Woher wissen Sie das?

Manchmal tun mir die Bewohner Leid, wenn sie Demenz haben und alles mögliche vergessen.

Als ich gestern Abend Frau A. den heutigen Beitrag frisch ausgedruckt überreichte und sagte:

„Das ist für Sie. Das ist Ihre Geschichte!“

nahm sie die Blätter in die Hand, las, blickte dann auf und sagte mit gerunzelter Stirn:

„Ja. Das stimmt. Woher wissen Sie das?“

„Na, das haben Sie mir doch alles gestern erzählt“, sagte ich.

„Hab ich das? Na ja, dann stimmt das auch!“

20 Gedanken zu “Woher wissen Sie das?

  1. Puh, ich habe kürzlich „Still Alice“ gelesen. Da geht es um eine 50jährige Professorin, bei der Alzheimer diagnostiziert wird. Das Buch hat mich richtig mitgenommen. Es ist so tragisch, was diesen Leuten passiert. Die Mutter einer guten Freundin vergisst u.a. immer, dass ihr Mann vor über einem Jahr gestorben ist. „Wir müssen noch auf Pablo warten. Er kommt bestimmt gleich… wo bleibt er denn?“ „Mama, Papa ist doch gestorben.“ Herzzerreißend 😥

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  2. das ist ein interessantes Beispiel für Langzeit- und Kurzzeitgedächtnis! Bei deiner Bekannten gibt es einerseits den Speicher mit all den Erinnerungen, der ger nicht vom Vergessen betroffen ist, und andererseits die Gegenwart, die nicht mehr wahrgenommen und „behalten“ wird. Warum wohl? Vielleicht finden die alten Menschen, dass die Gegenwart keine wichtigen neuen Impulse mehr setzt? dass das Wesentliche ganz und gar in der Vergangenheit liegt?

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