Das Dschungelbuch vorlesen (07)

Die nächste Vorleserunde (7), Anfang vom dritten und letzten Buch im Dschungelbuch, wo es noch um Mogli geht, beginnt mit 2 Liedern. Einmal dem Wanderlied der Affen und dann dem Lied des Tigers.

Das Affenvolk singt über die Bandar-Log, wie sie das selbst am liebsten hätten. Doch es entspricht nicht der Wahrheit. Sie sehen sich als den Menschen gleich und als Krone der Schöpfung.

Das zweite Lied, „Tiger – Tiger!“, ist sehr kurz und handelt von Schir-Khan und seiner Angst vor dem Tod.

Gesungen habe ich natürlich nicht. Doch ich las die Lieder vor, bemüht um die richtige Betonung!

Mogli rannte durch den Urwald, immer den Menschen zu. Er muss an die 30 km gelaufen sein, als er das Dorf der Menschen erblickte. Er sah Rinder und Büffel, die auf grünen Wiesen grasten. Kleine Jungen hüteten die Tiere zusammen mit ihren Hütehunden.

Mogli näherte sich dem Dorf, denn er war sehr hungrig. Als er dort ankam, trat ein Dorfbewohner heraus. Er sah Mogli und erschrak. Bald kamen immer mehr Bewohner dazu. Mogli zeigte mit einem Finger auf seinen geöffneten Mund, um zu zeigen, dass er hungrig sei. Aber keiner verstand ihn.

Da holten sie den weisesten Dorfbewohner, den Priester. Der fragte die Dorfbewohner, ob sie denn nicht sehen würden, dass der Junge Hunger habe. Ebenso fragte er die reiche, kinderlose Messua, ob er nicht ihrem geraubten Sohn ähneln würde. Sie erkannte ihn nicht wieder, sagte aber zu, den Jungen bei sich aufzunehmen.

So gelangte Mogli ins Dorf und dann in die Hütte von Messua. Er lernte ganz viele Wörter von Messua. Als er aber abends in der Hütte schlafen sollte, konnte er das nicht. Er verschwand hinaus in den Dschungel und rollte sich zusammen, um zu schlafen.

Frau Ga. ist gnadenlos

Bei den ständig wechselnden Temperaturen geraten nicht nur wir Menschen aus dem Takt. Auch die Natur weiß nicht so recht, was sie davon halten soll.

Viele Bäume haben ihr Blattkleid schon abgeworfen. Andere haben noch viele grüne Blätter.

Die Insekten sind verwirrt. So hatte ich vor ein paar Tagen das Zimmer voll mit Marienkäfern.

Sogar die Bienen sind träge unterwegs, sobald die Sonne warme Strahlen sendet. Das musste letztens schmerzhaft auch Frau Ga. feststellen. Als sie das schöne Wetter durch das Fenster ihres Zimmers sah, öffnete sie es beglückt. Sie atmete tief ein und genoss die feinen Sonnenstrahlen.

Die Sonnenstrahlen genoss auch eine Biene. Sie wagte eine kleine Flugrunde. Aber die Temperaturen waren eigentlich noch zu kühl für sie. Normalerweise schließen sich die Bienen zu einem kugelförmigen Wintersitz zusammen. Im November gibt es nur noch ganz wenige Bienen, die einen Ausflug wagen.

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Durch das geöffnete Fenster von Frau Ga. strömte warme Heizungsluft nach draußen. Das gefiel unserer Biene und sie ließ sich ermattet auf dem Fensterrahmen nieder. Warme Zimmerluft strömte nach draußen.

Derweil fand Frau Ga., dass jetzt genug frische Luft in ihr Zimmer gekommen sei. Ächzend hievte sie sich aus ihrem Stuhl. Sie schwankte ein wenig. Instinktiv suchte sie am geöffneten Fenster Halt. Dabei guckte sie nicht vorsichtig, wohin sie ihre Hand setzte.

Da war es schon passiert. Sie griff genau auf die Biene!

Die Biene stach in ihrer Not zu.

Frau Ga. zuckte zusammen. Dann hob sie ihren Zeigefinger, schüttelte ihn Richtung Biene und sagte ganz erbost: „Na warte Kerlchen!!! Das überlebst du nicht!!!“

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Frau Ga. hatte einen juckenden, dicken Bienenstich.

Die Biene aber überlebte ihren Angriff nicht.

Sterben Bienen wenn sie Warmblüter stechen? –  ZEIT.de