Studienkolleginnen zu Besuch

Gestern hatte ich Besuch von zwei Studienkolleginnen. Damals in Bonn machten wir vieles gemeinsam. Sie zählen nach wie vor zu meinen engsten Freundinnen. Immerhin kennen wir einander seit fast 30 Jahren. Mittlerweile hat es uns jede in eine andere Stadt der Republik geführt. Trotzdem mailen, whatsappen, telefonieren wir nach wie vor miteinander. Und ein Mal im Jahr versuchen wir, uns real zu treffen.

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Seit die Multiple Sklerose mich ins Pflegeheim gebracht hat, besuchen die beiden mich immer hier im Gerhard-Tersteegen-Haus. Ich bin ihnen unendlich dankbar dafür. Immerhin haben beide ihre eigene Familie (jede hat 3 Kinder und einen Ehemann!). Jede arbeitet zusätzlich und beide haben eine ganze Menge an Kilometern hinter sich zu bringen.

Wie jedes Jahr ist es immer sehr schön, wenn wir uns wieder sehen. Wir haben einander viel zu erzählen, eventuell Fotos zu zeigen. Wir schwelgen in Erinnerungen an unsere gemeinsame Studienzeit, an gemeinsame Urlaubsfahrten.

So schön es auch immer ist, so bin ich doch nach unserem gemeinsamen Mittagsmahl immer total platt. Dann freuen sich meine Eltern immer darauf, die beiden Frauen wieder zu sehen. Sie kommen dann zum GTH und die 4 gehen auf einen gemeinsamen Kaffee in die Innenstadt. Ich nutze die Stunde, mich auf meinem Bett auszustrecken und zu regenerieren. Wenn sie dann wieder im Gerhard-Tersteegen-Haus sind, bin ich bereit für die letzte Runde.

Zum Abschluss möchte ich ein Zitat von Marie von Ebner-Eschenbach bemühen:

Wirklich gute Freunde sind Menschen, die uns ganz genau kennen, und trotzdem zu uns halten.
Quelle

45 Gedanken zu “Studienkolleginnen zu Besuch

  1. Manche Freundschaften halten ein Leben lang. Manches Leben hat keinen Freund. Beides existiert, ohne nennenswerten Schaden. Weil, und diese Frage stelle ich mir mein ganzes Leben, weil – Liebe -, nicht der Ausgangspunkt ist, um eine Freundschaft zu schließen? Was meinst Du?
    LG.Monika

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  2. es ist eine gewisse Aehnlichkeit vorhanden. Das sehe ich auch. Habe gerade gelesen, was da in der Zeitung ueber dich drin stand. Ich kann nur sagen, ich bewundere dich. Es ist wirklich nicht leicht, mit einer Krankheit umzugehen und und wie du es machst, alle Achtung. Alles Gut fuer dich und dass es nur noch besser werden soll.

    Gefällt 1 Person

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