Kunst begreifen – mit Herz und Hand

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Gestern kam das Gerhard-Tersteegen-Haus seinem Wunsch, Kunst zu Senioren zu bringen wieder nach. Eine neue Ausstellung mit Bildern und Skulpturen von Deborah Marschner wurde eröffnet.

Frau Marschners Werke sind etwas ganz besonderes. Heißt es sonst bei Kunstwerken immer: „Nicht anfassen! Nur gucken!“, so ist das Anfassen / Fühlen ihrer Werke ausdrücklich erwünscht. Der Kunst-Interessierte darf so ihre Werke nicht nur mit dem Verstand / dem Herzen sondern auch mit den Händen begreifen.

Daher ist der Name der Ausstellung auch „Kunst begreifen – mit Herz und Hand“.

Die Ausstellungseröffnung fand unten im Speisesaal statt. Dazu waren die Bewohner, die Pflegedienstleiterin, Frau el Kaamouzi in Vertretung für Herrn Blinzler, dem Einrichtungsleiter, Herr Pfr. Fricke-Hein (Vorstand des NEV) und die Künstlerin anwesend.

Frau el Kaamouzi eröffnete die Veranstaltung. Pfr. Fricke-Hein dankte der Künstlerin und wünschte den Bewohnern viel Freude mit den Bildern. Dann kam Frau Marschner selbst zu Wort.

Sie sprach darüber, dass ihre Bilder und Skulpturen Kunst zum Be-Greifen sind – mit Herz und Hand. Sie lud die Bewohner dazu ein, nicht nur zu schauen, sondern die Werke auch durch Fühlen zu erfahren. Sie erklärte, warum alle Werke vorwiegend rot sind (weil rot die Hände einlädt, die Oberfläche zu ertasten). Daher verwendete sie verschiedenste Materialien: Holz, Leinwand, Filz, handgefilzte Elemente, Treibholz, Sand, Spachtelmasse, Tusche, Pigmente. Der kreative Prozess an einem Bild füllt sie immer wieder aus.  2013 eröffnete sie in Neukirchen-Vluyn einen Kreativhof mit Atelier und Kursraum. Hier präsentiert sie ihre Werke und bietet Kreativworkshops für alle Generationen an. Man kann ihre Werke auch auf showyourart.net finden und erstehen.

Eins war allerdings nach der Rede der Künstlerin klar: wir werden die Bilder umhängen müssen – tiefer!

Nach der ganzen Vorrede will ich nun endlich ein paar Fotos zeigen:

Frau el Kaamouzi

Frau el Kaamouzi

 

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Pfr. Fricke-Hein (Vorstand des NEV)

 

Deborah Marschner | 2016-12-09-15-25-14_marked

Deborah Marschner

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13 Gedanken zu “Kunst begreifen – mit Herz und Hand

  1. Kunst ist eine Herausforderung zu neuem Sehen, Fühlen, Empfinden – wenn sie nur gefällig ist, bietet sie dem Geist zu wenig. Herausforderungen sind gut, sie setzen Impulse, machen lebendig. Das ist besonders wichtig, wenn das Leben auf ein paar Quadratmeter beschränkt ist. Ich finde es sehr gut, Kunst ins Haus zu bringen, gerade solche, die herausfordert. Die Hängung ist ein schwieriges Thema, denn die Bilder sollen ja auch gesehen werden, nicht nur befühlt. Ich würde zwei-drei tiefer hängen, das würde den anderen auch mehr Raum geben, den sie eigentlich brauchen. LG Gerda

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