Lösung – Wochenendrätsel – Zuordnungen (001)

 

Alarmknopf

Ich danke euch, dass ihr mitfühlt und Ideen entwickelt, wie man mir helfen kann. Daher will ich euch erzählen, wie es mit diesem Thema weiter geht.

Einen tragbaren Alarmknopf, der mit dem System vor Ort harmoniert / zusammenarbeitet gibt es hier leider nicht.😳

Was kann ich also tun?

Öfter um Hilfe bitten, bevor es schief geht. (Klar, ich weiß auch genau, wann soetwas passieren wird.) 😠

Die Schwester heute nachmittag hat mir gezeigt, dass der vorhandene Taster ein ziemlich langes Kabel hat und man ihn an andere Stellen legen kann. Demnach müsste ich also vorher wissen, wo ich falle? Das kommt mir seltsam vor.😡

Mein Fazit:

Ich will versuchen, mich nicht zu überschätzen.

Ich sollte häufiger Hilfe anfordern.

Lichter gehen (mir) auf

Ich habe überlegt, welcher Beitragstitel sowohl zu meiner Multiple Sklerose als auch zur Adventszeit passt. Schnell fiel mir der genannte ein.

Beides hat damit zu tun, dass

  1. mir in letzten Tagen bezüglich meiner Erkrankung ein großer Schritt bei der Akzeptanz der Tatsache, dass ich eine besch…..e Krankheit habe, die mein Leben nicht unbedingt leichter macht, ein Licht aufgegangen ist
    .
  2. in den geschmückten Straßen und Plätzen, den Fenstern und Gärten, den Fluren und Zimmern im Gerhardt Tersteegen Haus überall die Lichter der Dekoration leuchten

Zu Punkt 2 brauche ich wohl nicht viel zu erklären. Das passiert in der Vorweihnachtszeit überall also auch bei euch.

Doch was hat es mit Punkt 1 auf sich???

Ich habe sehr lange gebraucht, zu akzeptieren, dass ich durch die MS ein ganz anderes Leben führen werde, als ein gesunder Mensch. Ich habe mich dagegen gewehrt, diese Tatsache einzusehen. Ich habe sinnlos meine Kraft dafür verschwendet, gegen die MS zu rebellieren.

Rebellion – Wut – Ärger – Trauer ⇒ all das raubt Kraft, die wirklich viel sinnvoller eingesetzt werden könnte.

Es brauchte das Erleben absoluter Hilfslosigkeit, um mir die Augen zu öffnen, mir ein Licht aufgehen zu lassen.

Mein neuer Drucker wurde per Post angeliefert.

Ich brauchte Hilfe, ihn aus dem Karton zu befreien.

Ich brauchte Hilfe, ihn aufzustellen.

Dann wollte ich den Stromstecker in die Steckdose stecken. Dazu musste ich mich auf den Boden hocken.

Ach du Schei..! Die Beine verkrampften. Ich fiel um!

Und jetzt?

Ich kam nicht mehr hoch! Ich lag platt wie eine Flunder auf dem Fußboden. Sämtliche Kräfte hatten mich verlassen. Sogar über den Boden zu robben ging nicht! Und die Klingel war weit, weit weg auf der anderen Seite des Raumes.

Was tun? Ich rief nach Hilfe. Aber meine Rufe waren genauso matt wie ich mich fühlte. Wer sollte das hören???

Also versuchte ich, auf dem Boden liegend erst einmal neue Kraft zu sammeln. Dann kroch ich ganz langsam Richtung Klingel.

Als ich endlich an die Klingel kam, läutete ich um Hilfe. Vollkommen ermattet blieb ich auf dem Boden liegen.

Am nächsten Tag bat ich bei der Physiotherapie den Therapeuten, mir Tipps zu geben, was ich in so einer Situation tun könne, um vom Boden hoch zu kommen. Nach Fahrradfahren und Beinkraftgerät ging es auf den Boden.

Das war’s dann auch. Dort blieb ich dann und es wiederholte sich das Dilemma von Tags zuvor.

Ich war vollkommen kraftlos. Nichts ging mehr.

Tja. Das zu akzeptieren, ist schwer!

Ich fragte den Physio nach Übungen, wie ich mehr Kraft trainieren könne.

Später überlegte ich: „WARUM?“ Dadurch wird sich nichts verbessern. Ich habe eine fortschreitende Erkrankung. Da wird nichts besser.

WAS ich allerdings tun kann, damit es mir besser geht, ist, endlich zu akzeptieren, dass die MS eine schei.. Erkrankung ist. Ich habe sie. Sie wird bleiben. Ich kann sie nicht weghexen. Also:

genieße ich die schönen Dinge und Zeiten

es gibt sie!

ich muss sie nur sehen wollen!

Was hat eine GmbH im Gottesdienst zu suchen?

Ich dachte immer der Begriff GmbH sei in der Juristerei zu finden.

Doch als uns Hr. Hübner, der den heutigen Gottesdienst leitete, mit: „Liebe Bewohner und Anwesende des heutigen Gottesdienstes, willkommen in unserer GmbH hier im Gerhard Tersteegen Haus am heutigen Ersten Advent!“ begrüßte, überraschte uns das etwas.

„Doch, Sie haben richtig gehört… GmbH…

Gemeinde mit begründeter Hoffnung!

 

Image by Peggy Choucair from Pixabay

 

Das gefiel mir so gut, dass ich das heute bloggen wollte!

Wochenendrätsel – Zuordnungen (001)

Hier ist das neue Rätsel:

Sei gut zu dir

Ich liebe Gedichte von Robert Gernhardt (1937-2006). Eins davon will ich euch heute vorstellen. Da Gernhardt noch nicht seit mindestens 70 Jahren tot ist, sind seine Texte noch nicht automatisch gemeinfrei. Aber dieses kleine „Sinngedicht“ habe ich auf mehreren Seiten im Netz gefunden, sodass ich es hier zitieren will:

Sinngedicht

Sei gut zu dir.
Die Welt ist schlecht.
Das Unrecht blüht,
nimm dir das Recht
und tu den Schritt
zum Ich vom Wir:
Die Welt ist schlecht.
Sei gut zu dir.

(Robert Gernhardt)

gefunden auf Otium oder auch auf books.google

Im Prinzip geht der Sinn dieses Sinngedichts gegen meine Erziehung zum Altruismus, zur Empathie, zum moralischen Handeln.

Doch mittlerweile spricht man vom ‚gesunden Egoismus‘. Dieser sei wichtig für die seelische Gesundheit. Sogar mein Neurologe aus Münster, der damals die Diagnose Multiple Sklerose bei mir gestellt hat, sprach davon. Damals konnte ich noch nicht so viel damit anfangen. Doch ich musste immer wieder daran denken. Jetzt glaube ich, ich werde versuchen, diesem Rat nachzukommen. So viele schlaue Leute können nicht irren!

 Wie viel Egoismus tut uns gut?

Die heilende Kraft der Musik

„Musik ist nicht nur schön – sie bewahrt auch unsere Gesundheit.“ Stefan Kölsch, studierter Geiger, Psychologe und Soziologe, arbeitet heute in den Neurowissenschaften. In seinem Buch „Good Vibrations“ erklärt er, warum Musikliebhaber länger leben.

>>dlfkultur

Auch bei uns im Heim spielt Musik eine große Rolle. Die Bewohner lieben es zu singen. Wir haben Musiktherapeuten, die mit ihnen singen. Mal wird auf der Gitarre begleitet, mal kommt die Musik über einen Lautsprecher und das Internet.

Bettlägerige Bewohner werden auch schon mal von der Musiktherapeutin im Zimmer besucht. Sie bringt dann die Musik ans Bett.