Ich bin stolz auf mich!

Das ist ja schon irgendwie ein großprotziger Titel. Aber warum soll man sein Licht unter den Scheffel stellen?

Gestern war der Großkampftag, vor dem ich so viel Bammel hatte. Doch alles lief wie am Schnürchen.

  1. 10:00 – 10:40 Uhr – 40 Minuten KG
    1 Treppe nach unten steigen (von der Anmeldung zum Geräteraum)
    5 Minuten Ergometer fahren
    Anschließend laufen am Rollator
    Kräftigung der Beinmuskulatur (Strecker und Beuger) am Gerät „Legextension and Curl“
    Gleichgewichtstraining auf der Wackelplatte
  2. 11:00 – 11:35 Uhr – Evangelischer Gottesdienst im Gerhard Tersteegen Haus; ich hielt die Lesung
  3. 12:00 – 12:30 Uhr – Mittagessen
  4. 13:00 – 13:45 Uhr – Ich werde im Aktiv-Rolli quer durch die Stadt zum Augenarzt geschoben.
  5. 14:00 Uhr – Augenarzt-Termin
  6. 14:30 Uhr – Ich werde zurück geschoben. Wir machen Halt beim Optiker, denn die Augenärztin meinte ich brauche eine neue Brille. Mit einer Gleitsichtbrille könne ich meine Sehstärke von jetzt 40 – 60 % auf 80 % verbessern.
  7. Besuch beim Optiker im Blauen Haus. Der liegt auf dem Heimweg. Hier werde ich sehr kompetent beraten. Ein Sehtest wird gemacht. Dabei traten wieder Doppelbilder auf. Daraufhin brach der Optiker den Test ab. Er meinte, dass zuerst abgeklärt werden müsse, ob der Grund für die Doppelbilder muskulär oder neurogen sei. Liegt ein muskulärer Grund vor, kann man das ausgleichen. Dann würde sogar die Krankenkasse die Kosten für die Brille übernehmen. Bei einem neurogenen Grund würde er keinen Sinn für eine Gleitsichtbrille sehen. Dann käme ich mit 2 Brillen, Lesebrille und Fernsichtbrille, so wie ich es ja seit Jahren mache, am besten zurecht.

Ich wollte nur noch nach Hause. Ich war fix und fertig. Das war alles zu viel!

Wenn ich da jetzt nach einem guten Abendbrot noch mal drüber nachdenke, ist mir klar, warum ich mit der ersten Gleitsichtbrille vor 6 Jahren nie vernünftig gucken konnte. Nach diversen MS-Schüben, die auf die Augen gingen, ist eine Gleitsichtbrille für mich wohl nichts. Schade.

Aber warum wusste die Augenärztin das nicht?!

Ach ja, und eine gewisse Eintrübung der Linse, beginnender Grauer Star, mache das scharfe Sehen auch nicht zu 100 % möglich. Wenigstens das hatte die Augenärztin auch schon gesagt.

Tja, der Lack ist halt ab mit 51.😉

17 Kommentare zu „Ich bin stolz auf mich!

  1. Eben dachte ich beim Lesen, dass ich mir hier in Deinem Blog eine große Portion Mut und Lebenslust abholen kann. Ja, bei mir ist mit 66 auch der Lack ab, aber machen wir eben ohne lackglänzende Oberfläche weiter! Wir sorgen für uns und Du sorgst ja noch ganz viel für Deine MitbewohnerInnen. Ich schicke Dir einen ganz lieben Gruß vom Regenbogen! Regine

  2. Wer braucht schon Lack wenn er Leder hat 😉

    „Stolz“ war gestern hier im Hause Thema. In meiner Erziehung war Stolz Sünde, es brauchte lange um zu lernen.
    Sei stolz auf dich und strahle es aus.
    Teile es mit uns, hilf uns auch stolz sein zu dürfen.
    Dich umärmel

  3. Der Lack ist noch lange nicht ab! 😉
    Wenn ich mal wieder lange auf Tour gewesen bin, und kräftemäßig das Limit ausgereizt hab‘, dann brauche ich danach auch immer einen Tag zur Erholung. Aber für das Gefühl, etwas geleistet, viel erlebt und gesehen zu haben, nehme ich das gerne in Kauf.

  4. Liebe Katrin,
    Glückwunsch zur Bewältigung dieses strammen Programmes!
    Alle Achtung!
    Dein Training ist sicher sehr gut für eine bessere Mobilität!
    Ich bin gespannt, welche Fortschritte Du machst. Schade,
    dass eine Gleitsichtbrille bei Dir wahrscheinlich nicht geht!

    Alles Gute und lieben Gruß, Michael

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