Mein renoviertes Zimmer

Die neue Acrylwandfarbe ist jetzt auf allen Wänden gleich. Das helle grau, fast weiß nur weicher lässt das Zimmer größer erscheinen.

Außerdem wirken meine Bilder viel besser als vorher.

Das Bad wurde auch neu gestrichen. Die Kacheln wurden abgewaschen. Ich erhielt einen neuen Duschschlauch und Brausenkopf. Auch gab es einen neuen Abfluss-Ring und -Stopfen im Waschbecken.

Der Fußboden wurde prima gereinigt und versiegelt.

Es ist alles einfach wunderbar geworden. Ich bin rundum zufrieden!

Kleiner Urlaub

So möchte ich die Ausquartiertage nennen. Und das nicht ohne Grund.

Das Doppelzimmer in dem ich wohnen durfte, solange mein Zimmer renoviert wurde, war auf der anderen Seite des Hauses. Die Fenster dort haben den Blick in den Garten. Wunderschön!

Mein Zimmer ist auf der Straßenseite. Daher ist es lauter hier. Allerdings habe ich mir sagen lassen, dass es auf der Gartenseite im Sommer noch viel heißer wird, als bei uns. Und hier war es letztes Jahr schon unglaublich heiß! Man kann halt nicht alles haben. Außerdem habe ich einen Blick on die Weite, nicht nur auf das nächste Haus gegenüber.

Ich war gespannt auf die Dame, die bereits in dem Zimmer wohnte. Es war eine niedliche, 94 Jahre alte, noch erstaunlich agile Seniorin. Vieles konnte sie noch ganz allein, was mir bereits leider nicht mehr gelingt. Sie konnte alleine aus dem Bett krabbeln. Auch selbstständig ins Bett gehen. ..oO(Neid) Allerdings war sie etwas schusselig / dement. ..oO(Gott sei Dank klappt das Denken bei mir noch gut!)

Die Lieblingsbeschäftigung der Seniorin war Schlafen und Essen. Sie isst nicht viel. Hier ein paar Brotkrumen. Da ein Viertel einer Scheibe Weißbrot, dem die Rinde entfernt worden war. Von der Hauswirtschaftsdame bereits mit Butter geschmiert und mit Erdbeer- oder Pfirsichmarmelade oder Honig versehen.

Warum ich dann Essen als Lieblingsbeschäftigung nannte? Nun, sie sagt den ganzen Tag: „Ich habe Hunger! Wann gibt es denn etwas zu essen?“ Essen ist sehr wichtig! Das hatte ich damals schon im Speisesaal beobachtet.

Diese Generation hat den Zweiten Weltkrieg und die Zeit danach erlebt und damals echten Hunger erlebt.

Sehr interessant sind hierzu die Seiten von DLF Nova !

Dann kam Freitag, der Tag, an dem ich wieder in mein Zimmer zurückziehen konnte. Ich verabschiedete mich von Frau XY, sagte ihr dass ich sie verlassen würde.

„Aber warum?“, fragte sie fassungslos.

Doch als ich das Zimmer später am Tag noch einmal aufsuchte, weil ich etwas vergessen hatte, hatte sie mich schon vergessen.

Umzug

Kommenden Montag werde ich für 5 Tage aus meinem Zimmer in ein anderes Zimmer umziehen. Das ist ein Doppelzimmer wo ein Bett frei geworden ist weil die Bewohnerin den Wohnbereich gewechselt hat.

Warum?

Ich hatte gefragt, wann denn die Zimmer gestrichen werden. „Na ja, wenn die Bewohnerin auszieht oder verstirbt“, wurde mir geantwortet.

„Also ich habe weder das eine noch das andere vor“, antwortete ich. „Doch ich wohne jetzt fast 8 Jahre hier. Da wäre es nun schön, wenn das Zimmer mal grundgereinigt und gestrichen würde.“

Ich stieß fast umgehend auf offene Ohren. Ich bekam Besuch von Leitung des Sozialen Dienst und von der Leitung der Hauswirtschaft. Nachdem sie sich überzeugt hatten, dass das so war, ging es ganz schnell. Der Hausmeister kam und machte einen Vorschlag, welche Farbe im Moment im Haus genutzt würde. Ich durfte mir ein fertiges Bewohnerzimmer anschauen. Es gefiel mir. So wird es also gemacht.

Die Wertsachen wie Computer und Fernsehen werden weggeschlossen. Das Bett kommt mit. 😉

Also werde ich mich erst frühestens in einer Woche wieder melden können. Dann werde ich euch berichten können wie es mir erging. Ich freue mich schon so sehr auf mein neues altes Zimmer! 😊

Mein Kleiner Grüner Kaktus

Letztens hatten wir Besuch von Sängern der Krefelder Comedian Harmonists.

Ganz passend begannen sie mit dem allseits bekannten Lied „Mein kleiner grüner Kaktus“.

Es war einfach toll! Da sangen echte Profis. Es war ein musikalischer Genuss.

Spontaner Oldie-Nachmittag

Eigentlich war zuerst ein anderer musikalischer Leckerbissen eingeladen. Doch da sagte der Künstler ab. Bei einem weiteren Duo wurde angefragt. Aber sie sagten sehr kurzfristig ab. Zu kurzfristig als dass man die Programm-Ankündigungen hätte ändern können. Die Senioren saßen bereits unten im Speisesaal.

Jetzt war der Einfallsreichtum er Damen vom Sozialen Dienst gefragt.

Es gab eine gute Stereoanlage unten im Speisesaal. Außerdem holte blitzschnell eine Mitarbeiterin des Sozialen Dienst eine CD mit Schlagern. Das wurde von den Senioren sehr begrüßt.

Erst saßen alle stil und starrten Löcher in die Luft. Dann begann einige im Takt mit den Beinen und Füßen zu klopfen, sich auf und ab zu bewegen. Plötzlich sangen einige mit: „Griechischer Wein… „

Dann leiteten die Damen des Sozialen Dienstes die nächste Stufe des Oldie-Nachmittags ein. Sie bewegten sich tanzend durch die Reihen tanzten mit den mutigen Läufern dann auch mit den Rolli-Fahrern. Das brachte Stimmung in alle Bewohner.

Alles in allem war es ein sehr gelungener Nachmittag. 💃🏼💃🏼👩🏼‍🦼💃🏽👩🏽‍🦽 

Kaffee und Pralinen

Letztens erreichten mich innerhalb einer Woche zwei Päckchen deren Inhalt wunderbar zusammen zu einem Genuss ganz wunderbarer Art zueinander passte. Pralinen und Kaffee.

Auf keinem der Päckchen war ein Absender. Hmm… waren die beiden Päckchen eventuell von der selben Adresse aus abgeschickt? Egal!

Ich zelebrierte einen ganz genüsslichen Kaffee mit Pralinen. Beides war so lecker.

Wer von euch das war den zweien oder war es doch ein und die selbe? sage ich ganz herzlich

Zweite Covid-Impfung

Samstag vor einer Woche bekam ich meine zweite  Covid-Spritze von Biotech/Pfizer. Dieses Mal mussten wir nicht alle in einen Raum im Erdgeschoss pilgern. Die Ärztin ging von Zimmer zu Zimmer der Bewohner. Die Spritzen waren alle schon vorbereitet und eine Helferin schob den Wagen hinterher.

Bild von torstensimon auf Pixabay

Dann mussten die Bewohner der Ärztin nur noch den freien Oberarm zeigen und Zack war sie schon drin, die Nadel.

Bild von Angelo Esslinger auf Pixabay

Ich hatte vorher einiges über die Impfung im Netz gelesen. Zum Beispiel sollten nach der zweiten Impfung die Nebenwirkungen wesentlich stärker ausfallen. Wie sollte das denn sein? Man bekam das selbe doch einfach noch einmal. Mal sehen. Früher sagte man: „Papier ist geduldig.“

Was soll ich sagen? Es war wirklich so. Sontag war der schlimmste Tag. Der Arm tat mir ordentlich weh. Ich konnte ihn gar nicht hoch heben. Ich lag die meiste Zeit im Bett und schlief viel. Am Montag war es wieder ein kleines bisschen besser. Aber ich brauchte mindestens 5 Tage, bis es mir wieder richtig gut ging.

Herzdame

Ich habe immer wieder Bewohner die mir besonders lieb sind. Wir verstehen uns besonders gut. Da spielt es keine Rolle, dass eine große Altersdifferenz herrscht. Die innere Welle schwingt synchron.

Das war damals so mit dem Wurzelsepp, den ich sehr ins ❤️ geschlossen habe.

Mit Herrn R. mit dem ich zusammen Schach ♟♟♟gespielt habe.

Oder mit Frau K. die neben mir am 1. Tisch 🍽🍽 saß, als ich neu hier ins GTH einzog. Wir hatten den gleichen Sinn für Humor. 😂 🤣

Da ist Frau U. mit der ich über Interessantes reden konnte . Wir spielten zusammen Scrabble®. Doch dann wurden ihre Augen so schlecht, dass das nicht mehr klappte. Weil sie nur noch sehr wenig sehen kann (sie ist mittlerweile fast blind) zog sie zu uns ins Tersteegen Haus. Ab und an sehen wir uns. Doch durch Corona eher wenig. Es ist  für mich auch sehr anstrengend, weil ich sehr laut sprechen muss da it sie auch nur annähernd etwas verstehen kann. Es ist schon schwierig, wenn man weder hören noch sehen kann. Da sprechen Berührungen oft mehr als viele Worte. 😊 Aber ein Austausch über interessante Themen ist nicht mehr möglich. 😢

Wochenendrätsel – Alles mit Eis

©Bundesverband für Gedächtnistraining  http://www.bvgt.de

Sankt Martin, Laternen und Kinder

Für mich gehört das irgendwie zusammen. Vor allem die kleineren Kinder aus Kita und Grundschule haben viel Spaß eigene Laternen zu basteln. Sie singen auch gerne die Martinslieder. Was liegt da näher als im Martinszug zu singen und in der Dunkelheit ihre Laternen zu zeigen.

Doch wie so vieles während der Pandemie gibt es im Jahr 2020 kaum Züge.

Also haben sich die Erzieher|innen der Kinder der Kita gleich bei uns um die Ecke gedacht: „Warum nicht den Bewohner|innen des GTH (nämlich uns) stolz ihre Laternen präsentieren?“ Es lief wieder so ab, wie auch beim Gottesdienst von dem ich hier vor einer Woche erzählt habe. 

Die Bewohner|innen des GTH saßen auf Abstand unten im großen Speisesaal. Alle Fenster und Türen waren geöffnet. So wurde die Luft ständig  erneuert. Stoßlüften ist sogar von der Regierung empfohlen.

Leider durfte ich die Kinder nicht fotografieren.  😥