Beschäftigungen und Hobbys

Im Heim wohnen heißt, vieles, was man früher gemacht hat, fällt weg.

Das sind zum einen lästige Aufgaben, wie

  • Einkaufen,
  • Kochen,
  • Wäsche waschen,
  • Bügeln,
  • Staubsaugen,
  • Aufräumen,
  • das Auto in die Werkstatt fahren zur Inspektion,
  • Reifenwechsel
  • Autowäsche
  • und, und, und…

Aber auch Aufgaben, die man gerne gemacht hat, fallen weg. Das ist altersbedingt, oder krankheitsbedingt. Keiner der Bewohner ist ganz freiwillig hier.

Trotzdem suchen die meisten Bewohner nach einer „sinnvollen“, „befriedigenden“ Beschäftigung im neuen, wahrscheinlich letzten Zuhause.

  • Manch einer liest unheimlich viel.
  • Einige Damen sind bei jedem Wetter an der frischen Luft. Je nach Fähigkeit Rollator schiebend zu Fuß oder mit Rolli rollend oder an einem schönen Platz im Rolli sitzend, genießen sie die frische Luft.
  • Einige Damen, wenige Herren handarbeiten, stricken, häkeln, quilten, malen, zeichnen oder malen Mandalas aus.
  • Ganz wenige sind mit Computer oder Tablet beschäftigt oder spielen mit dem Handy.
  • Viele schauen gerne und viel Fernsehen.

Eigentlich wollte ich über den neuen Bewohner schreiben, der ganz sorgfältig mit Buntstiften Mandalas koloriert. Dazu wollte ich jedoch ein paar Fotos von seinen Werken machen. Doch leider habe ich ihn gestern Nachmittag nicht mehr gefunden. Doch das hole ich noch nach. Er ist nämlich ganz stolz auf seine Bilder. Er brachte sie einmal mit herunter in den Speisesaal, um sie dort den Damen am Nachbartisch zu zeigen. Leider hatte ich da mein Handy nicht dabei.

Aber ich bleibe dran!

 

2 Kommentare zu „Beschäftigungen und Hobbys

  1. Ich stelle es mir schwierig vor, seinen „Alltag“ anzupassen. Gerade jetzt merken wir alle, wenn auch wahrscheinlich nur für eine begrenzte Zeit, wie sehr „Routineabläufe“ unser Leben bestimmen. Auf der anderen Seite kommen vielleicht auch die versteckten Fähigkeiten zum Vorschein und zum Zuge. Ich weiss, es ist ein Unterschied und auch nicht zu vergleichen, ob man sein Leben anpassen muss, weil ein Hanidcap einen dazu zwingt und man auch mit dem Gedanken leben muss, dass es wahrscheinlich nie mehr so sein wird wie früher, oder ob man immer noch die Zuversicht hat, dass die Situation in einer absehbaren Zeit sich wieder ändert.

    Ich freue mich übrigens auch, die Mandalas zu sehen. Mir gefallen diese Art Bilder, leider habe ich da irgendwie gar keine Ruhe dazu
    Liebe Grüsse
    Jörg

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