Parallelwelten – Pflegenotstand

Es gibt den Begriff ‚Parallelwelt‘ in der Physik, der Philosophie und der Psychologie (siehe Parallelwelt – Wiki). Die die ich meine, sind die unterschiedlichen Realitäten, in denen sich die Menschen hier auf unserer Erde bewegen.

Zuerst fiel mir auf, dass ich die Welt eines Altenheims / Pflegeheims nicht kannte, bevor ich hier einzog. Ich denke, das geht den meisten Menschen so. Dabei werden wir alle älter / alt und brauchen irgendwann Hilfe im Alltag. Wenn es dann keine Familie gibt, die das stemmen kann, geht es ins Heim.

Daher also schon 2 Parallelwelten: Selbstständigkeit ↔ Abhängigkeit

Dann gibt es die Parallelwelten, die durch Geld / Einkommen entstehen.

Solche, die durch Herkunft entstehen.
Das merkt man schon in der eigenen Stadt, im eigenen Land.
Besonders stark merkt man es, wenn man zwei verschiedene Länder miteinander vergleicht (Deutschland ↔ Syrien???).

Parallelwelten durch Alter.
Die Jugend lebt oft in einer ganz anderen Realität als die älteren Menschen.

Ursprünglich gebracht auf dieses Thema hat mich die momentan recht angespannte Situation in der Pflege.

Pflegenotstand – Jürgen Domian

19 Gedanken zu “Parallelwelten – Pflegenotstand

  1. Pflegeberufe werden nur aus Idealismus gewählt und dann mit zu wenig Geld zum Überleben, kaputtem Rücken kommt dann das Erwachen. Sie müssten viel mehr Beachtung bekommen für ihren schweren Job, monitär und gesellschaftlich! die Vorsitzenden der KK könnten sicher mit weniger leicht auskommen!

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  2. Viele Parallelwelten schaffen wir selber. Jung und alt zum Beispiel. Die Jungen haben was, was die Alten einfach mal akzeptieren sollten und die Alten haben viel erlebt, wovon die Jungen nicht mal träumen.

    Katrin, du lebst es vor, als junge im Altenheim. Du hörst zu, biegst aber auch alte Äste manchmal noch um. Und das ist schön.
    Überlegen wir mal, wo wir die Parallelen ein wenig aufeinander zu biegen können

    Zum Pflegenotstand
    In der Schweiz werden die Pflegeberufe besser bezahlt. Keine Ahnung was da anders läuft.
    Mit Motivation und sozialem Engagement alleine kann man eben nicht die Miete bezahlen.
    Wenn die Sachbearbeiterin im Personalbüro des Altenheims mehr bekommt (ich sag nicht “verdient“), als erfahrenes Pflegepersonal, dann stimmt was nicht.

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  3. Ich bin gerade auf dein Blog gestoßen! Ich finde es unheimlich mutig, dass du so offen über alles schreiben kannst und das dem Anschein nach auch gerne machst :)! Ich musste meine Mutter letztes Jahr in einen 24 Stunden Pflegedienst übergeben, da ich es beruflich und zeitlich leider nicht mehr geschafft habe. Ich finde es ist aber so ein großer Schritt, den man gerne vermeiden möchte, doch irgendwann hat ihn jeder, so zumindest mein Gefühl. Auf jeden Fall bin ich absolut erfreut was du niederschreibst und möchte dich nur ermutigen weiterzumachen und dein Leben zu genießen! 🙂

    Liebe Grüße
    David

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  4. Ich denke schon lange, dass jeder Mensch eine eigene Welt ist und in manchen Bereichen überschneiden sich diese Welten mit denen anderer Menschen …. Manche Welten sind einander ähnlicher als andere aber im Grunde kann niemand die Welt der anderen so richtig verstehen.
    Aber ich weiß schon, dass du das nicht ganz so gemeint hast 🙂

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  5. Zitat: „Wenn es dann keine Familie gibt, die das stemmen kann, geht es ins Heim.“

    Das muss nicht sein. Ein Heim ist nicht die einzige Option. Es gibt inzwischen zunehmend mehr Wohnprojekte, die mit einem herkömmlichen Altenheim nichts zu tun haben. Allerdings stehen die natürlich nicht ad hoc von einem Tag auf den anderen zur Verfügung, wenn man darauf angewiesen ist, sondern man engagiert sich dort schon deutlich längere Zeit davor.

    Wer im Alter anders leben will, als im Altenheim/Pflegeheim, muss sich bezeiten darum kümmern und sich einbringen ….

    Für Dinge, die in jungen Jahren passieren, greift das natürlich nicht, ich beziehe mich da nur aufs Alter und das eigene langfristige Vorsorgen.

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    • „Wer im Alter anders leben will, als im Altenheim/Pflegeheim, muss sich bezeiten darum kümmern und sich einbringen ….
      Für Dinge, die in jungen Jahren passieren, greift das natürlich nicht, ich beziehe mich da nur aufs Alter und das eigene langfristige Vorsorgen.“

      Wenn man es sich finanziell leisten kann dann kann man das sicher ins Auge fassen. Wenn nicht hat sich das mit den Planungen schnell erledigt. Das was Du schreibst will ich nicht schlecht reden weil ich weis das das klappen kann.
      (leider) weis ich aber auch das in der Theorie und auf dem Papier alles ganz toll ist, die Realität einem dann aber den Hammer ins Gesicht schlägt.

      Gefällt 1 Person

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