Reis

Zum Mittagessen ist der Speisesaal unten immer ziemlich voll. Die wenigsten Bewohner möchten auf eine warme Mahlzeit am Mittag verzichten. Zumal, wenn sie so schmackhaft zubereitet wird, wie in der Küche des Gerhard Tersteegen Hauses.

Ich hatte darüber schon einmal ganz zu Anfang des Blogs geschrieben:

Speiseplan zum Mittagessen

Es gibt jeden Tag 2 Menüs, zwischen denen man wählen kann. Man darf sich sogar selbst sein Menü zusammenstellen. Fleisch von Menü 1 und Gemüse von Menü 2 zum Beispiel.

Die Vorsuppe war gestern schon verspeist, die Suppentassen abgeräumt. Das Servieren des Hauptgangs war bereits im Gange. Da ließ ein lauter Ausruf uns zusammenzucken:

„Also NEIN! Kein REIS!“, rief Frau B..

Die Hauswirtschafterin warf einen Blick in den Ordner mit den Bestellungen und sagte: „Aber sie haben Menü 1 bestellt.“

„Aber KEINEN REIS!“, sagte Frau B., „Oder haben Sie mich schon mal Reis essen sehen?!“

„Dann sollten sie das notieren. Ich kann nicht im Kopf haben, was ein jeder der 120 Bewohner isst.“

„Nein. Also Reis esse ich nicht!“, sagte Frau B. rechtschaffen und schob ihren Teller weit von sich weg.

Manchmal kann einem das Personal Leid tun. Seufzend nahm E. den Teller zurück und sagte: „Ich will sehen, ob in der Küche noch Kartoffeln zu haben sind.“

Natürlich bekam Frau B. dann doch noch Kartoffeln.

DAS Fußball-Derby

FC Schalke 04 gegen Borussia Dortmund

Fußball-Derby 15.04.2018 – pixabay.com – RonnyK

Gestern Morgen traf ich unseren Fußball-Fan, Obelix wie ich ihn im Stillen getauft hatte.

Wir fuhren mit dem Aufzug nach unten in den Speisesaal zum Frühstück. Er trug ein Trikot seiner Lieblingsmannschaft Schalke 04.

„Heute Derby!“, sagte er mir aufgeregt.

Ich blickte ihn fragend an. Es war noch früh am Morgen und ich hatte noch keinen Kaffee gehabt.

„Derby! Fußball!“, sagte er, fassungslos, dass ich nicht viel mit dieser Welt-wichtigen Information anfangen konnte.

„Ach so… Schalke gegen… Gladbach???“, versuchte ich mein Glück.

„Nein!!! … Andere Borussia!!! … Dortmund!!!“, verständnislos sah er mich an, „15:30 Uhr!!!“

Ahaaa, jetzt wusste ich Bescheid. Wie konnte ich nur so unwissend sein.

Abends beim Abendbrot erfuhr ich dann, wie das Spiel ausgegangen war. Schalke hatte 2:0 gewonnen! Obelix‘ Welt war in Ordnung. 😉

Hunger!

Um 0:24 Uhr tönte es plötzlich laut:

„Muddi! … Muuuuu-diiii! … Ich will was essen!!!!! … Muuuuu-diiii!!! … Ich habe Hunger!!!“

„Hunger!!!“

„HUUUUUUN-GER!!! ICH WILL WAS ESSEN!!!“

„EEEEESS-SSEN!!!

„HUN-GER …… HUN-GER … HUN-GER .. HUN-GER  . HUN-GER HUN-GER HUN-GER“

Immer schneller und lauter wiederholte sich das Wort. Ich läutete nach dem Nachtdienst. Derweil geriet der Nachbar in eine Art Rausch.

Dann erschien der Nachtdienst. Er fragte mich, ob ich etwas brauche.

„ICH nicht. Aber der Nachbar!“

Dann erschien eine weitere Pflegerin, die Nachtdienst auf einem anderen WB hatte. Zu zweit besänftigten sie den Bewohner.

Ich war mittlerweile so KO, dass mich einfach einschlief.

Morgens um halb 6 ging es wieder los. 😦

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Da muss sich etwas ändern. Um seinetwillen. Um meinetwillen. Das ist mittlerweile auch zum großen Thema unter den Angestellten geworden. Ich bin überzeugt, dass es passieren wird. Bis dahin übe ich mich weiter in Geduld. 😞

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Das ganze passierte bereits vor ein paar Tagen. Langsam scheint es sich zu beruhigen. Hoffe ich! Ich traue mich kaum, das zu schreiben. Von wegen schlafende Hunde soll man nicht wecken. *seufz*

Bis heute Nachmittag offline

Leider war ich bis heute Nachmittag offline. Erst hat es mich arg gestört, konnte ich doch nichts im Blog posten.

Auch störte es mich sehr, dass ich mir keinen Reim darauf machen konnte, woran das lag. Mit dem Smartphone kam ich problemlos ins Netz. Aber darauf ganze Beiträge zu posten, war mir zu anstrengend,

Ich fragte die Pfleger, wer mir denn helfen könnte. Am Vormittag hörte ich: „Hm… der M. kennt sich da ganz gut aus. Aber der hat Urlaub.“

„B. vielleicht… aber der hat dieses Wochenende frei.“

„Fragen Sie mal den Haustechniker… ab Montag…

Dann wechselte die Schicht.

Ich fragte F.. Der schaute sich das ganze an… und konnte mir doch nicht helfen. Zumindest nicht persönlich. Aber er kannte einen anderen. „F. vom anderen WB hat auch Spätschicht. Der hat mehr Ahnung als ich.“

Sprach’s und telefonierte bereits und bat ihn um Hilfe.

Er war gerade nicht beschäftigt und kam schnell vorbei. Er drückte einige Tasten, wechselte Fenster, klickte hier und da und…

JAAA!!!

Ich war wieder online!!!