Kapitel 1 fertig vorgelesen

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Gestern habe ich weiter die Herdmanns vorgelesen.

Meine treueste Zuhörerin ist nach wie vor Frau M..

Frau W. und Frau Ke. waren auch anfangs da.

Doch Frau W. war etwas überdreht. Sie raste mit ihrem Rollator durch den kleinen Speisesaal bis eine Therapeutin sie einfing und mit ihr verschwand. Sie hatte nämlich eigentlich eine Therapie-Einheit bei der Musiktherapeutin. Unglaublich, mit welchem Tempo die 94-jährige durch die Gänge flitzte!

Frau Ke. las in einem Buch. Das tut sie oft und regelmäßig. Doch zuletzt hörte sie auch zu, was die Herdmanns für Späße trieben. Dem kann man sich aber auch kaum entziehen. 😀

So schaffte ich gestern das erste von den insgesamt sieben Kapiteln des ganzen Buches. Wenn ich weiterhin am Ball bleibe, schaffen wir das ganze Buch in der Adventszeit!

13 Gedanken zu “Kapitel 1 fertig vorgelesen

  1. Liebe Katrin.
    Das ist sehr angenehm etwas vorgelesen zu bekommen. Vor langer, langer Zeit, so im letzten Jahrhundert, nicht in allen Haushalten war schon elektrisches Licht, saßen die Töchter meiner Großmutter und einige Nachbarsfrauen im Wohnzimmer. Im Vorbeigehen hörte ich eine männliche Stimme, die mal gedämpft, mitunter etwas ängstlich, dann freudig, beinahe wieder kühn und kurz darauf siegessicher sprach. Ich kannte die Stimme, manchmal hörten wir sie. Mein Bruder und ich. Aus dem Halbdunkel unseres Zimmers, wenn wir zu Bett gehen durften und so vor uns hin träumten. Diese Stimme vermittelte Spannung, eine lange Reise, in ein Land der Ungewissheit und Abendteuer. Vorsichtig erweiterte ich den Spalt, der dem Einblick zum Wohnzimmer gewährte. Und siehe da, im Schein des Kerzenlicht, sah ich die Umrisse meines Großvater, seine Brille schon etwas nach unten auf die Nasenspitze gerückt, ein Buch in der Hand und in der anderen ein Glas mit einer roten Flüssigkeit. Vor dem ich weiß nicht Waskommengefühl, hielt ich die Luft an. Dann sah ich meine Großmutter und einen Teil, der anderen Frauen, wie sie ihr Strickzeug in Händen hielten und werkelten. Irgendwie angetan von dieser stimmigen Runde, sank ich in mich zusammen, lehnte meinen Kopf an die Türzarge und lauschte. Wie lange ich weiß nicht mehr. Anderen Tags, am Morgen, erwachte ich in meinem Bett. Wie ich dahin kam, – eine andere Geschichte -.
    LG. Monika

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