Pflege durch Roboter?

Immer wieder hören / lesen wir in den Nachrichten, dass es immer weniger jungen Nachwuchs gibt, die Alten aber immer älter werden. Die Alterspyramide steht irgendwann auf dem Kopf.

Hier im Gerhard-Tersteegen-Haus merken wir Bewohner es täglich, dass immer weniger Pflegekräfte (PK) für viele Bewohner zuständig sind. Wenn fest angestellte PK wegen Krankheit oder Urlaub ausfallen, müssen die, die noch da sind noch mehr tun oder sie müssen durch ZeitarbeitsPK unterstützt werden.

Neue PK einzustellen, ist nicht so einfach, da es wenige gute auf dem freien Arbeitsmarkt gibt. Dazu ist diese wichtige Arbeit einfach zu schlecht bezahlt. 😦

Japan ist führend, was Pflegeroboter angeht. Aber auch deutsche Senioren möchten vom Roboter gepflegt werden.

Sieht so unsere Zukunft aus?

Roboter- Robbe soll Demenzkranken helfen

SZ: Deutsche möchten vom Roboter gepflegt werden

Pflegeunterstützung durch Roboter

36 Gedanken zu “Pflege durch Roboter?

  1. Vor kurzem sah ich den Film „Robot und Frank“: Frank, ein alternder und langsam schusselig werdender ehemaliger Fassadenkletterer und Juwelendieb, bekommt von seinem Sohn einen Roboter geschenkt, der den Haushalt führen und auf Frank aufpassen soll. Frank gewöhnt sich nur sehr widerstrebend an „Robot“, bis er merkt, wie intelligent dieser ist. So gönnt er sich noch einen letzten spektakulären Juwelenraub, bei dem Robot die Alarmeinrichtungen überlistet. Die CIA kommt aber dahinter. Als sie Robots Festplatte löschen wollen, um an Beweise zu kommen, wehrt Frank sich, weil er den Roboter inzwischen liebgewonnen hat und ein Löschen der Festplatte ihm wie ein Mord erscheint. (Letztlich geht es um die alte Asimov-Philosophie aus dem Buch „I Robot“: Haben Roboter eine Persönlichkeit?“ Ein großartiger Film, zumal mein Liebling Susan Sarandon mitspielt. ; . ) Also, ich könnte mir für mich sehr gut vorstellen, mit einem Roboter zu leben. (Wenn er gut kochen kann, hehe).

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  2. Für mich kein schöner Gedanke. Irgendwann gibt es dann keine PK`s mehr, sondern so ein Nerd sitzt vor seinem Bildschirm und steuert den Robbi. Aber was können wir dagegen tun? Vielleicht das alle Menschen ein Soziales Jahr machen müssen? Eine wirklich gute Idee habe ich leider nicht 😦

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  3. Huhu,

    nun ich sehe das ganz simpel, wenn ich die Wahl habe von einer schlecht bezahlten und gestressten Pflegekräften (ich will gar nicht von „bösartigen“ anfangen) das Essen gereicht zu bekommen in einem Tempo das die Uhr vorgibt, oder von einer „Maschine“ in meinem Tempo, dann weiß ich was ich wählen würde. genauso stelle ich es mir angenehmer vor in einem Bett zu liegen das sich langsam und „gleichmäßig“ bewegt zu werden als alle zwei Stunden, auch Nachts(!) von einer Pflegekraft herum „gerollt“ zu werden.
    Was das Waschen angeht bin ich ein bisschen hin und hergerissen, eine Maschine hätte wieder den Vorteil das sie weniger Scham auslösen dürfte, und ihr total egal ist ob sie mir heute zum ersten oder zum 20 mal das Gesicht abwischt weil ich schwitze. das einzige was man dann entbehren muss ist der Hautkontakt zumindest bis die künstliche Haut fertig ist.

    All das gilt eingeschränkt selbst dann wenn man eine Handvoll dieser Roboter so benutzt wie heute Menschen.

    In einer perfekten Welt bleibt dann den Menschen die Zeit „nett“ zu Bewohnern zu sein.
    in einer weniger Perfekten Welt werden die Pflegekräfte gestrichen und durch Admins ersetzt ABER dann bleibt immer noch die Zeit der Angehörigen oder der Ehrenamtler die sich um die „Seele“ der Bewohner kümmern, und von den anstrengenden und herausfordernden Tätigkeiten „befreit“ sind.

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  4. Danke für diesen Beitrag, Katrin. Ich hatte bereits von diesen Robotern gehört, mir macht diese Entwicklung Angst. Solange es um Wäschetransport geht oder einen Roboter als Radio zu nutzen, kann diese Technik bestimmt sehr sinnvoll sein. Aber wenn diese Maschinen Menschen „direkt“ und „persönlich“ ansprechen sollen…Nun, das kommt mir einfach zynisch vor.

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  5. Was es ja jetzt schon gibt sind gemischte WG’s und wenn da die Robots zur Entlastung eingesetzt würden, wäre das in vielen Bereichen eine große Entlastung. Es wäre mehr Zeit für den menschlichen Austausch und das Miteinander, wer möchte.
    Bestimmt gibt es noch zahlreiche Alternativ Modelle. Ganz wichtig ist es aber, es muss für die Betroffenen bezahlbar sein.

    Liebe Grüße
    Babsi

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  6. Also, ich weiß nicht. Ich finde den Roboter zum Beispiel bei der Getränkeausgabe viel zu langsam.Und sitzt jetzt der Pfleger Nachts nur noch vor seinem Bildschirm? Für junge Leute bestimmt „der Hit“. Wer sieht in der Zeit in die Zimmer? Memory nur für eine Person. Und die braucht geschultes Personal, um alles zu erklären. In der Zeit hat man eigentlich schon mit 5 Leuten zusammen etwas gespielt… Meine Eltern hätten sich bestimmt gefürchtet, wenn der Roter mit in den Aufzug kommt. Und von den Preisen für diese Geräte mal ganz abgesehen, Pflege, Wartung und dann stimmt was mit der Software nicht? Und abwaschen muss man das Ding auch, wird ja ständig von jedem angefasst.Ich denke nur an den winterlichen Norovirus…Also, ich weiß nicht!

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  7. Für mich wäre die Frage, was ein Pflegeroboter so alles erledigen soll und wo er zum Einsatz kommt.
    Ich glaube nicht, dass ein Roboter die Körperpflege übernehmen könnte und die zwischenmenschliche Interaktion, das Kümmern, Gespräche wohl auch nicht.

    Aber als Teil einer Hausautomation im Pflegeheim könnt ich mir so einen Roboter schon als Hilfe vorstellen. Mein Freund, auch MSler, lebt jetzt seit 5 Monaten im Pflegeheim. Seit 3 Tagen hat er einen E-Rolli, der ja im Prinzip auch eine Art von (Fahr-) Roboter ist, und es ist enorm, was dieser E-Rolli für einen Gewinn an Selbständigkeit gebracht hat. Denkbar wäre ja, dass die Pflegeperson dem persönlichen Pflegeroboter sagen kann, was grad benötigt wird (z.B. Licht an- und ausschalten, Gardinen auf- oder zuziehen, Fenster / Türen öffnen, runtergefallene Dinge aufheben). Und der Roboter würde das auf Zuruf erledigen können, ohne dass man 20 min oder (ggf. auch viel) länger warten muss, bis die Pflegekraft Zeit hat.

    Hab grad gesehen, dass japanische Forscher einen Prototyp entwickelt haben, der Pflegebedürftige ins Bett bringen kann. So ein Roboter hätte – wenn er denn richtig und sicher funktioniert und es genügend davon gibt – den Vorteil, dass man selber bestimmen kann, wann man ins Bett möchte und wann heraus (und nicht der Schichtplan).

    Ein interessanter Film in diesem Zusammenhang scheint:
    http://www.ndr.de/kultur/film/Roboter-als-Altenpfleger,roboter486.html

    Vielleicht gibt es den Film demnächst im Verleih, wäre interessant zu erfahren, wie die pflegebedürftigen alten Damen Alice im Endeffekt finden 🙂 (Herrlich das „Hä?“ in der Mitte des Trailers!)

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