Bewohner diskutieren den Anschlag in Berlin

Gestern beim Abendbrot unten im Speisesaal war an vielen Tischen die aktuelle Politik Thema Nummer Eins. Da sieht man, dass auch ohne Internet und Smartphone die ‚Generation Altenheim‘ hochaktuell und interessiert ist. Meine Generation der ‚Digital Immigrants‘ und die der ‚Digital Natives‘ (frühestens in den 80er-Jahren geboren) können sich das gar nicht mehr vorstellen, wie das gehen soll.

Doch die älteren Bewohner lesen Zeitung, hören Radio und schauen Fernsehen. Es mag sein, dass das Internet Informationen schneller liefern kann. Aber darum dreht sich unser Planet nicht schneller. Vieles braucht seine Zeit zu geschehen. Was bringt es, wenn ich schneller Bescheid weiß über etwas, das kurze Zeit später schon wieder widerrufen wird?

Das macht das Leben für mich vor allem anstrengender. Denn ich gehöre ja der Generation ‚Digital Immigrants‘ an. Ich lese eine Seite von oben bis unten komplett durch. Die ‚Digital Natives‘ sind in der Lage, einen Text quer zu scannen und sich dabei nur das für sie Relevante herauszupicken.

Sehr interessant fand ich hierzu diesen ‚alten‘ Artikel des schweizer Tagesanzeigers vom 03.11.2008:

Was die Generation Internet ihren Eltern voraus hat

11 Gedanken zu “Bewohner diskutieren den Anschlag in Berlin

  1. Hallo Katrin!

    Habe mir den Anschlag gestern im TV angesehen. Ich weiß hierfür keinen Grund. Die Leute haben doch gar nichts getan, sie wollten sich lediglich den Weihnachtsmarkt anschauen. Dann kommt dieser LKW. Ich war fassungslos, um nicht zu sagen, sehr wütend. Was soll man gegen solche Idioten machen? Ja, ich weiß, nichts kann man machen. Das ist sehr bedauerlich!

    Liebe Grüße.

    Roman

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  2. Danke, jetzt weiß ich, dass ich zu einer Generation gehöre. Generation X, das klingt doch toll, stimmt aber leider nicht. Ich, 1961 geboren fühlte mich irgendwo mittendrin gelandet. Zu spät für die Hippies und zu jung für „no future“. Aber die wirkliche Definition meiner Generation hat der Schweizer Artikel auch geliefert: „Generation Töffli“. Die Teenager vom Dorf, für die ihr Moped Ende der 70er wichtiger war als heute das Smartphone für meine Kinder. Das mit den Computern kam viel, viel später. Mitte der 90er, als es sich wegen der Arbeit nicht mehr vermeiden ließ.

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  3. Mal abgesehen davon, dass ich es wirklich toll finde, dass sich die „Generation Altenheim“ aktiv mit dem Tagesgeschehen beschäftigt: Ich glaube, den Internet-Generationen kann etwas Entschleunigung und etwas weniger „Information Overflow“ ganz gut tun. Ich habe mehrere Nachrichten-Apps auf dem Smartphone, und am Abend des bösen Anschlages hat daher mein Smartphone nahezu im Minutentakt gepiept und neue Nachrichten gebracht, die dann oft Minuten später schon wieder korrigiert wurden. Das hat mich regelrecht verrückt gemacht. Ich habe für mich selbst daher beschlossen, meine Informationsflut einzudämmen, indem ich nun nur noch einer Nachrichten-App erlaube, mich aktiv zu informieren. Es bringt mir nichts, alle paar Minuten fragwürdige Informationen zu bekommen, das ist Zeitverschwendung.

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