Vielleicht habt ihr euch schon mal gefragt, wie es mittlerweile Frau W. geht. Zu Beginn meines Blogs habe ich ja öfter von ihr erzählt. Von ihr und Frau M., die ‘Freundinnen’, die beide an meinem Tisch im Speisesaal saßen. Frau M. ist vor kurzem gestorben. Aber Frau W. geistert immer noch durchs Haus. Sie wohnt mit U. immer noch in dem Doppelzimmer.
Kürzlich hörte ich Herrn Regels wie er rief: “FrauW.! Wohin des Weges, junge Frau?”
Frau W. war schon wieder dabei, aus dem Heim zu verschwinden. Sie war schon im Eingangsbereich. Jetzt drehte sie sich um.
“Hm? Meinen Sie mich??”, säuselte sie.
“Natürlich!”, antwortete Herr Regels strahlend.
Jetzt kicherte Frau W.: “Och… weiß ich auch nicht…”
“Na dann kommen Sie mal mit. Ich bringe Sie auf Ihr Zimmer!”, sagte Herr Regels ganz bestimmt.
“Auf mein Zimmer? … Ja. Das ist gut”, meinte Frau W. beruhigt.
Herr Regels hatte schon mal auf den Aufzugrufknopf gedrückt. Ein wenig mussten sie aber warten, bis er kam. Das war schon fast wieder zu lang für Frau W.. Sie trippelte im Eingangsbereich von einem Aushang zum nächsten und war schon fast wieder an der Ausgangstür.
Da kam der Aufzug! Der aufmerksame Herr Regels fasste Frau W. bei der Hand und lotste sie in den Aufzug.
Geschafft!
Zumindest scheint sie friedlich zu sein und sich nicht zu widersetzen.
Sie ist ein herzensguter Mensch!
Traurig, wenn es soweit kommt.
… das kenne ich nur zu gut von der Dame mit der sich meine Mutter das Zimmer teilte, im verschwinden war sie so schnell wie ein Wiesel…