Feueralarm

Es war nur ein ganz kleiner, kurzer Fehlgriff im elektrischen Verteiler, umgangssprachlich auch Verteilerkasten, Sicherungskasten oder Zählerkasten, genannt, der einen Einsatz der Feuerwehr auslöste. In Blitzeseile kam die Feuerwehr mit großem Tatütata und ganz großem Besteck zum vermeintlichen Brand im Altenheim.

Ich war gerade draußen unterwegs, für eine Bewohnerin Zigaretten holen. Auf dem Rückweg wurde ich von der großen Kolonne der Einsatzkräfte überholt… Ich sah mehrere Leiterwagen der Feuerwehr, Polizei, Technisches Hilfswerk, Krankenwagen, Notarzt… Mannomann! Da musste ja groß was los sein, dachte ich! Dann bemerkte ich, dass sie alle zum Gerhard Tersteegen Haus wollten.

Als ich im GTH ankam, tummelte sich gerade alles im Empfang um den Verteilerkasten. Ich überhörte den Feuerwehrmann sagen: „Wenn wir die Meldung bekommen, „Feueralarm im Altenheim“, setzt das automatisch laut unserer AAO (Alarm- und Ausrückeordnungen) den ganz großen Einsatz in Bewegung.“

Gut zu wissen, dass Hilfe in einem Notfall so schnell vor Ort sein kann!

Im GTH selbst löst dieser Notruf auch einige Schritte in Bewegung. Die ganzen Handwerker, die im Haus arbeiten, hatten für den Tag dann erst einmal frei. Die Aufzüge durften erst einmal nicht mehr benutzt werden. Teilweise ging das Licht aus… und eben auch die Computer… Alles musste dann wieder neu hochgefahren werden.

Tja, so war das also. Wer jetzt für den Feuerwehreinsatz aufkommen muss, bekam ich nicht mehr mit.

Seit gestern Nachmittag haben wir nun endlich wieder Zugriff aufs Internet. Jetzt gibt es für viele Leute wieder viel nachzuholen, was ohne die Technik alles liegen blieb.

5 Kommentare zu „Feueralarm

  1. Ich hab das einige Male in der Residenz mitbekommen, wenn BesucherInnen die Warnhinweise ignoriert und den Alarm ausgelöst haben. Das war dann immer ein mächtiges Getöse – ein kompletter Feuerlöschzug mit sieben Einsatzfahrzeugen, ein Notarztwagen, zwei Krankenwägen, zwei Polizeiautos… Die verursachten Kosten beliefen sich je Alarmeinsatz auf ca. 2.500 Euronen, auf denen die Schlösserverwaltung meistens sitzenblieb, denn diejenigen, die den Alarm ausgelöst hatten, machten sich stets aus dem Staub bzw. bekamen von dem Aufruhr, den sie erzeugt hatten, überhaupt nichts mit.

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