In humaner Sache!

Unfassbar, was da abgeht!!!

geschmacklos verwirrend tucholskyesk polyradikal

Video über die Arbeit der Seenotretter*innen:

http://spiegel.de/video/fluechtlinge-new-york-times-ueber-rettungsaktion-video-99024503.html

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5 Kommentare zu „In humaner Sache!

  1. Liebe Katrin, herzlichen Dank für dein Angebot, meine Kommentare noch mal deiner Leserschaft zu zeigen. Ich weiß nicht, ob das so gut ist. Was ich geschrieben habe, dazu stehe ich zwar, aber ich möchte dich auch nicht verführen, nun eine endlose politische Diskussion auf deiner Seite loszutreten. Solche Diskussionen werden manchmal sehr unübersichtlich, es kommt zu schäbigen Angriffen, man braucht gute Nerven dafür. Ich selbst habe natürlich auch drüber nachgedacht, ob ich meine Ansichten zu diesem und anderen brennenden Themen in eigenen Beiträgen schreiben soll. Aber ich hab mich noch nicht getraut.
    Du kannst das machen, natürlich, meinen Segen hast du, aber ich möchte dich doch gewarnt haben. Liebe Grüße! Gerda

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  2. Liebe Katrin, es ist grauenhaft, was auf See geschieht. Doch man kann die Situation nicht auf die Mittelmeer-Passage reduzieren und sollte die Libyer nicht kriminalisieren, weil sie irgendwie auf den Druck reagieren müssen.
    Wodurch wurde Libyen denn zu einem „Schurkenstaat“? Ist das Land nicht selbst vom Bürgerkrieg zerrissen, weil der Westen es zusammengebombt und dann im Stich gelassen hat? Versucht nicht auch die libysche Küstenwache, gegen kriminelle Gruppen vorzugehen, ist aber zu schwach?
    Auch Italien, Malta, Griechenland sollte man nicht kriminalisieren, weil diese Länder nicht immer mehr Flüchtlinge aufnehmen können, die dann nirgendwo hinkönnen! Die allermeisten wollen ja gar nicht hier bleiben, sondern zB nach Deutschland, nach Belgien, nach Schweden. Und die wollen keine Menschen mehr aufnehmen.
    Und dann: Warum hauen so viele junge Menschen aus Schwarzafrika ab? welche Rolle spielt da die westliche Welt, welche Rolle die heimischen „Eliten“, welche die Propaganda der Menschenhändler, welche die modernen Kommunikationsmittel, die gewaltige Illusionen bei den jungen Leuten nähren? welche die Religion? Beispielsweise hat Nigerien inzwischen schon fast 200 Millionen Einwohner, die Bevölkerung hat sich seit der Unabhängigkeit verfünffacht, und sie wächst und wächst, jede Frau bekommt durchschnittlich 7 Kinder. Was tut die Regierung dort? Wo bleibt das Geld der Ölförderung? Was ist mit den anderen Quellen von Afrikas Reichtum, den Bodenschätzen? Wie sind die Arbeitsbedingungen zB im Sudan? Im Kongo? Wer profitiert?
    Welche Rolle spielen die heimischen Milizen, die Bürgerkriege, der Islamismus, die Rassenkonflikte und Grenzstreitigkeiten, die alten Kolonialmächte? So viele Fragen.
    Antworten gibt es. Aber die will kaum jemand hören. Man sollte seine Kräfte einsetzen, um die URSACHEN zu beseitigen. Stattdessen empört man sich über FOLGEN. Und die Bevölkerungen der europäischen Länder zerstreiten sich, die Rechten haben Zulauf, die Demokratie wird zerstört. Und niemand sagt offen: Es geht nicht, wir schaffen es nicht, Hundertemillionen von Menschen bei uns aufzunehmen. Es ist auch nutzlos. Denn die URSACHEN der Massenflucht bleiben weiter bestehen.
    Liebe Grüße!

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    1. Liebe Gerda,
      du hast einen sehr klugen, guten Kommentar geschrieben!
      Ich glaube kein denkender Mensch meint, dass das Flüchtlingsproblem ein einfach zu lösendes ist. Wäre es so, dann wäre es längst geschehen. Aber das Leid der Menschen geht mir ans Herz. Dann setzt mein kluger Verstand einfach aus. So kam ich dazu diesen Beitrag zu Rebloggen. *seufz*
      Was wäre das Richtige zu tun?
      Ich sitze hier im sicheren, trockenen, reichen Deutschland und fühle mich zu unrecht so privilegiert. Ich möchte helfen!!! *seufz*
      Gott hat uns echt überschätzt, als er uns den freien Willen gab.

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      1. Liebe Katrin, wie gut ich dich versteh! Möchte denn nicht jeder gern helfen? Will etwa der italienische Hafenbeamte, der libysche Kapitän, dass Menschen ertrinken? Haben wir nicht alle ein fühlend Herz? Aber die, die sich auf der guten Seite wähnen, weil sie für Seawatch etc werben und spenden, die gehen mir wegen ihrer Scheinheiligkeit schrecklich auf den Geist. Gestern las ich bei „Die Welt“, dass sich zB auch der Siemenschef empört über das italienische Vorgehen zeigt. Und was macht Siemens in der Welt? durchaus nicht nur Waschmaschinen, sondern ein höchst lukratives Waffengeschaft. Und schmeißt trotz riesiger Gewinne hunderttausende von Mitarbeitern raus, um die dividenden zu erhöhen. Und besticht massiv die Politikerbagage der armen Länder, um Anlagen zu kaufen, die dann den doppelten und dreifachen Preis kosten – natürlich zu lasten der Bevölkerung und zur Bereicherung der korrupten Eliten. Nur so als Beispiel.
        Es ist, schlicht, zum Kotzen. Ich halte es nicht mehr aus, wie arrogant sich diese Gutmenschen über die schwierigen Entscheidungen zB der Italiener hinwegsetzen. „Wir retten, ihr sperrt ein“, oder der Libyer: „Wir retten, ihr seid Banditen und bringt hilflose Menschen um“. Welch ein Hohn! Wer hat denn Ghaddafi gestürzt, so dass Libyen zu einem „gescheiterten Staat“ wurde? Die italienische Marine hat seither 180 000 Menschen aus dem Meer gefischt – und was war das Ergebnis? Berlin hält an Dublin fest – denn es hat keine europäischen Außengrenzen, und spielt den Gutmenschen auf Kosten der anderen Nationen, Dabei will ich die restriktive deutsche Aufnahmepolitik nicht einmal tadeln – denn die Gefahr der gesellschaftlichen Spaltung und der faschistischen Reaktionen bis hin zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen in Europa wird immer deutlicher. Was mich empört, ist die Scheinheiligkeit, Der Bundespräsident ist der Meisterheuchler! Böhmermänner bestimmen die deutsche Politik! Wäre ich Italiener, ich würde vor Wut über die deutsche Tadellosigkeit platzen.
        Ach, Pardon, liebe Katrin, aber auch mir platzt manchmal der kragen. ich lebe in einem Land, das durch die deutsche Politik zu Tode gerettet wurde. Außer Tourismus wächst hier nix mehr. Die gut ausgebildeten jungen Menschen wandern nach Deutschland und sonstwo aus, so dass es hier an allen Enden und Ecken fehlt und die entwicklungschancen gering sind. Gleichzeitig sollen wir humane Lebensbedingungen für hunderttausende Gestrandete aufbauen, die man in Deutschland oder sonstwo natürlich nicht haben will (Schengen!). Und die feinfühligen Touristen meiden die Inseln, auf denen die Gestrandeten leben bzw wo vielleicht die Leiche eines ertrunkenen Kindes anschwemmen könnte. Sollen die griechischen Inseln zu Flüchtlingscamps verkommen! wie praktisch, sie liegen ja auch so wunderbar nah an den Konfliktzonen, das erspart so viel Sprit. ….
        Genug, liebe Katrin. ich musste mein Herz erleichtern und fand nun deine Seite dafür geeignet. Ich verstehe dich sooo gut! Danke. Gerda,

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      2. Liebe Gerda,
        ich gebe zu, ich musste erst einmal schlucken, als ich deinen Kommentar las. Uff!
        Doch du hast Recht mit dem, was du sagst. Am liebsten würde ich deine beiden Kommentare zu dem Post „In humaner Sache“ der Leserschaft meines Blogs noch einmal in einem eigenen Beitrag zu lesen und nachdenken geben! Natürlich unter Nennung deines Namens/Blogs. Aber nur, wenn du damit einverstanden bist!

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