Katrin fotografiert ihr Essen

In den letzten Tagen kursierten wieder einmal Negativ-Schlagzeilen über das Leben im Altenheim. Frührentner Jürgen fotografierte sein zugegebenermaßen nicht gerade appetitlich aussehendes Altenheim-Essen und zeigte es auf seiner Facebook-Seite.

Warum fotografiert Jürgen sein Essen? | ARD Morgenmagazin | DAS ERSTE

Damit dieses Negativbild nicht allein stehen bleibt, habe ich mich entschlossen, etwas über das Essen im GTH zu posten:

Speiseplan 27. KW


Mein Essen Montag: Menü 2, leider kein Foto, war alles sehr lecker!


Mein Essen Dienstag, halbe Portion
Mein Essen Dienstag: Menü 1, Hauptgang halbe Portion

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Vorsuppe
Mein Essen Mittwoch: Menü 2: Vorsuppe, Hauptgang, Nachtisch
Mein Essen Mittwoch: Menü 2: Vorsuppe, Hauptgang, Nachtisch

Essen Donnerstag:

Vorsuppe
Vorsuppe
Menü 1 hatte meine Nachbarin
Menü 1 hatte meine Nachbarin
Menü 2 hatte ich
Menü 2 hatte ich

Zum Nachtisch gab es Sahnejoghurt.
Alles schmeckte sehr gut.


Mein Essen Freitag:

Vorsuppe: Himbeer-Kaltschale
Vorsuppe: Himbeer-Kaltschale
Hauptgang Menü 1, halbe Portion
Hauptgang Menü 1, halbe Portion
Nachtisch
Nachtisch

Wie immer war alles sehr schmackhaft. Die spontane Idee mit der kühlen Kaltschale statt einer heißen Suppe war an diesem heißen Tag genial!


Samstags gibt es immer Suppe oder Eintopf.

Mein Essen am Samstag:

Menü 2, Kartoffelsuppe mit Bockwürstchen
Menü 2, Kartoffelsuppe mit Bockwürstchen
Nachtisch: Wassermelone
Nachtisch: Wassermelone

Letzte Runde: Sonntag

Vorspeise: angesichts der Hitze wieder eine Kaltschale
Vorspeise: angesichts der Hitze wieder eine Kaltschale
Hauptgang Menü 2, halbe Portion, geschnitten
Hauptgang Menü 2, halbe Portion, geschnitten
Nachtisch: Eis
Nachtisch: Eis

 

Wir können immer zwischen zwei Menüs wählen. Der Speiseplan wechselt wöchentlich. Er wiederholt sich alle zwei Wochen, wird aber der Saison angepasst, so dass sich nicht alle zwei Wochen genau der selbe Speiseplan wiederfindet.

Zudem gibt es an Feiertagen immer besondere Festmahlzeiten. Auch werden bestimmte Feste eingestreut, zum Beispiel Oktoberfest, Italienischer Tag, Französischer Tag und ähnliches.

Ein Mal im Jahr lädt die Küche zum Gala-Dinner ein. Das ist ein 4-Gang-Menue zu dem auch Wein serviert wird.

Menue
Unser Gala-Dinner Menue 2014

Als Schlussbemerkung kann ich sagen, dass ich meistens sehr zufrieden mit den Speisen im GTH bin. Sollte das einmal nicht der Fall sein, hat man immer die Möglichkeit, eine Beschwerde einzureichen.

Zudem gibt es ca. alle 6 Wochen eine sogenannte Speiseplanbesprechung an der alle Bewohner teilnehmen können. Anwesend ist die Leitung der Hauswirtschaft und einer der beiden Köche. Hier kann man Kritik loswerden und auch Vorschläge machen, was man gerne mal auf der Speisekarte sehen möchte.

Was ich jetzt hier in Bildern vorgestellt habe, ist das Mittagessen. Morgens und abends gibt es ein Büfett, wo sich die Bewohner selber bedienen können. Wer das nicht alleine kann, wird von den Angestellten der Hauswirtschaft versorgt. Wer sehr viel Hilfe benötigt, isst oben auf dem Wohnbereich.

23 Kommentare zu „Katrin fotografiert ihr Essen

  1. Wie überall, gibt es solche und solche. Ich selbst habe in verschiedenen Krankenhäusern schon arg schlucken müssen (und das im doppeltem Wortsinn), bei dem angebotenen Essen. Auch in Heimen habe ich Unschönes gesehen. Aber auch mal Gutes. Leider überwiegt in meinen Erfahrungen das Unschöne.
    Von daher finde ich es gut, wenn man auf Missstände hinweist. Und, und das ist auch wichtig, durch positive Beispiele zeigt, wie es anders gehen kann. Da ist es egal, ob es um Klinik-, Heim-, oder Schulessen (da sieht es ähnlich aus) geht. Gerade aber in Heimen ist die Relevanz am Höchsten.
    Dass es noch Luft nach oben gibt (nicht nur, was Essen angeht), darf gerne aufgezeigt werden. Durch gute wie durch schlechte Beispiele.

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  2. Optisch sieht Dein Essen sehr ok aus. 🙂

    Was mich immer schon mal interessiert hat – was ist, wenn jemand vor Einzug in ein Altenheim ganz andere Ernährungsgewohnheiten hatte. Beispielsweise würde ich persönlich aus ethischen Gründen keine Produkte von Tieren essen, die nicht artgerecht gehalten werden, was ja meist auf Bio-Produkte hinausläuft. Das stellt vermutlich in einem Altenheim kostentechnisch ein Problem dar, denn es betrifft ja einen Großteil der Nahrung (Eier, Fleisch, Wurst, Käse, Milchprodukte). Was macht man damit im Altenheim?
    Oder wenn man grundsätzlich keine Vorsuppe und kein Dessert möchte, dafür aber immer einen großen Salat zum Essen. Müsste man das selbst organsieren und zahlen, oder hätte das auch Platz?

    Für eine Weile (Krankenhaus, Urlaub) finde ich es kein Problem, mich an eine andere Ernährungsweise anzupassen, aber immerhin lebt man ja dort dann für immer.

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    1. Ja, das ist ein Problem. 😦

      Man kann sagen, was man nicht haben will, kann aber nichts wünschen, was nicht auf dem Speiseplan zum Mittagessen steht.

      Punkt ‚artgerechte Haltung‘ ist wahrscheinlich zu teuer.

      Immer Salat? Weiß ich nicht, ob das geht.

      Man wird bescheiden, wenn man im Heim leben muss. Man wägt das Positive, die Hilfe, ab gegen Speisewünsche. 🙂

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  3. Hallo Katrin,
    das sieht doch wirklich sehr gut aus und wenn man auf den Speiseplan mit einwirken kann, doppelt gut. Ich hoffe das bleibt so, denn man sieht und hört ja ständig etwas Negatives sei es in Kitas, Seniorenheimen oder Krankenhäusern. Ich persönlich habe eigentlich immer dort nur gute Erfahrungen gemacht. Schön, es gibt doch noch Einrichtungen wo es läuft…. weiter so 😉
    Lieben Gruß, Christine

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  4. Wir hatten etliche Jahre vom Altenheim in unserem vorigen Wohnort das Mittagessen in der Woche, nur Samstag und Sonntag nicht. Wir waren selbständig tätig, und ich hatte wenig Zeit zum Kochen.
    Daher kenne das Procedere.
    Und über Kaltschalen habe ich mich im Sommer auch immer so gefreut.
    Wenn was besonders gut schmeckte, rief ich an und lobte in den höchsten Tönen.
    War mal was nicht gut, habe ich natürlich auch angerufen.
    Alles wurde an den Koch weitergegeben.
    Mit meiner Kritik half ich, auf besondere Sachen zu achten.
    z.B ein Keks auf dem Nachtisch. Der war sowas von weich, bis der zu uns kam.
    Also gab es das nicht mehr, nach meinem Hinweis.

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  5. Ich habe das auf FB gepostet mit folgendem Eingangstext:

    „Eine andere Seite darf auch gern betrachtet werden!
    Dieser Beitrag ist von Katrin, die schon zu früh infolge Multipler Sklerose im Pflegeheim lebt. Sie ist eine wunderbare Frau (außerdem noch, nebenbei bemerkt, eine meiner fleißigsten Leserinnen 😉 ).
    Dieser Beitrag läßt uns zum Thema „Essen in Pflegeheimen – „Jürgen fotografiert“ (…)“ wieder etwas aufatmen!“

    Ich hoffe, es ist Dir Recht? (Ich bin gut, erst nachher zu fragen 😉 ).
    Herzliche Grüße, Sylvia

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  6. Das Essen sieht lecker aus. Am Freitag hätte ich dann Spalte 3 genommen : Pizza Express.
    Das liegt aber an meinem persönlichen Geschmack. Viele Menschen, die in Kantinwn essen, wären über solche Mahlzeiten hocherfreut. Viele liebe Grüße Sven

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  7. Das sieht alles sehr appetitlich aus. Klar ist es nicht so einfach täglich den Geschmack von allen zu treffen. Und Grossküche ist eben auch was Anderes, als wenn ich mir selber was koche.
    Also ich muss gestehen, ich würde das, was du zeigst schon gern verspeisen.
    Mein selbstgekochtes Mittagessen schmeckt mir übrigens auch nicht immer 😎

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  8. Da gibt es wirklich nichts zu meckern. Euer Heim scheint wirklich vorbildlich zu sein. Wie schon mein Vorgänger schreibt, wenn man das Essen passieren muss, dann sieht es natürlich nicht mehr so appetitlich aus. Aber das muss halt auch manchmal sein. Manche Menschen allerdings meckern leider grundsätzlich.

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  9. Hallo Katrin,
    das sieht sehr lecker aus, da bekommt man gleich Appetit.
    Ich hatte ja schon aus meiner Zeit im Samariterstift erzählt, da habe ich auch nur positive Erfahrungen gemacht. Das Essen wurde im Heim gekocht, etwa für 300 Menschen, nicht nur für diejenigen im Heim, sondern auch für die „mobile Küche“, das ist für die Leute, die zwar noch zu Hause wohnen, aber nicht mehr selbst kochen können. Und auch die angrenzende Werkstatt wurde bekocht.
    Alles sehr lecker, jeden Tag, ich habe auch später noch da gegessen, da es einen freien Mittagstisch gibt, wo die Leute aus der ganzen Umgebung kommen können.
    Freut mich, dass es bei euch auch so ist.
    Heute wird ja auf vielen Stationen selbst gekocht, mit den sog. Alltagsbegleitern, was nicht immer ein Erfolg ist, grins.

    Nochwas sei bemerkt: Ein passiertes Essen, für jemanden der nicht richtig kauen kann, das sieht immer etwas komisch aus, ist halt wie Brei.

    Alles Gute und weiterhin guten Appetit!

    Gruß!

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  10. Ich verfolge Jürgen’s Posts auf Facebook & bin manchmal regelrecht erschrocken, was Leute auf die Teller bekommen.
    Umso schöner ist es, wenn man sieht, dass nicht überall, solche Pampe serviert wird.
    Euer essen, sieht immer ansprechend und appetitlich aus. Man sieht,da macht sich jemand Gedanken und klatscht nicht nur auf den Teller..

    Ganz liebe Grüße, Doppelmama

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    1. hallo, als gebürtige Nürnbergerin muß ich da gleich ein Veto einlegen. Die Aktion von Jürgen war alles nur gestellt. Zufälligerweise wußte ich gleich wo dieses Heim sein müßte. Habe mir die HP angesehen und war begeistert. In FB habe ich auf den Müll, der dort geschrieben war nicht einmal geantwortet.

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      1. Mag sein, dass es gestellt ist. Aber aus der Luft gegriffen, ist es trotzdem nicht, dass das Essen teilweise Menschen unwürdig ist.
        Leute darauf aufmerksam zu machen, war gut, aber nicht auf diesen Weg..

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  11. Guten Morgen Katrin,
    das sieht alles sehr appetitlich und liebevoll zubereitet aus. Nicht jedem kann alles schmecken, das ist schon klar. Aber ihr habt ja die Wahl zwischen zwei Gerichten. Das ist prima!
    Ich habe vor Jahren mal eine lange Zeit im Krankenhaus verbracht, fast vier Monate, und habe dort ähnliche Erfahrungen gemacht. Ich war fast immer zufrieden, erinnere mich aber auch gut an die „Meckerer“, die an allem etwas auszusetzen hatten.
    Ich wünsche dir einen schönen Tag und grüße dich
    ❤ lich, Regina

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