Schach

Als ich letztens morgens zum Frühstück fahren wollte, kam der kleine Aufzug gerade an, als ich den Bereich vor den Aufzügen erreichte. Heraus kam Herr R., der sich unten seine Zeitung geholt hatte.

Herr R. ist Mitte achzig, noch recht gut zu Fuß mit seinem Rollator unterwegs, geistig voll da, geht aber trotzdem nicht zum Essen nach unten. Er liebt seine selbst gewählte Einsamkeit. An mir scheint er jedoch einen Narren gefressen zu haben. 🙂

Als er mich sah, hielt er mir, ganz Kavalier der alten Schule, die Aufzugtür auf. Dann meinte er zu mir: „Schade, dass Sie nicht Schach spielen!“

„Hm“, sagte ich, „ich kann nur die Grundlagen, habe nicht oft gespielt.“

„Ach, die Feinheiten lernt man durch spielen!“, behauptete er. Ein Funken Hoffnung glomm in seinen Augen auf.

„Meinen Sie?“, fragte ich.

„Aber sicher!“, kam es mit dem Brustton der Überzeugung zurück.

Tja, da weiß ich ja, was mein neues Hirnleistungstraining sein wird. 😀

8 Kommentare zu „Schach

  1. Ich habe zu Studententagen oft Schach gespielt. Leider ist das aus Zeitgründen später völlig auf der Strecke geblieben. Und heute hätte ich vermutlich 1000 Dinge im Kopf, die ich stattdessen tun könnte. Wenn Du die Muße dazu hast, dann mach es unbedingt. Ich finde, es ist ein wunderbares Spiel.

  2. Vielleicht hast du ja glück und du kommst damit klar, denn Schach ist echt ein tolles spiel.
    Ich weiß dass aus meinem Umfeld, allerdings bin ich dafür irgendwie nicht geboren, ich kann nicth gut logisch, bzw strategisch denken, aber das muss man beim Schach wohl können !
    Viel Spaß beim versuchen, der nette Herr R wäre bestimmt glücklich.
    Ein schönes Wochenende liebe Kathrin wünsch ich dir

Kommentar verfassen