Komm, wir gehen woanders essen!

Eines Tages entdeckte E. vom Sozialen Dienst auf ihrem Heimweg etwas, was ihr den Atem stocken ließ.

Zufällig blickte sie durch die Fenster eines Speisesaals eines anderen Heimes, das auf ihrem Weg lag. Und wen sah sie? Frau W.!

Frau W. war mal wieder ausgebüxt. Da es um die Mittagszeit war und sie an dem anderen Altenheim vorüber kam und durch die Fenster das beginnende Auftragen des Mittagessens beobachtete, ging sie hinein und setzte sich an einen Tisch. Dort harrte sie der Dinge, die geschehen würden.

Doch alle anderen wurden bedient, nur sie nicht. „Unerhört!“, dachte sie.

Wieder ging die Hauswirtschaftsdame an ihr vorbei.

„Was ist das denn hier für ein Saftladen?!“, erboste sich Frau W..

Derweil passierten mehrere Dinge:

  • E. betrat den Speisesaal.
  • Eine Hauswirtschafterin des anderen Heims erkannte Frau W. und informierte das GTH.
  • E. sprach mit der Hauswirtschafterin und gab ihr zu verstehen, dass sie Frau W. zum GTH begleiten würde.
  • Frau W. erkannte E. und beschwerte sich, dass das hier ein Saftladen sei.

„Alle anderen bekommen was. Nur ich nicht!“, schimpfte Frau W..

„Ach, dann gehen wir eben woanders essen“, meinte E..

„Genau! Wir gehen woanders hin! Hier das ist ein Saftladen!“, ganz erregt und rechtschaffen plusterte sich Frau W. auf.

10 Kommentare zu „Komm, wir gehen woanders essen!

  1. Hallo Katrin, gut, dass geschultes Personals locker damit umgeht. Meine Mutter war auch dement, wir hatten aber bis zum Schluss Spaß miteinander. Sie werden eigentlich wieder wie Kinder, man muss nur richtig auf sie eingehen. Liebe Grüße Eva

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