Früher Bodenleger

Herr A. R. wohnt schon einige Jahre hier im GTH. Er hat einen kaum älteren Bruder (E. R.), der ihn jeden Tag besucht. Die beiden hängen sehr aneinander. Im Zweiten Weltkrieg flohen sie damals gemeinsam aus Westpreußen.

In Krefeld machten sie sich selbstständig als Bodenleger mit eigenem Geschäft: ‚Fußboden R.‘ am Flünnertzdyk am Rande des Hülser Bruch.

Die Aufgaben hatten sich die Brüder geteilt. E., der ältere der beiden ist kräftiger und war so eher für das Handwerkliche, das Körperliche zuständig. A. hatte das ‚Köpfchen‘ und machte die ganze Kopfarbeit im Büro.

Als Bodenleger statten sie Räume mit Teppich-, Linoleum-, PVC- und Korkböden oder Belägen aus anderem Material wie Laminat oder Fertigparkett (Stab- und Mosaik-Parkett) aus.

Sie mussten Unterböden beurteilen und prüfen, Trockenunterböden herstellen, alte und neue Estriche vorbereiten.

Dann wurden

  • elastische Beläge, wie PVC, Gummi, Linoleum usw.
  • textile Beläge, wie gewebte oder getuftete Teppichböden, Nadelvlies usw.
  • Schichtstoffelemente, wie Laminat oder Fertigparkett
  • Fliesen
    fachgerecht verarbeitet und dies sowohl auf Flächen (Böden und Wände) auch auf Treppen und manchmal sogar an Wänden verlegt.
    Zudem war E. auch Stuckateur. Daher machten sie auch Innenausbau.

Es ist ein sehr abwechslungsreicher, anstrengender Beruf.

(Die Bilder zeigen Bodenleger bei der Arbeit beim Verlegen des neuen Fußbodenbelags im Sommer 2015 auf WB 2.)

Bodenleger (Wiki)

Beruf Bodenleger (Arbeitsagentur)

8 Gedanken zu “Früher Bodenleger

  1. In unseren routinemäßigen Abläufen des täglichen Lebens vergessen wir oft das unsere älteren Menschen vielseitige und auch spannende Lebensgeschichten hatten (und vielleicht auch noch haben). In unserem kleinen Dorf, wo die meisten Bewohner über 65 sind, gibt es so viele Geschichten/Erfahrungen die irgendwan mal verschwinden werden. Ich finde es toll das Du diese Blog Beiträge über die Bewohner von dem Heim schreibst. Das regt mich immer wieder an mit „meinen“ älteren Einwohners im Dorf über ihr eigenes Leben zu reden 🙂 – auch wenn ich unterwegs bin, mit älteren in der U-Bahn, S-Bahn oder im Zug ein Gespräch anzufangen.

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