Ganz anders ist das bei der 96-jährigen Frau F.. Sie grüßt mich immer, wenn sie an den Tisch kommt. Sie gibt mir dann auch immer die Hand. Dabei ist sie auch von Altersdemenz betroffen. Aber wir zwei haben ein Sympathie-Band zwischen uns geknüpft! Ich gieße ihr immer den Kaffee ein, 2 Zuckerwürfel und Milch. Gestern stand ich danach so günstig zu ihr, dass ich sie umarmte und ihr ein Küsschen auf den Hals gab.

„Oh… wie schön!“, sagte sie ganz verträumt. 🥰