Tag 09 des Corona-Shutdown – Angst vor Corona

Heute, am 9. Tag ist immer noch kein Ende des Ausgangsverbots für Bewohner in Sicht. Neues dazu wird das Leitungsteam am 03. Mai mitteilen. Bis dahin bleibt das Ausgangsverbot für Bewohner, die ja zur Risikogruppe gehören, erst einmal bestehen.

Gut, dass das Wetter nach wie vor schön ist!

Es ist kühl und sonnig!

Überall sind die ersten Blüten zu sehen.

Heute war der Wind milder und nicht mehr so kräftig. Daher kamen auch mehr Bewohner in den Garten. Aber dass man sich nicht zu nahe kommen sollte, sich nicht zur Begrüßung die Hand geben soll, das verstehen die allerwenigsten.

Als immer mehr Leute kamen, fühlte ich mich bedrängt und ich flüchete wieder ins Haus.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Mir macht der Crona-Virus langsam Angst. Wie soll das nur weitergehen? Vielleicht schaffen wir es tatsächlich das Virus aus dem Heim zu lassen, das GTH als keimfreie Zone. Aber was wird dann wenn draußen alle immun sind nur wir nicht? Stürzt sich dann das Virus auf uns und wir werden alle krank?

Manchmal wünschte ich mir, ich könnte jetzt schon raus und das Virus bekommen und dann immun sein. Oder tot. Dann wäre es wenigstens vorbei… Aber ich wil eigentlich noch nicht sterben. Ich denke dann immer, ich würde einen ganz leichten Verlauf haben. Doch wer weiß das schon.

Vorher hatte ich nur Multiple Sklerose. Da hatte ich Angst vor dem nächsten Schub.

Jetzt habe ich immer noch MS und Angst vor dem nächsten Schub. Zustzlich habe ich Angst vor dem Corona-Virus. Na toll… 😥

32 Kommentare zu „Tag 09 des Corona-Shutdown – Angst vor Corona

  1. Die Isolation in Heimen finde ich auch schlimm. Ich arbeite in einem Heim für psychisch Kranke. Wir arbeiten jetzt mit Mundschutz, was komisch ist, stelle ich mir vor- wenn man immer in diese weißen, mundlosen Gesichter schaut. Wir bieten keinerlei Gruppenaktivität mehr an, verlassen das Gelände nicht, und jetzt sind auch die Speisesäle zu, die Leute essen auf ihren Zimmern. Dort sollen sie bleiben, sich bitte auch nicht gegenseitig besuchen. Da bleibt für viele nur das Bett. Das ist wie Einzelhaft, stelle ich mir vor. Und das soll noch Wochen dauern?
    Alles Gute.
    https://beatekalmbach.home.blog/corona/
    ein Tagebuch

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      1. Schlimm auch, dass man gegenwärtig noch gar nicht absehen kann, wann das wieder anders wird. Ich hoffe, uns reichen Durchhaltevermögen und Fantasie, um da durch zu kommen. Alles Gute.

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  2. Hallo zusammen,
    unsere Mutter lebt auch in einem Pflegeheim nach einem Schlaganfall. Sie ist erst65 Jahre alt. Das allein ist schon schlimm genug. Aber nun können wir sie nicht einmal mehr besuchen. Trotzdem ist es unsere Aufgabe, Menschen in Heimen zu schützen. Danke dass ihr dieses Thema hier ansprecht. Wir wünschen allen, dass sie gesund bleiben und die Menschen nicht vergessen, die uns zu dem gemacht haben, was wir jetzt sind: Unsere Eltern und Ureltern, die jetzt unsere Hilfe und unseren Schutz brauchen – in dieser schweren Zeit mit Corona. Lg vom Georg

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  3. > Aber was wird dann wenn draußen alle immun sind nur wir nicht?

    Je mehr Leute immun sind, desto geringer wird die Ansteckungsgefahr. Gleichzeitig steigt mit der Zeit die Chance, dass geeignete Medikamente zur Verfügung stehen.

    Ich wünsche euch allen, dass ihr gesund bleibt!

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  4. Ich glaube, viele Menschen haben jetzt Angst. Auch ich habe Sorge um viele geliebte Menschen. Auch um mich selbst, denn es gibt alte und junge Menschen, die beatmet werden müssen. Aber es gibt genauso alte und junge Menschen, die die Infektion auf eine leichtere Art durchmachen. Ich versuche, mich und Menschen um mich herum so gut wie möglich zu schützen. Das bedeutet ein Stück weit Isolation. Das ist zunehmend schwerer zu ertragen. Man fängt an, innerlich zu rotieren. Dann muss das Radio aus, der Fernseher bleibt aus, das Internet und ich rufe einen guten Freund an oder ich gehe bei dem Wetter in den Garten, genieße die Blumen. Ich weiß ja, im Grunde heißt es durchhalten. In China und in Seattle wird bereits ein Medikament getestet, das in der Lage sein soll, eine Infektion mit dem Corona-Virus wirksam abzumildern. Auch, wenn das erst der Klinische Phase I -Test ist, so gibt das doch Hoffnung. Je mehr Menschen nun auch – hoffentlich – immun werden, umso mehr „hungert“ das Virus aus, die Ansteckungsgefahr wird sich, zwar sehr langsam, aber doch verringern. Das versuche ich, im Auge zu behalten. Unsere Eltern und Großeltern haben sich jeden Tag hohen Lebensrisiken gegenüber gesehen, während und in der ersten Zeit nach dem 2. Weltkrieg. Sie haben das geschafft, und wir werden es schaffen, unsere Corona-Krise zu meistern, da bin ich zuversichtlich, auch ganz persönlich.

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  5. Liebe Katrin,
    es ist gut, dass wir wissen, wie wir uns bestmöglich schützen können. So kann der Verlauf in Bahnen gelenkt werden und die Krankenhäuser werden nicht hoffnungslos überlastet. Ob ich, ob Du, ob jemand anderes sich irgendwann ansteckt oder nicht, wissen wir nicht. aber so ist die Wahrscheinlichkeit am geringsten. Ob der Verlauf dann schwer oder leicht verläuft, kann man auch nicht voraussehen. Aber wenn wir durch unsere einschränkenden Maßnahmen Zeit gewinnen, rückt die Chance, dass es bald einen Impfstoff gibt, immer näher. Und vielleicht werden dann auch bald wirksame Medikamente gefunden?

    Ich stelle mich darauf ein und schütze mich bestmöglich. Und wenn ich doch irgendwann mal angesteckt werde, dann ist es so. An einer heftigen Grippe kann man auch sterben. Und wenn morgen ein Unfall passiert, könnte ich auch schon morgen sterben. Ich bin da aber eher zuversichtlich und freue mich darüber, dass ich jeden Tag aufs Neue vieles erleben kann.

    Es ist schön, dass Du immer wieder von Dir und dem Heim schreibst! Ich wünsch Dir alles Gute und dass Du die Abgeschlossenheit gut überstehst!
    Herzlichen Gruß, Michael

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  6. Wir sitzen das jetzt einfach aus, Katrin. Ich sitze auch Zuhause rum und hoffe, dass so schnell wie möglich eine Impfung hergestellt wird.
    Ich hoffe, es ist ein Trost für Dich, viele sind in unserer Situation.
    Du wirst dort geschützt, auch wenn es langweilig ist. Ich habe heute gelesen, dass Bill Gates, der die Pandemie vorausgesagt hat, dass bei gutem Management und Testen die Welle in wenigen Wochen vorbei ist. Wuhan macht es uns ja schon vor. Sie werden ab Mitternacht langsam wieder aus ihrer Isolation befreit.
    Liebe Grüße, Barbara 😘

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      1. Ich kenne Katrin seit vielen Jahren und auch ihr Interesse an wissenschaftlichen Themen. Ich denke, das sollte man ihr überlassen.
        Und Du kennst Bill Gates offensichtlich nur als Microsoft Gründer.
        Er ist ein hoch intelligenter Philanthrop. Microsoft interessiert ihn schon lange nicht mehr.

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  7. Das Virus stürzt sich auf niemanden, es sucht nicht nach Beute. Es handelt weder planmäßig noch zielgerichtet noch sucht es Beute/Opfer.
    Es ist einfach da..

    Und irgendwann ist auch ein Impfstoff da.
    Nur nicht den Mut und die Hoffnung verlieren.
    Toi toi toi
    Liebe Grüße
    Lutz

    Gefällt 3 Personen

      1. Das ist natürlich ätzend, aber im Grunde nur konsequent… Mein Unternehmen, genauso wie diverse Geschäftspartner etc., haben (soweit sie nicht komplett den Betrieb eingestellt haben) auch sämtliche Veranstaltungen etc. bis (vorerst) Anfang Mai abgesagt. Im Moment rechnet zumindest in meinem geschäftlichen Umfeld niemand damit, dass schon in zwei Wochen alles vorbei sein könnte, gedanklich geht die Planung eher in Richtung noch weitere Absagen…

        Ihr habt im GTH ja, schon alleine durch das (unvermeidbare) Personal, das bei euch nach wie vor ein und aus geht, gezwungenermaßen mehr Kontakte als andere, die sich in ihrer Wohnung einschließen können, und dazu gehören die meisten Bewohner zu einer Risikogruppe… ich kann verstehen, dass man da versucht, zumindest alle vermeidbaren Risikoerhöhungs-Faktoren auszuschließen.

        Ich habe auch manchmal schon gedacht, am einfachsten wäre es, wenn es mich erwischen würde und ich es dann hinter mir hätte. Einige Kollegen von mir (zum Glück von anderen Standorten, zu denen ich keinen Kontakt hatte) wurden nach dem Skiurlaub im Risikogebiet positiv getestet und haben alle nur Erkältungssymptome… Aber zum einen ist ja nach wie vor nicht erwiesen, dass man wirklich immun ist hinterher. Zum anderen kann einen (selbst wenn man nicht zur Risikogruppe gehört) eben auch ein schwerer Verlauf treffen…

        Sei froh, dass ihr eine umsichtige Leitung habt – und den Garten, um frische Luft und Sonne zu tanken!

        Hast du Amazon Prime und/oder Netflix? Man kann nicht 24 Stunden am Tag Serien schauen, aber ein paar Stunden, wenn einem die Decke auf den Kopf fällt, bekommt man damit schonmal um. In den Mediatheken von WDR und ZDF gibt es auch jede Menge echt gute Dokus kostenlos und ohne Anmeldung zum Ansehen – „Menschen hautnah“ bzw. „37 Grad“ finde ich oft sehr interessant und gut gemacht.

        Gefällt 2 Personen

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