Einladung zum Pflaumenkuchen

Gestern hatte ich eine Einladung zum selbst gebackenen Pflaumenkuchen-Essen! Das war ganz toll! So toll, dass sogar das Wetter mitspielte!

Vorgestern hatte es den ganzen Nachmittag geregnet. Ich dachte schon, der Pflaumenkuchen fällt im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. 😦

Aber gestern Morgen schien dann die Sonne ganz wunderbar! So hoffte ich nur noch, dass das Wetter halten möge.

Das tat es!!!

Um 15.00 Uhr machte ich mich mit meinem E-Rolli auf den Weg. Frau H. war mit dem Fahrrad gekommen und fuhr voraus. So fand ich den Weg zu ihr nach Hause spielend leicht.

Frau H. ist eine ehemalige Kollegin meiner Oma. Sie fing 1965 an, in der Firma zu arbeiten, wo auch meine Oma arbeitete. Sie arbeiteten noch gut 10 Jahre zusammen bevor meine Oma in Rente ging. Sie hatten ein sehr herzliches Verhältnis.

Nach einer knappen halben Stunde waren wir am Ziel. Dort erwartete uns am Morgen gebackener, frischer Pflaumenkuchen und Apfelstreusel! Mir lief das Wasser im Munde zusammen, als ich das sah.

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Da das Wetter schön war, konnten wir draußen auf der geschützten Terrasse sitzen. Herrlich! So saßen wir dann zu dritt am Tisch und ließen uns Kaffee und Kuchen schmecken.

Einige Wespen fanden den Kuchen auch sehr appetitlich und tauchten prompt auf. Das weckte den männlichen Jagdinstinkt in Herrn H.. Bewaffnet mit einer Zeitschrift rückte er den Wespen zu Leibe.

Während wir dort saßen und genüsslich aßen, erfuhr ich einiges über meine Oma, das ich bis dahin noch nicht gewusst hatte. So meinte Herr H., der einige Zeit die Augen geschlossen hatte, ihm sei, als höre er meine Oma. Der Klang meiner Stimme erinnerte ihn sehr daran.

„Und als ich die Augen dann öffnete, bestätigte sich mein Eindruck“, sagte er, „die Mimik, die Gesten… ganz wie Frau L. (meine Oma) !“

Das erstaunte mich sehr! Da ich jedoch immer ein sehr gutes Verhältnis zu meiner Oma hatte, fand ich diese Bemerkung schön. 🙂 Das GTH verbindet mich auch mit meiner Oma. Hier hat sie die letzten 1½ Jahre ihres langen Lebens gelebt. Sie wurde 92 Jahre alt.

Zum Schluss packte mir Frau H. noch Kuchen ein für „meine Familie“ im Speisesaal. Dann machten wir uns auf den Rückweg. Total KO aber glücklich kam ich wieder im GTH an! Es war ein sehr schöner Nachmittag! Danke!

Distress und Eustress

21 Gedanken zu “Einladung zum Pflaumenkuchen

  1. Liebe Katrin,
    da hattest Du wirklich einen schönen Tag. Es ist so schön, wenn man merkt, dass man auch eine Geschichte hat, dass die Vorfahren in uns weiterleben. Ich hatte da auch so ein Erlebnis in diesem Jahr. Meine Tante war gestorben und zur Beerdigung lerne man Verwandte kennen, von denen man allenfalls schon etwas gehört hatte. Und dann war es so herrlich zu beobachten, wie gerade die jüngere Generation zusammenfand und so entstand ein Foto, auf dem alle dienigen zu sehen sind, die den selben Ururgroßvater hatten. Meine Tochter ist seitdem mit Annabell aus Köln befreundet und es hat so etwas ganz Besonderes, wenn man beide Mädels beobachtet und weiss, ihre Ururgroßeltern wären begeistert, wenn sie sehen könnten, wie sie in der Jugend weiterleben.

    Ich wünsche Dir von ganzen Herzen einen schönen Sonnabend.

    Liebe Grüße aus Berlin
    Katrin

    Gefällt 1 Person

  2. Pingback: Einladung zum Erdbeerkuchen | Meine Erlebnisse im Altenheim

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