Leben lernen mit einer unheilbaren Krankheit

Unter diesem Titel lud die 16-jährige Leonita S., 2 Wochen lang Praktikantin im Sozialen Dienst des Gerhard Tersteegen Hauses, die Bewohner zu einer Gesprächsrunde ein.

Das interessierte viele Bewohner. Denn fast alle von uns haben so ein Schicksal. Daher war der Seminarraum auch gut gefüllt.

 

Um das anzustoßen, begann Leonita. Ihre Stimme war recht schwach. Daher bekam sie ein Mikro. Dann stellte sie sich vor und begann die Gesprächsrunde damit, erst einmal indem sie uns alle begrüßte und dann erklärte, wie sie sich das Ganze vorstellte.

Sie erzählte erst einmal von sich. Vor drei Jahren bekam sie die ersten Symptome der Friedreich Ataxie. Das ist eine sehr seltene Erkrankung. Sie hat vielfältige neurologische, psychische, orthopädische und kardiologische Symptome. Trotzdem sei sie ein sehr positiver Mensch und genieße das Leben, wo es nur geht. Das verdanke sie ihrer Mutter. Ihr absoluter Wunschtraum sei es, einmal einen Fallschirm-Sprung gemacht zu haben! Die Gesprächsrunde habe sie sich so vorgestellt, dass sich jeder kurz vorstelle, seine Einschränkung/Krankheit und dann seinen Wunsch, den er für sich habe, nenne.

Es wurde eine sehr interessante Runde, geleitet und moderiert von Frau Faust, der angestellten Diplompsychologin für den Wachkoma-Bereich des Gerhard Tersteegen Hauses. Außerdem leitet sie den Sozialen Dienst des GTH.

Dieser Blick über den Tellerrand ließ uns Eindrücke gewinnen, sehen, wie andere Menschen leben. Das tat gut, dem Einzelnen und der Gemeinschaft!

 

7 Kommentare zu „Leben lernen mit einer unheilbaren Krankheit

  1. Man kann immer neue Anstösse dadurch bekommen, dass man hört, wie andere mit derselben oder einer ähnlichen Situation umgehen. Und manchmal danach zufriedener sein mit seinem eigenen Leben.
    Es besteht aber auch manchmal die Tendenz dazu, dass solche Gesprächsrunden in ein „Klage“-Treffen abrutschen. Das ist 1 x vielleicht auch nicht schlecht, alles mal loswerden zu können, aber auf Dauer kommt man selbst damit auch nicht weiter, meine ich.

    Gefällt 1 Person

  2. Hallo Katrin,

    klasse, echt toll, was die Leonita da auf die Beine gestellt hat!

    In der Selbsthilfegruppe, in der ich bin, sind alle schon sehr lange Zeit betroffen und kennen sich auch schon lange.

    Ich frage mich immer, ob wir uns trotzdem mal in so einer moderierten Runde austauschen sollten, ähnlich wie das jetzt bei Euch war.

    Aber Ihr Bewohner kennt Euch doch auch und lebt zusammen.

    Wie sehr kennt Ihr Euch untereinander? Wie interessant war das für alle Beteiligten?

    Liebe Grüße
    Farouk

    Gefällt 2 Personen

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