Noch ein Todesfall auf meinem WB?

Es scheint momentan der Todesengel auf meinem WB umzugehen. 😯 Gestern Vormittag erfuhr ich, dass eine weitere Bewohnerin meines WB letzte Nacht verstarb.

Paul-Georg Meister  / pixelio.de
Paul-Georg Meister / pixelio.de

Ja, das ist hier ein Pflege- / Altenheim. Die Bewohner sind krank und / oder alt. Aber es ist trotz allem nicht einfach, wenn dauernd die Särge von den Bestattern durchs Haus getragen werden. 🙁

Lisa  / pixelio.de
Lisa / pixelio.de

Doch dann fuhr ich zum Mittagessen und sah die angeblich verstorbene Bewohnerin quietschfidel am Tisch sitzen!

„Gott sei Dank!“, dachte ich erleichtert.

Irgendwie scheinen wir alle etwas durcheinander durch den momentan häufigen Besuch des Bestatters.

Bundesverband Deutscher Bestatter

Charlotte Roche unter Bestattern Teil 1/3

Charlotte Roche unter Bestattern Teil 2/3

Charlotte Roche unter Bestattern Teil 3/3

12 Kommentare zu „Noch ein Todesfall auf meinem WB?

  1. Liebe Katrin, ich habe schon öfter über diesen speziellen Fall in einem Alten- und Pflegeheim nachgedacht. Es erscheint seltsam, wenn man quasi seine letzte Aufenthaltsstation erreicht hat. Andererseits hat es aber auch den Vorteil, dass man vielleicht etwas bewusster mit dem Thema Tod umgeht – und eben darüber nachdenkt und besser begreifen kann, dass der Tod ein Teil unseres Lebens ist. Ich finde ja, ich lebe bewusster, seit ich das Thema Tod in mein Leben mehr integriert habe. Und ich habe – zumindest ist das mein jetziger Stand – die Angst davor verloren.

    Danke für die Anregung!
    LG Diana

  2. Totgesagte leben bekanntlich länger. 😉 Im Museum ist vor gut einem halben Jahr mal ein Kollege ohnmächtig zusammengebrochen. Er wurde vom Notarzt ins nächste Krankenhaus gebracht. Man fand heraus, dass er trotz Hitze fast nichts getrunken, und deshalb einen Kreislaufkollaps erlitten hatte. Während er sich eine Weile lang zuhause auskurierte, ging bei uns wie ein Lauffeuer das Gerücht um, der Mann sei im Krankenhaus gestorben. Du kannst dir bestimmt die Gesichter vorstellen, als der Kollege unvermutet eines Morgens putzmunter durch’s Portal marschierte. :mrgreen:

  3. Als ich gestern am Bahnsteig auf den Zug nach Hause wartete, war Polizei und Rettung auf dem Bahnsteig nebenan daran eine Person wiederzubeleben. Schocker, Herzmassage, der ganze Zirkus.
    Das drückte ziemlich auf meine Seele, der Gedanke, dass da vielleicht erfolglos um ein Leben gekämpft wird, ein Mensch mitten aus seinem Leben geht.

  4. Meine Omimi muss geahnt haben, dass es zu Ende geht.
    Sie wollte unbedingt in ein Krankenhaus…

    (Ich glaube Dir gerne, dass man auch erst einmal lernen muss, mit den ständigen Abschieden umzugehen. Vielleicht hast du jemanden beim Personal, der dir da zur Seite steht. Sie müssen es ja irgendwie auch können ohne abzustumpfen)

  5. Totgesagte leben länger, so heißt es im Volksmund
    Aber ich glaube, mich würde es auch unangenehm berühren, wenn die Endlichkeit des Menschen so bewusst vor Augen geführt wird.
    Aber damit musst du dich irgendwie engagieren, auch wenn es schwer fällt.
    Hoffen wir, dass dein WB noch recht lange verschont bleibt.
    ♥liche Grüße

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