Bitte teilen

Liebe Meermond,
mir gefällt dein Text sehr! Muss man Shakespeare sein oder Brecht damit seine Texte etwas bei anderen auslösen? Du beweist gerade das Gegenteil! Auch darum habe ich den Beitrag rebloggt.

Meermond

Sieben Kämme, Unmengen an Traubenzucker und neun Päckchen Tempo.

Vor zwei Wochen hatten wir Besuch von meinem Papa und dem weltbesten Bruder der Welt. Sie brachten unter anderem vier Handtaschen meiner Mama mit. Ich legte die gesamten Mamasachen in mein Klavierzimmer und war in den vergangenen Tagen öfter dort, um mich von dem vertrauten Geruch umarmen zu lassen. Ich konnte die Dinge weder wegpacken, noch in meiner unmittelbaren Nähe ertragen, und dennoch zog es mich mindestens einmal täglich zu ihnen.

Gestern leerte ich Mamas Handtaschen dann doch aus. Kämme. Tempos. Zucker. Von allem mehr als genug in jeder Tasche. Ein Schmunzeln über diese vielen Kämme ließ das tieftraurige Handeln wehmütig schön werden.

In meiner Erinnerung wird meine Mama immer mehr als ein Haufen Kämme bleiben. In mir lebt sie weiter, mit allen Facetten, die sie so hatte.

Meine Zwillinge werden sich schon bald nicht mehr an sie erinnern und der…

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7 Gedanken zu “Bitte teilen

  1. Solche Gedanken kamen mir auch schon und ich dachte mir, wie unwichtig dich der Einzelne ist. Ein winziges Schräubchen im großen Ganzen. Austauschbar, ersetzbar …
    und dennoch tauchen Eigenschaften, Aussehen, Fähigkeiten nach mehreren Generationen bei einem der Nachkommen wieder auf. Seltsam, das Sein und Vergehen …

    Gefällt 1 Person

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