Sonnenschein und Weihnachtsgeschenke

Gestern war der erste Wochentag nach den Feiertagen. Der Morgenhimmel sah schon wunderschön aus und versprach einen schönen Tag.

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Als es nach dem Mittagessen immer noch schön aussah draußen, entschloss ich mich mit meinem E-Rolli eine Runde an der frischen Luft zu drehen. Es war herrlich!

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Als ich dann wieder beim GTH ankam, war es Kaffee-Zeit. Ich entschloss mich, den im kleinen Speisesaal auf dem WB zu trinken. Dort saßen schon einige Bewohner und warteten darauf. Ich setzte mich zu ihnen an den Tisch, denn dort konnte ich gut hinrollen. Stühle waren nicht im Weg.

Es gab Kaffee oder Tee und kleine Mini-Stollen. Sie waren so groß, wie ein dickes Plätzchen und schmeckten richtig gut!

Mini Marzipan Stollen (Detail).jpg
Mini Marzipan Stollen (Detail)“ by Rene MT – originally posted to Flickr as Mini-MarzipanStollen (Detail). Licensed under CC BY 2.0 via Commons.

Da saßen wir also, tranken Kaffee oder Tee und knusperten Stollen. Um ein gemeinsames Gespräch zustande zu bringen, fragte ich:

„Und? Haben Sie denn alle auch etwas zu Weihnachten bekommen?“

Frau Ke. strahlte, griff neben sich und sagte: „Das war die Überraschung, von der meine Schwestern schon im Vorhinein geheimnisvoll erzählt hatten.“ Sie streichelte das Sitzkissen ihres Rollis. „Es ist so schön warm! Und es hat auch Taschen!“

Es war wirklich ein tolles Geschenk. Ich muss mir das nochmal genauer ansehen. Vielleicht wäre das auch etwas für mich.

Frau L. sagte nach einer etwas längeren Pause: „Meine Tochter und ihr Mann haben mich abgeholt und nach Hause gebracht!“ Sie strahlte. „Meine Enkelin war auch dort! Wir haben zusammen Kaffee getrunken und Plätzchen gegessen und erzählt. Das war schön!“

„Wie alt ist Ihre Enkelin?“, fragte ich.

„Anfang 30“, bekam ich zur Antwort.

 „Ah… dann haben Sie vielleicht auch Urenkel?“, fragte ich  neugierig. 😉

„Diese Enkelin hat noch keine Kinder. Aber ich habe ja noch mehr Enkel und dadurch auch Urenkel!“, bekam ich zu hören. Frau L. war sehr stolz!

„Was ist mit Ihnen, Frau V.?“, fragte ich die letzte in unserer Runde.

„Hm…? Was…?“, fragte sie desorientiert. Sie hatte sich gerade gedankenversunken Kaffee und Stollen hingegeben.

„Was haben Sie zu Weihnachten bekommen?“,  wiederholte ich meine Frage.

„Ich? Zu Weihnachten? Nein, ich habe nichts bekommen?“, kam die Antwort.

„Waren Sie denn vielleicht bei Ihren Verwandten?“

„Nee, die sind in Urlaub.“

„Hmm…“, das klang irgendwie traurig.

„Ach, wissen Sie“, sagte Frau V., „ich bekomme immer irgendwas geschenkt, wenn ich Besuch bekomme. Und ich bekomme genug Besuch. … Da hab ich dann jedes Mal Weihnachten. 🙂 “ Frau V. hat einen ganz besonderen, trockenen Humor. 😀

8 Gedanken zu “Sonnenschein und Weihnachtsgeschenke

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