Wie viel Persönliches verträgt ein Blog?

Maria Al-Mana rief auf ihrem Blog ‚Unruhewerk‚ zu einer Blogparade auf und stellte folgende Fragen:

  • Wie haltet ihr es mit der persönlichen Offenheit in eurem Blog?
    ***
    Man kann den Blog auf ‚öffentlich‘ oder ‚privat‘ stellen. Aber ich möchte mit meinen Beiträgen möglichst viele Menschen erreichen. Daher verlinke ich den Blog auch mit Twitter, Facebook, Tumblr, LinkedIn und Google+.
    ***
    Allerdings würde ich nicht alles über mich öffentlich breittreten. Ich würde keine peinlichen Fotos oder Beiträge posten.
    ***
    Menschen, die ich in meinen Beiträgen erwähne, informiere ich vor der Veröffentlichung darüber, lasse sie den Entwurf lesen. Wenn gewünscht, ziehe ich ihn zurück.
    ***
    Ich habe mir auch das OK des Einrichtungsleiters geholt, bevor ich den Blog angefangen habe.
    ***
  • Rechnet ihr?
    ***
    Ich rechne, was mich der Blog kostet. Wie lange ich mir das leisten kann, denn die Heim-Unterbringung ist teurer, als ich monatlich Einnahmen habe. 😦
    ***
  • Lasst ihr euch von Emotionen leiten?
    ***
    Ja! Ab und an muss ich mir schon mal Luft machen und dann hilft mir das Schreiben.
    ***
    Manche Dinge / Menschen erwähne ich nicht, manche sind mir sehr ans Herz gewachsen und das merkt man dann auch in meinen Beiträgen.
    ***
  • Oder müsst ihr gar nicht mehr drüber nachdenken, habt schon ein so gutes Gefühl dafür, was geht, was ihr wollt, womit ihr euch (noch) wohlfühlt?
    ***
    Ich habe schon ein Gefühl dafür, was geht, was ich will, womit ich mich (noch) wohlfühle. Sollte ich Zweifel haben, lasse ich vor der Veröffentlichung meine Entwürfe von anderen lesen.
    ***
  • Gab es Situationen, in denen ihr persönliche Dinge gepostet habt, die euch unerwartet Bauchschmerzen gemacht haben?
    ***
    Nein.
    ***
    Oder die dumme Situationen und/oder Reaktionen hervorriefen?
    ***
    Manch einer neidet mir meinen Erfolg mit dem Blog.
    ***
    Welche Konsequenzen  in puncto persönlicher Offenheit habt ihr daraus gezogen?
    ***
    Keine.
    ***
  • Wünscht ihr euch, mutiger/offener im Netz zu sein, traut euch aber (noch) nicht?
    ***
    Nein.
    ***
  • Habt ihr eure Sichtbarkeits-Strategien jemals bewusst geändert, von „Da halt ich mich mal lieber bedeckt“ zu „mehr Offenheit“ – oder umgekehrt?
    ***
    Nein.
    ***
  • Oder haltet ihr solche Strategien ganz grundsätzlich für völligen Blödsinn? Wenn ja: warum?
    ***

    Das muss jeder Blogger mit sich selbst ausmachen. Aber ich finde es nicht blödsinnig, sich vorher ein paar Gedanken zu machen.
    ***
  • Und noch mal zum Rechnen: Gibt es so etwas wie ein Idealbild eurer Präsentation im Netz? Wie viel Offenheit enthält das? Und wie erreicht ihr dieses Idealbild?
    ***
    Das Idealbild setze ich selber: Information, Unterhaltsamkeit, keiner darf dabei verletzt werden, korrekte Rechtschreibung (soweit ich das schaffe).
    ***
    Wenn diese Punkte eingehalten werden, ist Offenheit kein Problem.
    ***
    Das erreiche ich, indem ich auf mein ‚Bauchgefühl‘ höre. Wenn ich zweifele, lasse ich vor der Veröffentlichung meine Entwürfe von anderen lesen.
    ***
  • Gibt es unter euch Blogger, die über diese Frage noch nie nachgedacht haben – und ich mach hier ganz unnötig die Pferde scheu?
    ***
    Ich denke, du schneidest ein wichtiges Thema an, über das sich jeder Blogger Gedanken machen sollte.
    ***
  • Oder habt ihr euer Blogthema von Anfang an schon bewusst so gewählt, dass ihr euch solche Fragen erst gar nicht stellen müsst? Wenn ja: Wie geht es euch damit? Fehlt euch da manchmal die „persönliche Note“?
    ***
    Es hängt vom Blogthema ab, ob man sich diese Fragen stellen muss. Sobald man seine persönliche Umwelt zum Thema macht, sollte man sich diese Fragen auf jeden Fall stellen.
    ***
    Eine ‚persönliche Note‘ macht einen Blog gefälliger, tut jedem Blog gut. Ich mag das. Letztendlich ist das wie bei Büchern.
    ***
  • Wenn ihr andere Blogs anseht: Mögt und folgt ihr eher denen mit „persönlicher Note“ – oder lieber jenen, die (so weit das geht…) „neutral“ daher kommen?.
    ***
    Wenn ich Neutralität will, dann nur bei reinen Informationsquellen.
    ***
    Einen Blog, den ich gerne wiederholt besuche, muss eine ‚Seele‘ haben, muss auch Persönliches zeigen.
    ***
  • Wie viel Sichtbarkeit im Netz verträgt das berufliche, private und persönliche Selbst-Bild? Wie wägt ihr ab? Was zeigt ihr, wie viel von euch? Und was – warum? – nicht?
    ***
    Das ist einer der seltenen Fälle, wo ich froh bin nicht mehr im Beruf zu stecken. Darüber muss ich mir Gott sei Dank keine Gedanken mehr machen.
    ***
    Was das Private und Persönliche angeht, ist das so wie in den eigenen vier Wänden: Bad und Schlafzimmer sind für die Öffentlichkeit tabu! Ich würde keine Nacktfotos oder zu intime Erzählungen in Beiträgen des Blogs zeigen/erwähnen.

22 Kommentare zu „Wie viel Persönliches verträgt ein Blog?

  1. Spannende Fragen! Und danke für deine Antworten, sehr interessant zu lesen, wie du damit umgehst. Da du ja nicht anonym bloggst, sieht das hier ja nochmal ganz anders aus, als beispielsweise bei mir. Bei meinen Themen kommt für mich aber auch immer wieder die Frage auf, was darf, was geht, was möglich ist.

    Gefällt 1 Person

      1. Nicht doch: §55 des Rundfunkstaatsvertrags (RStV) regelt, dass Angebote, die „ausschließlich persönlichen oder familiären Zwecken dienen“, kein Impressum benötigen.
        Sobald eine Seite geschäftsmäßig betrieben wird, ein Geschäftinteresse verfolgt (z.B. auch Einnahmen aus Werbung generiert), muss aber ein Impressum drin stehen.

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  2. Ich lese gerade (jetzt endlich mal in aller Ruhe) bei Maria vom Unruhewerk mir alles noch einmal durch (also nicht alles um genau zu sein) und da bin ich auch hier gelandet und muss sagen, tolle Antworten und ein noch viel tolleren Blog hast Du! Ich schaue bestimmt nochmal öfter vorbei („pack“ Dich gleich in meine Blogroll). Mach weiter so kann ich nur sagen und noch einen schönen Abend und liebe Grüße aus Niedersachsen von
    Kirsi

    Gefällt 1 Person

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