Pflegeausbildung ändert sich ab 2019

Ob das der große Wurf ist, darf angezweifelt werden. Doch dieser Beitrag zeigt gut, was sich in der Pflegeausbildung ab 2019 ändern soll.

Lernstation Pflege

Nach langem Ringen haben sich nun die Koalitionsfraktionen auf eine neue Pflegeberufsausbildung verständigt, die ab den Ausbildungsjahrgängen 2019 gelten soll. Es handelt sich bei der Einigung nicht um die große Reform der Pflegeausbildung, sondern lediglich um einen Kompromiss zwischen SPD und CDU/CSU. Gedeutet wird er als ein erster Schritt in Richtung generalistischer Pflegeausbildung. Über die Änderungen wollen wir alle Leser kurz informieren:

  • Die bisher bestehende Ausbildung zum Gesundheits- bzw. Krankenpfleger wird abgeschafft.
  • An allen Pflegeschulen erfolgt eine generalistische Ausbildung in den ersten zwei Ausbildungsjahren.
  • Gesundheits- und Krankenpflege: es erfolgt eine durchgängige dreijährige generalistische Ausbildung mit einem generalistischen Abschluss.
  • Altenpflege: es erfolgt zunächst eine zweijährige generalistische Ausbildung – im dritten Ausbildungsjahr erfolgt entweder eine Spezialisierung mit Abschluss der Altenpflege oder ein generalistisches drittes Ausbildungsjahr mit generalistischem Abschluss.
  • Kinderkrankenpflege:  es erfolgt zunächst eine zweijährige generalistische Ausbildung – im dritten Ausbildungsjahr erfolgt entweder eine Spezialisierung mit Abschluss der Kinderkrankenpflege oder ein generalistisches…

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9 Gedanken zu “Pflegeausbildung ändert sich ab 2019

  1. Ob eine generalisierte Ausbildung etwas bringt?
    Keine Ahnung. Ich bezweifle das sehr.

    Es wird sich aber nichts daran ändern, das Pflege keine Lobby hat, dass es den Pflegenotstand gibt und der Beruf nach wie vor unterbezahlt und aufgrund des Schichtdienstes und der Arbeitszeiten allgemein unattraktiv ist.

    Würde sich irgendjemand mit Einfluss für die Pflege interessieren, würden gute Löhne bezahlt, Dienstpläne wären umsetzbar und würden nicht auf Kosten der Gesundheit von Pflegekräften ausgetragen werden. Fluktuationen in Kliniken und Pflegeeinrichtungen wären rückläufig, wenn Mitarbeiter gesehen, wahrgenommen und ernst genommen würden.

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  2. Man müßte die Lehrpläne sehen. Einerseits ist es sicher attraktiv, wenn man sich nicht von vornherein auf einen Bereich festlegen muss und zwischen den Bereichen wechseln kann. Andrerseits würde ich mich mit einer spezialisierten Ausbildung für meinen geplanten Arbeitsbereich besser vorbereitet fühlen.
    Eins ist sicher, es täte den Pflegenden und den Gepflegten gut, wenn diese Berufe den Wert erfahren würden, der ihnen wirklich zusteht.

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