Barbaras Freitags-Füller #484

Freitags-Füller 484

10. August 2018

Freitagsfüller

Schon wieder Freitag? Man glaubt es kaum.  Willkommen beim wöchentlichen Freitags-Füller Lückentext!

1. Jetzt kann man endlich tagsüber wieder etwas unternehmen.

2.  Die Hitze der vergangenen Wochen machte das ziemlich unmöglich.

3. Es macht Spaß die Sonne wieder ins Zimmer strahlen zu lassen, ohne vor der Hitze Angst zu haben.

4. Ein Besuch im Gasometer Oberhausen zur Ausstellung „Der Berg ruft“ wird mein Highlight der 2. Jahreshälfte.

5. Ich frage mich, wer mit mir da hin fahren kann  .

6. Vor 2 Jahren war ich bei „Wunder der Natur“ dort, das war es  wert.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf mein Bett , morgen habe ich geplant, ich lass mich überraschen und Sonntag möchte ich die Lesung im Gottesdienst im Gerhard Tersteegen Haus lesen !

Danke, Barbara für den heutigen FF!

Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen (009)

In den letzten heißen Tagen habe ich Frau M. viel aus Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen vorgelesen. Wir lasen die Kapitel:

  • VII. Die Treppe mit den drei Stufen
  • VIII. Am Rönneberger Bach
  • IX. Karlskrona

Alles handelt davon, was Nils Holgersson mit den Wildgänsen erlebt, nachdem sie den Bullaberg verlassen hatten, wo der große Kranichtanz stattgefunden hatte. Das alles klein, klein wiederzugeben, kann ich momentan nicht, denn ich habe ziemliche Probleme mit den Augen. Also erzähle ich euch das wichtigste, was zu erfahren war:

Nils hat Heimweh und bringt in Erfahrung, was er tun muss, um aus dem Winzling wieder zu seiner normalen Größe zu werden.

Er müsse dafür sorgen, dass Martin, die zahme Gans, wieder wohlbehalten zum elterlichen Hof zurückkehrte.

Doch als die Wildgänse so über das Land hinweg flogen, erinnerte sich Nils an den Erdkunde-Unterricht in der Schule. Plötzlich erkannte er die 3 Stufen, die 3 unterschiedlichen Vegetationsgebiete, von denen der Lehrer erzählt hatte.

Heute habe ich noch zwei Kapitel vorgelesen:

  • X. Die Reise nach Öland
  • XI. Die Südspitze von Öland

Martin, der Hausganter hatte sich in eine verletzte Gans verliebt und wollte nicht mehr weiterfliegen, bis sie wieder gesund war. Da wurde Nils als Chiropraktiker tätig und renkte den ausgerenkten Flügel der verletzten Gans wieder ein.

Er hätte alles ihm mögliche getan, damit Martin mit den Wildgänsen weiter flog!

Die Hitze fordert weitere Opfer

Auf dem Andachtspodest im Speisesaal sammeln sich immer mehr Todesanzeigen. Heute wären es mittlerweile schon 10 gewesen. Doch dazu reichte der Platz nicht mehr. Daher wurden die beiden Rahmen der schon am längsten dort stehenden durch neue ersetzt.

Frau Ga.s Name steht also nicht mehr dort.

Der Haustechniker und seine Mitarbeiter sind fleißig dabei, die Zimmer der Verstorbenen wieder zu renovieren, damit neue Bewohner einziehen können.

Heute morgen erfuhr ich, dass mein stimmgewaltiger Nachbar im Krankenhaus verstorben sei. Er wird also nicht mehr ins Gerhard Tersteegen Haus zurückkehren. Wieder ein neuer Name auf dem Andachtspodest. Dort las ich, dass er für heutige Verhältnisse gar nicht so sehr alt geworden ist. 75 Jahre alt ist heutzutage kein Alter zum Sterben mehr. Doch ich denke es war für ihn eine Erlösung. Jetzt kann er endlich seine Muddi wieder sehen.

Der verbleibende Rest der Bewohner, einschließlich mir sind erleichtert, dass die lauten Rufe erst einmal aufgehört haben.

Ich bin gespannt, wer demnächst in das Zimmer ziehen wird.

 

So war’s – Bastel-Besuch

Die Temperaturen steigen. Es war gestern schon unangenehm heiß. 😓 Heute soll es noch heißer werden. 39°C wird vorausgesagt. 😨

Da war es gut, dass mein Bastel-Besuch schon gestern Vormittag da war. Trotzdem war es morgens um 8:00 Uhr schon so warm in meinem Zimmer, dass ich die Fenster schließen musste und die Vorhänge zu zog. Daher ging ich mit meinem Besuch in den kleinen Speisesaal, um dort zu basteln.

Das Mädchen trug wieder ihr Namensschild mit der Berufsbezeichnung „Wohnbereichsmaskottchen“ das der Wohnbereichsleiter ihr mal gemacht hatte. Als ich sie sah, wie sie in mein Zimmer kam, staunte ich nicht schlecht. Sie war ganz schön gewachsen! „1 Meter 40!“, sagte sie stolz, als ich sie fragte, wie groß sie jetzt sei.

Auf die Frage, was wir denn basteln würden, sagte ich: „Du wolltest doch so einen Vogel machen, wie ich ihn an der Tür hängen habe“, ich zeigte auf den Vogel.

„Au ja! Basteln wir so einen?“, begeistert hüpfte sie auf und ab.

„Das ist der Plan!“, sagte ich, „Ich habe alle Zutaten dafür besorgt! Papier, Kleber, Wackelaugen, Schere, Tonpapier und Federn. Die Ergotherapeutin hat auch schon die Grundform des Vogels aus schwarzem Tonpapier für uns ausgeschnitten. Wir müssen nur noch aus buntem Papier Federn schneiden und die zusammen mit den echten Federn auf die Grundform kleben.“

Genau so machten wir es dann. Allerdings geriet das Wohnbereichsmaskottchen irgendwann in einen absoluten Federn-Rausch! Die selbst geschnittenen, bunten Federn klebte sie zuerst auf die Grundform. Dann waren die echten Federn dran. Mit dem Ergebnis war sie sehr zufrieden!

Heute wieder Bastel-Besuch

Da die Sommerferien lang sind und beide Eltern arbeiten, ist die Tochter meiner Pflegerin diese Woche ohne Betreuung, ohne Programm. Daher fragte mich die Pflegerin, ob ich immer noch Lust hätte, mit ihrer Tochter zu basteln. Dann würde sie Montagmorgen mit ins Gerhard Tersteegen Haus kommen.

Ich sagte sofort zu. Es hat immer viel Freude und Spaß gemacht, wenn wir zusammen gebastelt haben. Ich weiß, dass sie begeistert von dem Vogel war, den ich in der Ergotherapie gemacht habe. Wir wollen morgen versuchen, einen für Fiona zu machen.

Drückt mal die Daumen, dass wir das hinkriegen!

Mein Vogel vom April 2017.

Wird Miss Marple die neue Frau Ga.?

Dass Frau Ga. gestorben ist, hat auch irgendwie Auswirkung auf meinen Blog. Ich habe gerne kleine Geschichten von ihr erzählt, die mich zum Lachen gebracht haben. Diese Geschichten waren auch bei euch, meinen Lesern beliebt.

Jetzt ist ein Loch entstanden, wo die kleine Prinzessin mittags am Tisch meiner Tischfamilie saß. Sie fehlt uns sehr.

Aber sie fehlt mir auch im Blog. Ich schrieb gerne über meine Erlebnisse mit ihr. Dabei vergaß ich die beiden anderen, U. und Miss Marple. Also widme ich meine Aufmerksamkeit jetzt den beiden. Es ist schon interessant, welche Beobachtungen ich mache. Dabei habe ich keine neuen Tischnachbarn.

Natürlich ist jeder Mensch einzigartig. Frau Ga. kann man nicht einfach ersetzen.

Die Jahre mit Frau K. an meinem Tisch im Speisesaal waren wunderbar. Das waren meine ersten Jahre im Gerhard Tersteegen Haus. Wir verstanden einander fast blind. Sie teilte mein Interesse für Fußball. Sie war echter Fan von Borussia Mönchengladbach. Ich passte immer besonders auf, wenn die Fußball-Ergebnisse im Radio/Fernsehen verkündigt wurden. Am nächsten Morgen drehte es sich in unserem Gespräch dann um Fußball.

Da war die Zeit mit dem Wurzelsepp. Unsere Spaziergänge/fahrten durch den Garten des GTH. Ich vermisse ihn immer noch!

Dann gab es die Zeit, in der ich mir mit Herrn R. Schachpartien lieferte. Auch das war sehr erfüllend für mich und wieder eine ganz andere Herausforderung.

Einige Jahre gehörte auch Frau W. zu meiner Tischfamilie. Sie war außerdem Mitbewohnerin in U.s erstem Zimmer, einem Doppelzimmer. Über sie gab es auch viel zu schreiben. Sie erzählte mir von ihrem Leben vor dem Zweiten Weltkrieg. Damals lebte sie auf einem Gutshof in Ostpreußen. Ungestüm ritt sie die Kaltblüter ohne Sattel und fühlte sich frei. Eine ganz andere Zeit.

Diese 5 sind leider alle mittlerweile verstorben.

Es wird Zeit für neue Bewohner an unserem Tisch im Speisesaal. Ich bin gespannt, was sich da tuen wird. Ich werde darüber schreiben, wenn sich etwas tut!