Der Neue

Schon seit einer ziemlich langen Zeit (seit Ende Oktober 2016?) hat das Gerhard-Tersteegen-Haus in Krefeld keinen anwesenden Einrichtungsleiter mehr. Denn der eigentliche Einrichtungsleiter, Herr Blinzler, ist krank und war seitdem nicht mehr bei uns. Er wird von uns Bewohnern sehr vermisst.

Frau El Kaamouzi vertritt ihn in allen operativen Dingen hervorragend.

Aber er fehlt uns halt. Seine offene, leutselige, freundliche, den Bewohnern stets zugewandte Art ließ ihn sehr beliebt bei den Bewohnern werden. Er war ja auch einige Jahre hier der ‚Chef‘.

Jetzt kam vor 3 Tagen Herr Riebe-Baier, Geschäftsbereichsleitung Altenhilfeverbund des NEV, mit einem Herrn abends in den Speisesaal. Wir saßen gerade beim Abendbrot. Er grüßte uns und sagte, seine Begleitung sei Herr F.-W. (den Namen habe ich nicht richtig verstanden und will daher nichts falsches sagen) und der sei ab Juni unser neuer Einrichtungsleiter. Er wolle ihn später noch einmal richtig und mit mehr Zeit vorstellen. Aber sie wollten jetzt nicht an uns vorbei gehen, ohne ein Wort zu sagen.

Das schlug ein, wie eine Bombe! Der Neue! Wir wussten zwar schon länger, dass Herr Blinzler uns verlassen würde. Aber mit einem Mal wurde es real!

Die beiden Herren verließen das Haus und ich saß ein wenig wie ein begossener Pudel da. Unter den anderen anwesenden Bewohnern hob eine wilde Unterhaltung an.

19 Kommentare zu „Der Neue

  1. Ich mag es nicht, Neuigkeiten zum Essen serviert zu bekommen. Für meine Begriffe ist es ungehörig. Es zeigt mir wenig an Taktgefühl. Ohne Ankündigung, so im Vorbeigehen, mal ebenso, weil die meisten, beim Abendbrot anwesend sind, sich zu zeigen. Das mindeste was im Vorfeld hätte geschehen müssen, ist ein Rundschreiben in Umlauf zu bringen. So ist es eine Missachtung der Menschenwürde.
    Von so einem Menschen, kann ich nicht viel erwarten. Wie heißt es, “ Der erste Eindruck ist bleibend“.
    Mit Lorbeeren hat sich keiner bekleckert.

    LG. Monika

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    1. Ich würde das nicht ganz so negativ sehen.
      „Aber sie wollten jetzt nicht an uns vorbei gehen, ohne ein Wort zu sagen.“ Dieser Satz sagt mir, dass es der Geschäftsbereichsleiter freundlich meinte. Vielleicht lag das ja noch gar nicht so lange fest, wer der neue Heimleiter wird? Vielleicht waren die beiden ja gerade zufällig zur Essenszeit vor Ort, weil der Anwärter die Örtlichkeiten sehen wollte (und ein anderer Termin nicht passte)? Auf jeden Fall muss man Herrn Riebe-Baier zugute halten, dass er mit dem fremden Gast nicht „einfach so vorbeigegangen ist, sondern den Herrn F.-W. vorstellte …

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      1. Die Menschen in einem Senioren/ Pflegeheim sind doch in keinem ZOO, dass sie betrachtet werden, wann immer ein Besucher, neuer Mitarbeiter, Vorgesetzter vorbei kommt. Auch keine Kinder, denen man etwas mitteilt und sie es ohne Widerspruch hinnehmen müssen.
        Ich für mich sehe ESSEN, als sehr privates an, sinnliches und zuweilen intimes an. All das wird den Menschen in einem Pflegeheim genommen. Wer mich bei meinem Essen stört, hat auf alle Zeit meine Gunst verloren.
        Ich bedaure zutiefst, hier ist meine Grenze

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