Wird Miss Marple die neue Frau Ga.?

Dass Frau Ga. gestorben ist, hat auch irgendwie Auswirkung auf meinen Blog. Ich habe gerne kleine Geschichten von ihr erzählt, die mich zum Lachen gebracht haben. Diese Geschichten waren auch bei euch, meinen Lesern beliebt.

Jetzt ist ein Loch entstanden, wo die kleine Prinzessin mittags am Tisch meiner Tischfamilie saß. Sie fehlt uns sehr.

Aber sie fehlt mir auch im Blog. Ich schrieb gerne über meine Erlebnisse mit ihr. Dabei vergaß ich die beiden anderen, U. und Miss Marple. Also widme ich meine Aufmerksamkeit jetzt den beiden. Es ist schon interessant, welche Beobachtungen ich mache. Dabei habe ich keine neuen Tischnachbarn.

Natürlich ist jeder Mensch einzigartig. Frau Ga. kann man nicht einfach ersetzen.

Die Jahre mit Frau K. an meinem Tisch im Speisesaal waren wunderbar. Das waren meine ersten Jahre im Gerhard Tersteegen Haus. Wir verstanden einander fast blind. Sie teilte mein Interesse für Fußball. Sie war echter Fan von Borussia Mönchengladbach. Ich passte immer besonders auf, wenn die Fußball-Ergebnisse im Radio/Fernsehen verkündigt wurden. Am nächsten Morgen drehte es sich in unserem Gespräch dann um Fußball.

Da war die Zeit mit dem Wurzelsepp. Unsere Spaziergänge/fahrten durch den Garten des GTH. Ich vermisse ihn immer noch!

Dann gab es die Zeit, in der ich mir mit Herrn R. Schachpartien lieferte. Auch das war sehr erfüllend für mich und wieder eine ganz andere Herausforderung.

Einige Jahre gehörte auch Frau W. zu meiner Tischfamilie. Sie war außerdem Mitbewohnerin in U.s erstem Zimmer, einem Doppelzimmer. Über sie gab es auch viel zu schreiben. Sie erzählte mir von ihrem Leben vor dem Zweiten Weltkrieg. Damals lebte sie auf einem Gutshof in Ostpreußen. Ungestüm ritt sie die Kaltblüter ohne Sattel und fühlte sich frei. Eine ganz andere Zeit.

Diese 5 sind leider alle mittlerweile verstorben.

Es wird Zeit für neue Bewohner an unserem Tisch im Speisesaal. Ich bin gespannt, was sich da tuen wird. Ich werde darüber schreiben, wenn sich etwas tut!

4 Kommentare zu „Wird Miss Marple die neue Frau Ga.?

  1. Ich konnte mich gut an alle von Dir genannten Personen erinnern und es war auch für mich als Leserin eine Freude, diese Erinnerungen noch einmal aufleben zu lassen.
    Ja, man vermisst die Menschen, die gehen, gerade, wenn man sie mag, eng(er) mit ihnen zusammen lebt, sich kennt. Und da ändert auch das Alter nichts daran, wobei es tatsächlich in Deinem Lebensumfeld zu häufigeren Todesfällen kommt, als vielleicht in einem Umfeld außerhalb eines Seniorenheimes. Die Sympathie, die sich Menschen einander vertraut werden lässt, hängt davon aber nicht ab.
    Und doch bringt auch das eine neue Perspektive, auf die Menschen, die da sind, auf die, die neu einziehen werden. Wo werden sich Sympathien entwickeln, was passt zueinander.
    Spannend und das ist etwas, was im Leben außerhalb des Heims nicht unbedingt so schnell geschieht, wenn man sich in der Zeit der Trauer, der Traurigkeit zurück zieht. Hier ziehen neue Menschen ein und Du kommst mit ihnen in Kontakt, am Tisch, in Gruppenangeboten, auf dem Wohnbereich. Leben, und das im Fluß. Ich bin auch gespannt, was Du erleben und mit uns Leser/innen teilen wirst mögen. Liebe Sonntagsgrüße!

    Gefällt 1 Person

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