Dornröschenschlaf

Vergangene Woche gab es ganz unerwartet ein wunderbares Tischgespräch.

Eine sonst stets schweigsame, zurückgezogene Bewohnerin des Tisches taute regelgerecht auf und erzählte uns von ihrem Beruf früher.

Was früher einmal war, daran erinnert sich der demente Mensch am besten.

Die Zimmermitbewohnerin (sie haben ein Doppelzimmer) half Frau Z immer wieder auf die Sprünge wenn sie stockte.

Bild von Jo Justino auf Pixabay

Viele Bewohner sind mehr oder weniger dement. Aber beim Gespräch über den Beruf, den sie früher ausgeübt haben, erwachen sie aus ihrem Dornröschenschlaf.

Frau Z war niemals verheiratet. Der etwaige Bräutigam war der Mutter nie gut genug. So waren Frau Z und ihre Schwester nie vermählt.

Der Bruder schon. Er schenkte der Mutter drei Enkelkinder. Das sind die heißgeliebten Neffen der Schwestern. Diese Neffen besuchen ihre Tante Frau Z treu einmal wöchentlich hier im Gerhard Tersteegen Haus in Krefeld. Die Neffen selber wohnen in den Niederlanden.

Ach, ich komme von X nach U. Für heute soll es das gewesen sein. Es ist eben auch für mich eine interessante Geschichte.

Ein Kommentar zu „Dornröschenschlaf

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