U. will doch nicht 100 werden

Hier im Gerhard Tersteegen Haus werden viele Bewohner sehr alt. Wir haben sogar einige Bewohner|innen die 100+ Jahre alt werden. Das hat sicher auch damit zu tun, dass wir hier sehr gut betreut werden. Uns geht es wirklich sehr gut hier.

Das Leben ist für die Bewohner nicht anstrengend. Alle anstrengenden Arbeiten wie zum Beispiel einkaufen, putzen, waschen werden den Bewohnern abgenommen. Es sei denn, man schlägt selber über die Stränge, wie ich am Dienstag.🙄  Das musste ich dann auch büßen! Vorgestern ging es mir gar nicht gut und ich habe mittags und nachmittags sehr viel geschlafen. Aber das geht dann hier. So geht es mir heute wieder sehr viel besser.

Außerdem werden wir hier sehr gut verpflegt. Die Mahlzeiten sind regelmäßig, ausreichend und sehr schmackhaft. Man muss nur wöchentlich den Speiseplan 2 Wochen im Voraus ausfüllen, damit die Küche entsprechend einkaufen kann. Wenn nötig, helfen einem dabei die Hauswirtschaftskräfte.

Man muss nicht weit laufen|fahren, um zu Physio-, Ergo-, Logo- oder Osteothrapie zu kommen. Denn hier im Haus gibt es ein Interdisziplinäres Therapiezentrum mit einem Team von erfahrenen Therapeuten.

Wie man sieht, es wird rundum gut für einen gesorgt.

Daher meinte U. auch lange Zeit, sie wolle 100 Jahre alt werden. „Uns geht es doch wirklich gut hier!“, meinte sie.

Aber dann sah sie vorgestern die Sendung „Quarks & Co. – Ewig jung: Wie Wissenschaftler das Altern stoppen wollen“. Seitdem will sie doch nicht mehr 100 werden.

So war’s – Neujahrsempfang 2019

Der Speisesaal im Erdgeschoss war gut besucht. Viele Bewohner waren gespannt, was die Einrichtungsleitung und der Bewohnerbeirat zu berichten hatten.

Erst einmal begrüßte uns Frau El Kaamouzi, Einrichtungsleitung. Dann wurden alle mit Getränken (Sekt, O-Saft, Wasser) versorgt, damit wir auf das neue Jahr anstoßen konnten.

Nun hatte der Bewohnerbeirat das Wort. Der Beiratsvorsitzende berichtete, was der Beirat im ersten Jahr seiner Wahlperiode alles gemacht hatte, was noch läuft und was noch vorgesehen ist.

Anschließend hatte die Einrichtugsleitung das Wort. Auch Frau El Kaamouzi sprach von bereits erledigten Aufgaben und was in der Zukunft noch vor uns läge. Wir erfuhren die Termine der anstehenden Karnevalsfeier, des 20-ten Geburtstags des Hauses, des geplanten Sommerfestes. Sie sagte auch, dass die Handwerker noch mindestens den Rest des Jahres für die Arbeit an der neuen Brandschutzbestimmungen brauchen würden und bat um Geduld.

Dann wurden die Bewohner um Wortmeldungen gebeten.

Ich habe versucht einige Fotos zu machen. Leider sind nur 2 etwas geworden.

Etwas zäh…

Zur Zeit fluppt das Schreiben nicht so wie sonst. Das hat wohl mehrere Gründe. Zum einen habe ich über vieles hier schon geschrieben. Zum anderen passieren zwar immer wieder neue Dinge. Aber ich habe bei manchem Hemmungen, darüber zu schreiben. Es scheint mir zu persönlich einen einzelnen Bewohner oder Angestellten zu betreffen.

Hm…

Schwierig…

Vielleicht mache ich mir einfach auch zu viele Gedanken. Dann verstricke ich mich in meinen eigenen Regeln. So wird das nie was!

Doch momentan passiert auch nicht viel neues. Die Senior-en/innen zeigen ihren Unmut bei den Gesprächen unten im Speisesaal.

Frau S.: „Was machen wir denn heute? Auf dem Veranstaltungs-Plan ist nichts vorgesehen.“

Frau T.: „Nein. Total tote Hose.“

Frau L.: „Frau Mues fehlt total! Die sollten einen Ersatz dafür einstellen!“

Trübsinnig werden die Brötchen gemümmelt, der Kaffee geschlürft.

Dabei war gestern Nachmittag großes Konzert mit Hr. Tillmanns. Es gab Kaffee und Kuchen und dann Lieder zum Mitsingen. Hr. Tillmanns spielt Gitarre und singt. Für die Zuhörer bringt er immer Lieder-Hefte mit. Aber es sind so wie so Lieder, die den Senior-en/innen sehr bekannt sind und die sie auswendig können (im Gegensatz zu mir). Da bin ich lieber oben geblieben. Ich habe ja meinen Computer! 😉

Es war einmal…

… Weihnachten 2018. Jetzt wird überall die Weihnachtsdeko wieder abgebaut. Auf den Wohnbereichen, unten im Speisesaal, in den Fluren überall…

Auf dem WB fing es an:

Dass die Angestellten immer alles so liebevoll schmücken, ist wunderschön. Es schafft eine schöne, heimelige Atmosphäre. Aber es ist immer mit viel Einsatz und Arbeit verbunden. Bewohner dürfen gerne helfen. Doch die wenigsten sind fit genug, dass sie das könnten. Also noch eine zusätzliche Aufgabe für die Angestellten des Sozialen Dienstes (WB) oder der Hauswirtschaft (Speisesaal).

1000 Dank sagen wir Bewohner!

Care Slam – Der Prozess

„Der Prozess“ angeklagt sitzt Marcus Jogerst- Ratzka auf der CareSlam- Bühne und versucht sich zu verteidigen, doch gegen die Übermacht „der Macht“ ist er machtlos. Eine humane Pflege zu ermöglichen bedeutet auf menschliche Gefühle einzugehen, diese Vorgehensweise kann „die Macht“ nicht akzeptieren und wird Jogerst-Ratzka das Hemd ausziehen.