Liebenswert und eigensinnig

Frau W. lässt dem Personal, egal ob oben auf dem Wohnbereich dem Pflegepersonal oder unten im Speisesaal dem Hauswirtschaftspersonal oft verzweifelt die Haare zu Berge stehen.

Denn sie ist einerseits so liebenswert aber andererseits so uneinsichtig und störrisch!

 lichtkunst.73  / pixelio.de
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Seit ihrer schweren Erkältung isst sie nicht mehr nur wenig sondern fast gar nichts mehr. Auch Trinken braucht Zuspruch und Engelsgeduld.

„Nein! Ich habe keinen Hunger!!!

Da geht nichts mehr rein!!!

Nein! Nein! Nein!“, sagt sie mit Nachdruck und dreht den Kopf weg.

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Auch ich versuche mit Engelszungen auf sie einzuwirken… ohne Erfolg. Bald wird sie es geschafft haben, dass sich meine Haarfarbe derjenigen der anderen Bewohner angepasst hat. 😯

Sogar ihre Tabletten will sie nicht schlucken. „Nein, nein, nein, ich kann nichts mehr essen!!!“

Wo soll das bloß noch hinführen?!

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Freitag dann der nächste Verzweiflungsgrund: der Hefter auf unserem Tisch im Speisesaal, in dem die Menuepläne der nächsten zwei Wochen abgeheftet sind inklusive der Ankreuzfolien ist weg!

Das Hauswirtschaftspersonal rauft sich die Haare, wissen sie doch so nicht, wer was an unserem Tisch bekommt. Nun müssen sie uns alle morgens noch mal fragen, damit auch das Richtige zubereitet / geliefert wird.

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Natürlich ist es nur ein Verdacht, WER den Hefter hat… aber kein unbegründeter!

6 Kommentare zu „Liebenswert und eigensinnig

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