Die Ehrenamtler der Krefelder Seniorenhilfe treffen sich im GTH

Frau Ulrike Miesen fragte mich, ob ich den Ehrenamtlern der Krefelder Seniorenhilfe bei ihrem nächsten Treffen etwas über mein Leben im Altenheim erzählen könne.

Herr Blinzler, Einrichtungsleiter des GTH, ist einer der zwei Geschäftsführer der KS Krefelder Seniorenhilfe GmbH.

Die KS Krefelder Seniorenhilfe ist eine GmbH, die vom Neukirchener Erziehungsverein und der Krefelder Familienhilfe gegründet wurde.

Die Ehrenamtler begleiten und unterstützen Senioren in der häuslichen Umgebung. Damit beugen sie einer möglichen Vereinsamung vor. Außerdem entlasten sie pflegende Angehörige, die ihre Verwandten zu Hause pflegen.

Sollte dann irgendwann der Zeitpunkt gekommen sein, den Senioren in ein Heim überzusiedeln, sind sie oft erster Ansprechpartner zu dem Thema. Daher wollten sie sich von mir erzählen lassen, wie das Leben im Heim denn so sei.

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„Ist das Essen wirklich so schlecht?“

„Es ist sogar sehr gut hier!“

„Gibt es auch noch echte Freundschaften / Liebe im Heim?“

„Ja und ja. Das Leben im Heim ist nicht viel anders, als ‚draußen‘ was diese menschlichen Gemütsbewegungen angeht.“

„Haben sie Internetanschluss?“

„Ja. Aber es ist die Ausnahme. Ich habe es selbst (bzw. durch meinen Vater) organisiert und bezahle es selbst. Im Heim gibt es nur Internet für die Angestellten. Bei mir wurde also eine ganz neue Leitung gezogen. Somit habe ich einen völlig unabhängigen Anschluss.“

„WAS???!!! Kein WLAN für die Bewohner???“

Der Chef zuckte zusammen: „Das wird sich demnächst ändern. Wir bekommen einen neuen Telefon-Anbieter mit neuen Leitungen, neuem Klingel-Notruf-System und zusätzlich Internet für die Bewohner noch in diesem Jahr!“

„Wie ist es denn für Sie als junger Mensch unter all den ‚Alten‘?“

„Ich fühle mich hier sehr wohl. Ich konnte schon immer gut mit Kindern und mit alten Menschen umgehen. Ob ich jemanden mag, ist für mich nicht abhängig vom Alter. Meine liebe Tischnachbarin im Speisesaal ist momentan doppelt so alt wie ich. 😉 Ich bin 48. Wir verstehen uns hervorragend! Außerdem gibt es auch einige jüngere Bewohner hier im GTH.“

Zum Ende hin wollten Herr Blinzler und Frau Miesen den Ehrenamtlern noch die Presse-Wand zeigen. Ich verabschiedete mich geschafft.

Presse-Wand des GTH

Presse-Wand des GTH

10 Gedanken zu “Die Ehrenamtler der Krefelder Seniorenhilfe treffen sich im GTH

  1. Ich kann mich Ute nur anschließen. Und das mit dem Internetanschluss ist heute echt ein Problem. denn selbst mein Vater war mit 95 Jahren noch viel im Internet unterwegs und als er in die Pflege musste, da hab ich mit viel Mühe einen Internetstick besorgt. Aber auch der teuerste Anbieter hatte eine zu lahme Leistung. Hätten wir uns ins W-Lan vom Heim einhängen können, dann wäre er auch nicht immer eingeschlafen, bis sich die Seite vollständig geladen hätte.
    Mit einem Schmunzeln ganz liebe Grüße Hanna

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  2. Ja, die Sache mit dem Internetanschluss – ich fürchte, da wird sich die Mehrzahl der Einrichtungen noch gewaltig umschauen. Das ist mittlerweile so allgegenwärtig, dass man ja nicht mal mehr sagen muss „was soll werden, wenn wir mal alt sind“. Du, Katrin, bist ja das beste Beispiel dafür, dass auch ein Altenheim Internet für seine Bewohner braucht. Und wie das mal wird, wenn die Internetkiddies von heute ins Heim kommen, da freue ich mich ja schon drauf. Da wird dann zwischen den Wohnbereichen geskypt, wenn man mal nicht in den Speisesaal kommen kann ;-).

    Gefällt 1 Person

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