Da war’n es nur noch 2

Wir waren tatsächlich einmal drei MS’ler um die 50 (Jahre alt) im GTH.

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geralt – pixabay.com

Ich kam Anfang August 2013. Ich kam direkt aus dem Krankenhaus ins GTH. Meine alte Wohnung habe ich nie wieder betreten oder gesehen. Da ich mich aber Anfang 2013 schon nach Heimplätzen erkundigt hatte und mich durch meinen Vater auf die Warteliste bei zwei Heimen hatte setzen lassen, bekam ich von Anfang an ein Einzelzimmer. Es war auch Glück, dass zu dem Zeitpunkt eins frei war. Glück im Unglück. 😉

Dann kam U. Anfang 2015. Auch sie kam direkt aus dem Krankenhaus zur Kurzzeitpflege und zum Aufpäppeln nach einer echten Grippe ins GTH. Sie bekam den Platz im Doppelzimmer bei Frau W.. Seit wenigen Tagen hat sie nun endlich ein Einzelzimmer bekommen.

Zuletzt kam B. in diesem Jahr 2016. Sie kam aus ihrem Eigenheim, das sie mit Mann und zwei erwachsenen Kindern bewohnt, wenige Tage zur Kurzzeitpflege, um das Heim mal kennen zu lernen. Sie konnte ihren Aufenthalt immer wieder verlängern und war letztendlich einen guten Monat hier.

So wurde also die MS-Gang ins Leben gerufen. Denn wir waren drei ‚junge‘ (für ein Altenheim) Frauen mit Multiple Sklerose.

Leider ist B. wieder ausgezogen. Sie hatte immer für ein dauerhaftes Bleiben ein Einzelzimmer zur Bedingung gemacht. Das hat sie dann zuletzt auch bekommen, allerdings nicht auf dem Wohnbereich ihrer Wahl. So war sie also nie richtig glücklich hier. Zu guter Letzt ist sie dann auf eigenen Wunsch wieder ausgezogen.

Alexas_Fotos pixabay.com

Alexas_Fotos – pixabay.com

Da waren es also nur noch zwei. *seufz *

12 Gedanken zu “Da war’n es nur noch 2

  1. …ist ja wirklich ein fetziger Clip. Ohne so ganz genau zu wissen, wie Ihr so Euer Leben gestaltet, könnte man sich jetzt allerlei vorstellen… nein, Spass beiseite. Im Ärzteblatt war kürzlich ein Artikel über ein Seniorenheim für Drogenabhängige und Hippies in Holland. Es war ein ganz ersthafter Artikel, und ich fand klasse, dass nicht jeder die Herzbuben hören muss, der in ein Seniorenheim einzieht und auch nicht verlangt wurde, dass Langzeitabhängige sofort clean sind. Sie übernehmen kleine Arbeiten in der Nachbarschaft wie Kehrwoche und Rasenmähen, um ihre Sucht zu finanzieren.
    Aber genug von den Spezialfällen. Ich wünsche Euch beiden Verbliebenen gute Zeiten miteinander und auch sonst Fünkchen, die den Tag erhellen, immer wieder mal eins…Ob Du das Buch “ Der Zwerg reinigt den Kittel“ kennst? Auch eine derbe Satire, die im Seniorenheim spielt. Wenn Du nicht die toten Hosen hier reingeklippt hättest, wäre ich sicher nicht auf die Idee gekommen, dies zu erwähnen…

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