Leck mich fett

Es gibt einen älteren Bewohner im Gerhard Tersteegen Haus der wird ziemlich unterschätzt. Er wohnt mittlerweile in dem Wohnbereich in dem auch die Dementen Bewohner untergebracht sind.

Er geht gerne im Garten spazieren. Jeden Morgen sehe ich ihn, wenn er mit seinem Rollator durch den Speisesaal geht, selber die Tür zum Garten öffnet und dann seine Garten-Runde dreht. Dabei geht er sehr langsam und bedächtig.

Ich lernte ihn kennen, als er noch auf einem anderen Wohnbereich zu Hause war. Daher kenne ich auch noch seinen Namen. Immer wenn er durch den Speisesaal schlich, begrüßte ich ihn mit Namen. Gestern reagierte er zum ersten mal. Ich begrüßte ihn wieder und er kniff ein Auge zu und lachte.

Seitdem begrüßen wir uns, wenn wir uns begegnen. Ich grüße ihn mit Namen. Er zeigt mir sein freundliches Lächeln.

Letztens sagte er zu mir: „Da können wir eh nichts dran machen. Wenn mir trotzdem einer blöd kommt, dann denke ich `Leck mich fett!´ “ Jetzt lachte er. Um seine Verbundenheit zu zeigen, kniff er wieder ein Auge zusammen.

Der Ausdruck aus seiner Jugend hat heute wieder Einzug bei der heutigen Jugend erhalten.

Das Leben umarmen

Eine Dame hier bei uns im Heim hat eine unheilbare Krankheit, ALS (Amyotrophe Lateralsklerose), die tödlich verläuft.

Mittlerweile ist sie schon sehr abgemagert, besteht nur noch aus Haut und Knochen. Ihre Hände baumeln an ihren Armen nur noch so herum. Sie kann nichts fassen, geschweige denn halten. Essen und Trinken muss ihr angereicht werden.

Trotzdem ist sie so positiv. Sie sagt: „Ich hatte doch ein reiches, ausgefülltes Leben. 5 Kinder die sich liebevoll um mich kümmern, mich besuchen. Ich habe 6 liebevolle Enkel. Auch aus ihnen ist etwas geworden.

„7 Jahre nach dem Tod meines Mannes lernte ich meinen jetzigen Mann kennen. Wir sind bis heute zusammen. Nun kam ein guter (trotz Unglück) Schicksalsschlag und wir landeten beide im GTH.“

Die Kinder sind von ihrem ersten Ehemann, der viel zu früh verstarb. Da waren die Kinder Teenager.

Wie kann es sein, dass ein Mensch zwei so schwere Schicksalsschläge aushalten muss!?

Wie kann es sein, dass dieser Mensch trotz allem so positiv ist (wenigstens nach außen)?

Sie kann sich an den kleinen Dingen des Lebens erfreuen, blühende Blumen, wenn die Bäume anfangen die ersten Blätter zu bekommen…

Mit ihr kann ich mich gut unterhalten, denn sie ist ebenfalls kunstinteressiert, liest gerne die Zeitung, um zu wissen was in der Welt so passiert. Von ihr kann ich lernen, das Leben positiv zu sehen, es zu umarmen.

Sie ist einfach eine tolle Frau!

Kaffee-Liebhaber

Dass ich ein Kaffee-Liebhaber bin, hat sich in meiner Blog-Gemeinde längst herumgesprochen.

Anfangs habe ich einige Päckchen mit Espresso-Tütchen bekommen. Doch leider erlebte ich sich seit einiger Zeit Ruhe an der Kaffee-Front.

Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich wieder Post bekam! Kein kleines Päckchen, sondern ein recht großes!

Es enthielt viele Tütchen Espresso und eine riesige Schachtel Kekse! Ich war (und bin immer noch) im siebten Himmel!

Herzlichen Dank dafür! (D. warst du es wieder?)

Kaffee und Kekse

Lösung – Städte-Raten

Bundesverband für Gedächtnistraining  http://www.bvgt.de

Wochenendrätsel – Lustige Worträtsel (41 – 50)

41) Ermittelt die Anzahl der Musiker
42) Alterndes Filmidol
43) Weg zur Kneipe
44) Windstille unterm Schuh
45) Weichtier in schlechter Verfassung
46) Verehrer eines Öffners
47) Behälter für ein Möbelstück
48) Chauffeur eines Zimmers
49) Festmahl für Kannibalen
50) Handwerker für Unsichtbares
(c)www.raetselstunde.de

Acrylfarbe gießen (Acrylic Pouring)

Ich arbeite gerne kreativ. Da ich durch die Multiple Sklerose sehr eingeschränkt bin (rechts geht nicht mal das Schreiben per Hand mehr wie früher) ist das feine Malen mit der rechten Hand nicht mehr möglch (ich bin Rechtshänderin!).

Daher bin ich froh, wenn ich in der Ergotherapie neue Ausdrucksmöglichkeiten kennen lerne.

Erinnert ihr euch an meine Bilder, die durch Spachteln von Acrylfarbe entstanden?

Mit Acrylfarbe lassen sich durch viele interessante Techniken Bilder kreieren.

Die neueste Technik, die ich anwenden durfte nennt sich Acrylfarbe gießen oder Acrylic Pouring. Die Technik kommt ursprünglich aus den USA.

Man überlegt sich, welche Farben im Bild vorkommen sollen. Nun werden die Farben mit Wasser und Pouring Medium verdünnt. Dann gießt man diese Farben übereinander in einen Plastikbecher bis dieser randvoll ist. Nun kurz und vorsichtig leicht umrühren.

Als nächstes wird eine Leinwand auf den Becher gelegt und beides dann um 180 Grad umgedreht. Der Becher wird dabei die ganze Zeit fest auf die Leinwand gepresst.

Jetzt wird die Leinwand samt Becher auf den Tisch gelegt. Nachdem eine kurze Zeit gewartet wurde, damit bei der Farbzusammenstellung im Becher wieder Ruhe eintreten kann.

Zu guter Letzt wird der Becher senkrecht (Wichtig!) von der Leinwand hochgezogen, sodass sich die komplette Farbe über die Leinwand ergießt.

Man bewegt die Leinwand vorsichtig hin und her bis die weiße Leinwand überall mit Farbe bedeckt ist.

Fertig ist das Kunstwerk!

Wochenendrätsel – Städte-Raten

Bundesverband für Gedächtnistraining  http://www.bvgt.de

Wer braucht denn da noch Frühstücksfernsehen?!

Die amusantesten Geschichten sammle ich beim Essen unten im großen Speisesaal.

Eine Mitarbeitgerin der Hauswirtschaft lieferte sich heute ein sehr lustiges Wortgefecht mit einer Bewohnerin. Nennen wir die beiden HW (Hauswirtschafterin) und BW (Bewohnerin).

HW geht mit dem Wagen mit den Speiseangeboten zum Frühstück durch die Reihen der Tische der Bewohner: „Also, watt willse haben?“

BW: „Hm… ein Scheibe Weißbrot… eine Scheibe Schwarzbrot… Aufschnitt… „

HW zeigt ihr die Aufschnittplatte.

BW: „Leberwurst und Mett.“

HW: „Leberwurst ist keine mehr da und Mett habe ich nicht.“

Die BW überlegt… … ach ja und etwas Käse…“

HW: „War es das dann jetzt? Ich muss weiter. Die anderen Bewohner wollen auch frühstücken.“

BW: „Hmpf… „

Die HW ging weiter zum nächsten Bewohner.

Der wünschte sich auch Leberwurst und ein Körnerbrötchen… ach ja und Zwiebelmett.

HW: „Die ganzen Körnerbrötchen sind weg. Zur Zeit sind die Körnerbrötchen sehr gefragt. Ich sag mal in der Küche bescheid dass wir davon mehr bestellen sollten.
Leberwurst haben wir vielleicht noch in der Küche. Ich schau mal nach.“
Sprach’s und eilte schon weg.

BW hörte mit offenem Mund zu.

HW kehrte mit Leberwurst zurück.

BW: „Für mich haben Sie das nicht getan!“

HW ging zu ihr zurück und gab ihr eine Scheibe Leberwurst.

BW grinste und meinte: „Na, es geht ja doch!“

HW grinste auch: „Ein wenig Spaß muss sein!“

BW: „Ja, ja… und Mett gibt es also wirklich nicht.“

HW: „Also… sie muss immer das letzte Wort haben!“

BW: „Genau!“, und grinste vor sich hin.

Da hatten sich 2 gefunden.

Terrassen-Umbau

Zu jedem Wohnbereichgehört eine kleine Terrasse. Auch wir haben eine. Sie wird allerdings meist von Rauchern (Bewohner und Personal) benutzt.

Letztens hat sich das Personal dazu entschlossen die zugestellte Terrasse neu zu arrangieren. Die selten benutzten Möbel wurden weggeräumt. Die restlichen Gartenmöbel fanden einen neuen Platz.

Die Terrasse wirkte mit einem mal größer. Es gab Platz zwischen den Tischen, der breit genug war, dass Rolli-Fahrer problemlos die ganze Länge des Balkons erreichen können.

Wochenendrätsel – Lustige Worträtsel 31-40

31) Fruchtiges Sinnesorgan

 

32) Hieb eines Federviehs

 

33) Eisenbahn für Trinkgefäße

 

34) Globale Kneipenflaute

 

35) Explosionskörper aus Maßeinheiten

…………………………………………………………………………….

36) Gewicht auf Rädern
………………………………………………………………………….

37) Fahrgeschäft
……………………………………………………………………………..

38) Flüssigkeit zum Bestimmen von Längen
……………………………………………………………………………….

39) Feuerwehr-Zeitung
……………………………………………………………………………………

40) Film über ein afrikanisches Lebewesen

(c)www.raetselstunde.de