Das Dschungelbuch vorlesen (02)

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Es war schon einige Zeit her, dass ich aus dem Dschungelbuch vorgelesen habe. Das hatte auch einen Grund. Jedes Mal, wenn ich mit meinem Kindle im kleinen Speisesaal erschien, war Frau M. nicht da. Als ich sie gestern wieder nicht sah, fragte ich eine Pflegerin, wo Frau M. denn sei. Sie sei in ihrem Zimmer bekam ich zur Antwort.

„Kann ich sie denn dort mal aufsuchen?“, fragte ich.

„Hm, ich weiß nicht. Ich gehe mal zuerst rein. Dann sehen wir weiter“, meinte sie und verschwand im Zimmer.

Auf dem Gang hörte ich wie sie mit Frau M. sprach. Zum Schluss sagte sie, dass ich sie besuchen wolle und ob das in Ordnung sei. Kurz darauf kam sie aus dem Zimmer. „Gehen sie ruhig hinein“, sagte sie zu mir.

Frau M. lag im Bett, gut zugedeckt. Ich sagte zu ihr: „Ich habe Sie vermisst! Ich habe Sie schon lange nicht mehr gesehen!“, dabei streichelte ich ihre Hand, die unter der Decke hervorlugte. Sie strahlte, hustete und antwortete dann: „Das hat auch seinen Grund. Ich war nämlich krank.“ Wieder hustete sie.

„Möchten Sie etwas trinken?“, fragte ich.

„Ja!“, antwortete sie.

Nachdem ich ihr zu trinken gegeben hatte, kuschelte sie sich wieder in die Kissen.

„Hm… ich habe sogar extra das Dschungelbuch mitgebracht. Soll ich noch ein wenig vorlesen?“

„Ja!!!“ war die Antwort. Ihr Gesicht strahlte auf.

Ich fasste noch einmal knapp zusammen, was wir bisher gelesen hatten und begann dann mit dem Zeitsprung – 10 bis 12 Jahre später.

Es ist ganz klar, dass sich Wölfe in dieser Zeit viel schneller entwickeln, als Menschen. Menschen können auch viel älter werden, als Wölfe. Daher geschieht es, dass die Zeit beginnt, in der Akela so schwach wird, dass er nicht mehr das Rudel wird führen können.

Dazu kommt, dass der Tiger Schir Khan versucht, böses Blut zu verspritzen. Er hetzt die jungen Wölfe gegen Mogli auf.

Baghira, der Panther beobachtet alles mit Kummer. Er spricht mit Mogli darüber. Gemeinsam beratschlagen die beiden, was nun zu tun sei. Mogli braucht einen „Trumpf“. Dann hat Baghira eine Idee. Mogli soll sich unten in der Siedlung der Menschen die „Rote Blume“ (=Feuer) holen. Davor fürchtet sich jedes Tier.

Kaum hat Baghira Mogli davon erzählt, springt Mogli den Berg hinab, zur Siedlung der Menschen.

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