Hören ist nicht gleich Hören

Das sagt der Duden:

Quelle: duden.de

Quelle: duden.de

Mehr dazu HIER.

Wir haben sicher schon alle festgestellt, dass das Hörvermögen mit dem Alter abnimmt. Daher hören die meisten älteren Bewohner nicht mehr so gut. Viele haben ein Hörgerät. Doch manche sind zu eitel sich das einzugestehen:

„Was haben Sie gesagt? … Hörgerät? … Nein, das brauche ich nicht!“

„ICH höre doch noch gut!“

„Hörgerät? … Das ist doch was für alte Leute!“

„Nein. Mein Hörgerät habe ich nicht drin. Das drückt!“

Das hat zur Folge, dass Radio und TV immer auf extreme Lautstärke gedreht sind.

Ich war immer schon sehr Geräusch-empfindlich, laut meiner Mutter schon als Säugling. Als Jugendliche war mir laute Feten-Musik zu laut. Nur in einem klassischen Konzert mag ich auch laute Stellen. Doch da entwickelt sich ein Fortissimo und wird dann auch wieder leiser.

So habe ich hier im Altenheim also nicht besonders gute Karten. :-/ Ich höre selten Radio oder sehe eine ganze TV-Sendung. Abends sitze ich gerne am PC und höre dann, was meine Nachbarin im TV schaut.

20 Gedanken zu “Hören ist nicht gleich Hören

  1. Mein Vater braucht auch kein Hör-Gerät, kann er doch nix für, wenn die Klingel kaputt ist…
    Und das Telefon auf Lautsprecher stellen und dann an’s Ohr halten – das machen doch alle so 😉
    (Davon ab isser aber voll in Ordnung -sei der Gerechtigkeit halber dazu gesagt

    Wie wär’s denn mit Ohr-Stöpseln, um Ruhe zu haben?

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  2. Liebe Katrin,

    Hören, nicht hören. Ist nicht so wichtig, denken die meisten, denn solange ich “SEHEN“ kann, ist “HÖREN“ nur zweitrangig.
    Ich gebe zu, es klingt ein bisschen seltsam, aber wenn wir Zahnschmerzen haben, gehen wir zum Arzt. Besser, wir pflegen unsere Zähne, damit wir eben keine Zahnschmerzen bekommen. Schmerz ist etwas was wir unbedingt vermeiden wollen. Wir wissen wie es uns geht, wenn wir Schmerzen haben.
    Nicht “HÖREN“ verursacht keinen Schmerz, im Gegenteil, manchmal ist es sogar angenehm nicht zu hören. Wir hören nicht alle Alltagsgeräusche. Das Quietschen einer Tür, das Klappen eines Fenster. Das Bellen eines Hundes. Die Bohrgeräusche des Nachbarn, den Presslufthammer der Straßenbauarbeiter. Das Hupen eines Autos, die Sirenen von Alarmanlagen, Martinshörner der Rettungsdienste, den Zug, das Flugzeug, das Zwitschern eines Vogels, Musik oder das Lachen eines Kindes.
    Wir neigen unseren Kopf, um die Wellen aufzufangen und dann kommen sie an. Verzehrt und da wir die Geräusche und Laute in unserer Erinnerung abgespeichert haben, können wir die fehlenden Fragmente zusammen setzen, ersetzen. Also hören wir doch…., nur Zeit verzögert.
    Na bitte, das bisschen Zeit, aber um uns herum wird gesprochen und plötzlich kommen wir nicht mehr mit.
    Verständnislos wird man von den Mitmenschen angeschaut. In deren Gesichtszügen, kommen Zweifel auf. Versteht er mich nicht, damit meint mein Gegenüber die Verstandesebene. Naja ist nicht von hier, versuche ich es mal auf „englisch“, oder vielleicht russisch, polnisch, türkisch. Mein Gegenüber wundert sich, warum wird er so angestarrt, der Blick wendet sich nicht von seinem Mund und Gesicht ab. Ist etwas mit ihm nicht in Ordnung.
    Doch schon, mit dem anderen ist alles in Ordnung, nur ich, ich kann nicht “HÖREN“ und ich werde „WÜTEND“. Nicht einmal auf mich, sondern auf die anderen. Denn sie verstehen mich nicht. Ich höre doch alles…….Oder…..

    Nur mal so am Rande:
    Wer Worte nicht versteht, oder hört, kann sie nicht denken. Die Menschen verstummen.
    Leute die uns anstarren, aber nicht unbedingt laut sprechen, können schwerhörig sein/ oder taub.
    Es ist immer gut jemanden aussprechen zulassen, das ist nicht nur höflich, sondern dient der allgemeine Verständigung.

    Eine Visitenkarte hilft manchmal auch. Ein Emblem mit einem OHR, Ist ein erster Hinweis.
    Ich bin schwerhörig,
    Bitte nicht abwenden,
    Bitte nicht schreien.
    Ich wiederhole, wenn ich nicht verstanden habe.

    LG.Monika

    Gefällt 3 Personen

  3. Liebe Katrin, natürlich ist eine Lärmbelästigung durch schwerhörige Menschen eine enorme physische und psychische Belastung. Die durch Lärm geschädigte MitbewohnerInnen, kommen nicht zu ihrer inneren Ruhe. Sie haben auch keine Ausweichmöglichkeiten. Das einzige was ihnen bleibt, so unmöglich es klingt, selbst Gehörschutz zu tragen. Damit meine ich den Kopfschutz, den die Arbeiter und Ingenieure in Maschinenhallen immer aufsetzen, wenn sie diesen betreten. Diese Kopfhörer, sie sehen so aus, dämpfen das Fremdgeräusch um einiges, bis vieles. Natürlich wäre es mitmenschlich, wenn deine Nachbarn den Fernseher mit einem Anschluss eines Kopfhörer hätten und nutzen würden. Sie könnten ebenso dazu beitragen und es müsste auch ein Anliegen der Heimleitung sein. vielleicht, sollte es als Bedingung im Aufnahmevertrag stehen, damit es rechtlich keine Unstimmigkeiten gibt.
    Ich fühle mit dir, ich weiß wie es ist, wenn jemand nicht hört und wie lange es dauerte bis Einsicht folgt. Gib nicht auf, du bist in einer misslichen Situation, aber sie ist änderbar.
    Eine gute Nacht. Monika

    Gefällt 2 Personen

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