Gala-Dinner 2021

Das Gala-Dinner ist ein Geschenk der Küche und der Hauswirtschaft an uns Bewohner.

In abendlicher Restaurant-Atmosphäre saßen wir an langen, feierlich gedeckten Tischen nach Wohnbereich getrennt. Da alle Bewohner durchgeimpft sind konnten wir gemütlich zusammensitzen.

Ich hatte das Smartphone dabei, ließ es aber in der Tasche. Viele Leute wollen nicht fotografiert werden und die Bilder anschließend im Netz sehen. Ich habe dieses mal gar nicht erst gefragt. Das ist mir alles zu kompliziert geworden!

Irgendwie empfand ich es für mich auch entspannter. Ich kam mit Bewohnern ins Gespräch, die durch das Knipsen immer eher abweisend reagiert hatten.

Ich muss mich entscheiden, ob ich Fotos für den Blog haben will oder meinen Mitmenschen hier locker und entspannt gegenübertreten will. Dann ist der Abend nämlich auch für mich viel angenehmer.

Wir hatten auf jeden Fall einen richtig schönen Abend mit fein gedeckten Tafeln, sehr köstlichen Speisen, netten Gesprächen und Bedienung vom feinsten.

Wir Bewohner bedanken uns sehr für den wunderschönen und leckeren Abend!

Hier ist ja nichts los…

… sagte Hr. V..
Er saß vorne auf der Stuhlkante, seine langen Beine nach vorne von sich weggestreckt.

„Wieso? Wat willse denn, dat hier los sei?“, fragte Frau W..

„Hmm… naja… son bisschen Leben… Musik…“, meinte träumerisch der tiefenentspannte Herr V..

„Ach… und dann? Dann würdste tanzen?“ fragte ungläubig Frau W..

„Wer? ICH??“, es sah aus, als würde er denken .ooO(Ich bin doch nicht bekloppt!!!)

„Datt hab ich mir jedacht! Wer denn sonst?“ , ein wenig selbstherrlich lachte sie lautlos.

„Wie wer? Die anderen… da gibs jenuch die tanzen wollen“ , da war er sich ganz sicher.
„Das schaue ich mir dann an.“ , wohlig seufzend sortierte er seine Beine neu.

Es ist immer wieder sehr amüsant, ihnen zuzuhören. Sie sitzen sich mit genügend Corona-Abstand an einem Tisch, jeder an den kurzen Seiten, gegenüber.

Konzert im Garten des Gerhard Tersteegen Haus

Dieses Konzert fand bereits Anfang Oktober statt. Letztens stolperte ich über die Fotos, die ich damals gemacht habe. Das Konzert fand im Garten des Gerhard Tersteegen Haus statt. Das war noch damals, als wir nur Garten- bzw. Straßenkonzerte hatten wegen Kontaktbeschränkung.

Sänger des Chors des Theaters Krefeld-Mönchengladbach gaben erneut ein wunderbares Konzert.

Hier meine Fotos von damals:

Es waren diesmal mehr Sänger, die bei uns auftreten wollten. Daher sangen zwei verschiedene Gruppen.

Ich genoss die gute Leistung beider Gruppen. Wirklich eine schöne Abwechselung für uns Bewohner in der schwierigen Coronazeit.

Weihnachtsschleckereien-Trainingslager

Innerhalb weniger Tage erreichten mich zwei wunderbare Päckchen (oder eher Pakete).

Aus Niederkassel (bei Bonn)
Aus Krefeld

Pixabay.com

Lecker, lecker, lecker!!!

Aber was macht ihr nur mit mir?

Wollt ihr mich ins Weihnachtsschleckereien-Trainingslager schicken?

Pinterest – Zenideen.com

Denn den ganzen Plätzchen zu widerstehen wird enorm schwer sein. 🙄

Der Teufel mit den drei goldenen Haaren

Licht- und Schattenspiel

Zu diesem verzaubernden Schauspiel war ich leider nicht anwesend. Doch die Märchenerzählerin Diana Drechsler ist schon öfter bei uns im Gerhard-Tersteegen-Haus gewesen. Daher und von den Erzählungen der Bewohner weiß ich, dass Fr. Drechsler es wieder geschafft hat Publikum zu verzaubern.

Sankt Martin 2021

Auch in diesem Jahr zog der Sankt Martinszug wieder direkt am Gerhard Tersteegen Haus vorbei. Wir saßen bzw. standen also in erster Reihe.

In den vergangenen Jahren taten mir die Kinder und die Musikanten der mitziehenden Blaskapelle richtig Leid, wenn sie alle pitschnass wurden oder ihnen die Finger steif vor Kälte wurden.

Aber in diesem Jahr gab es das beste Wetter. Es war nicht zu kalt und nicht zu nass. Daher war der Zug auch richtig lang. Die mitziehenden Kinder waren teils noch sehr jung. Oft gingen sie an Mamas Hand oder saßen noch im Buggy. Doch es gab auch Kindergarten- und Grundschulkinder die stolz mit ihren selbstgebastelten Laternen marschierten.

Mit meinen Bildern kann man vielleicht ahnen, wie stimmungsvoll es war.

Das Pferd von Sankt Martin (hier eine Martina) war sehr unruhig. Es brach immer wieder durch, wechselte die Zug-Richtung. Die Reiterin hatte viel Mühe mit ihm.

Kreativ-Kreis

Hier haben sich Bewohner zusammen gefunden, die gerne basteln. Das Angebot wird gegeben von einer Dame die ehrenamtlich mit den Bewohnern arbeitet. Von ihr stammen die Bastelideen. Sie bringt die ganzen Materialien mit, die für das Basteln gebraucht werden. Die Bewohner zahlen einen kleinen Unkostenbeitrag und los geht’s.

Beim ersten Mal bastelten wir einen Herbstkranz.

mein Kranz

Frühstück im Speisesaal – Fortsetzung

Jetzt ist bereits der folgende vierte Tag vergangen, dass ich diese Beitrag begann. Heute nun soll es weitergehen.

Am Tisch vor mir sitzen zwei Bewohner ganz corona-konform an den kurzen Seiten eines länglichen Tisches. Ich kann sie jeden Tag sehen, wie sie sich verhalten wie ein altes Ehepaar.

Oft schmunzele ich. Sie ist sehr korrekt, beobachtet ihn genau und gibt ständig gutgemeinte Ratschläge oder Kritik.

Er sagte einmal zu mir: „Sie geht mir manchmal auf die Nerven. Immer weiß sie alles besser!“

Er erzählte eines Morgens: „Also ich versteh das nicht! Mein Zuckerwert war wieder viel zu hoch.“

Sie meinte: „Ich schon. Zum Frühstück en Brötchen, 3 Scheiben Brot, je Scheibe 1 und fürs Brötchen 2 Butter, dazu Aufschnitt un Käse un zu jedem Frühstück und Abendbrot immer ein Wackelpudding der besteht doch nur aus Wasser, Farbstoff un Zucker.“

Er schaut aus dem Fenster, dann in meine Richtung.

Sie: „Hast du das gehört? Hast du das verstanden?“

Er schweigt.

Sie blickt in meine Richtung, rollt mit den Augen, zieht die Schultern hoch. „Wer die Hilfe nicht annimmt dem ist nicht mehr zu helfen.“

Frühstück im Speisesaal

Das ist momentan der Quell für meine Erzählungen. Tatsächlich das Frühstück, vielleicht weil es dann nicht so voll ist. Man kann ja in der Zeit von 8.00 bis 10.00 Uhr frühstücken.

Viele Bewohner gehen zum gemeinsamen Mittagessen in den Speisesaal. Morgens und abends bleiben sie auf ihrem Wohnbereich.

Morgens bin ich noch gestärkt vom Schlaf. Der Saal ist nicht so voll. Ich kann daher gut Stoff sammeln für die nächsten Geschichten für den Blog, also für euch.

Für heute Abend ist meine Kraft verschwunden. Ich werde nun ins Bett gehen.

Im Speisesaal aufgeschnappt

Die Bewohner sitzen stumm vor ihren Tellern.

Einer schlürft genüsslich seinen Morgenkaffee.

Die nächste knabbert an ihrem Brötchen.

Dann

plötzlich

gibt es ein lautes

>>> hat-tschi!!! <<<

Photo by cottonbro from Pexels

Dann die unschuldige Frage: „Tschuldigung… irgendjemand verletzt?“

Zu guter Letzt der lachende, schelmische Blick hinter vorgehaltenem Arm.

Dieses Schauspiel wiederholt sich jeden Tag aufs neue.