Geplänkel beim Frühstück

Mittwochs und Sonntags gibt es zum Frühstück ein Ei. Gerade die Männer sind davon begeistert (euphorisch?). Es hilft auch dem recht müde dahin plätschernden Tagen und Wochen eine gewisse Struktur zu geben.

Frau Yx sitzt zusammen am Tisch mit Herrn Jx und Frau Ug. Das heißt, eigentlich muss sie oben auf dem Wohnbereich essen, damit die Pfleger*innen besser sehen können, dass sie genug isst. Sie ist sehr dünn. Ihre Kleider schlackern nur so.

Unten aß sie fast garnichts. Die Hauswirtschaft gibt in so einem Fall Rückmeldung an den Wohnbereich. Dort wird dann entschieden was zum Besten für den*die Bewohner*in getan werden soll, damit er*sie nicht verhungert.

Wenn sie fertig ist, kommt sie nach unten und setzt sich an den Tisch mit Herrn Jx und Frau Ug. Kaum angekommen labert sie an einem Stück.

Herr Jx ist genervt, weil sie ihm ständig die selben Fragen stellt.

Fr. Yx: „Was is heute fürn Tag? Mittwoch?“

Hr. Jx: „Nee… morgen Mittwoch… morgen Eier!“

Er liebt Eier. Eier und Fleisch! Gemüse mag er garnicht.
‚Fleisch ist mein Gemüse‘ ist der Titel eines Buchs von Heinz Strunk. Scheint so ein Männerding zu sein.

Fr. Yx: „Gibts heute Tatort?“

Hr. Jx ist genervt: „Gibts jeden Tach. Immer andere Sender. Wo heute weiß ich nicht.“

Herr Jx ist genervt, weil sie ihm ständig die selben Fragen stellt.

Fr. Yx: „Was is heute fürn Tag? Mittwoch?“

Wenn Hr. Jx keine Vollglatze hätte, würde er sich nun bestgimmt die Haare raufen.

3 Kommentare zu „Geplänkel beim Frühstück

  1. Danke für die sehr lebensnahe Geschichte; ich konnte es mir sehr gut vorstellen.
    Männer und Fleisch ist glaube ich wirklich eine nicht immer rational geprägte Beziehung… Dazu muss ich mich auch bekennen…

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