Wirklich ein Zuhause

Ich war sehr froh, Mittwoch wieder ins GTH zurückzukehren. Ich fuhr nach Hause. Tatsächlich. Dass ich dieses Gefühl einmal haben würde, habe ich lange nicht gedacht.

Als mich der Taxifahrer in die Eingangshalle schob, schallte es aus vielen Mündern: „Hallo Katrin / Frau Sickert! Schön, dass du / Sie wieder da bist / sind!“ Das war ein schönes, warmes Gefühl. 🙂

Als ich dann mittags wieder im Speisesaal an meinem Tisch saß, wurde ich auch warm willkommen geheißen. Man erkundigte sich, wie es mir ergangen sei, wie es mir jetzt gehe.

Die zwei noch übrig gebliebenen Damen an meinem Tisch sagten, dass der große Tisch nur zu zweit sehr einsam besetzt sei. Das kann ich mir vorstellen. Selbst mit mir – nur zu dritt – ist es recht einsam.

Die Hauswirtschaftsdame war ganz überrascht. Sie habe noch gar nicht mit mir gerechnet. Dann holte sie in Windeseile Besteck, Serviette und ein Glas für mich.

Das Mittagessen ließ ich mir gut schmecken. Es gab Curry-Wurst mit Pommes, dazu Tomatensalat. Zum Nachtisch gab es Griespudding. Alles war sehr lecker.

Doch dann, um ~17.00 Uhr begann bei mir die Übelkeit wieder Überhand zu nehmen und das gute Mittagessen fand seinen Weg in die Kloschüssel. 😝

Aber insgesamt war es ein schönes Gefühl, nach Hause zu kommen. Überhaupt: dies zu empfinden. Hier bin ich jetzt zu Hause! 🙂

13 Kommentare zu „Wirklich ein Zuhause

  1. Deine Krankheit, liebe Katrin, verlangt dir so einiges ab und du bist so tapfer.
    In den „eigenen“ vier Wänden erholt man sich am besten und wenn man dazu noch so liebevoll begrüßt wird, wird es dir sicher schnell wieder besser gehen.
    Alles Liebe,
    Anna-Lena

  2. Schön, dass das nun wirklich dein Zuhause ist. Wenn man so empfindet, dann fühlt man sich dort wohl. Schade allerdings, dass die Currywurst wieder „abgewandert“ ist. Es dauert wohl doch noch eine Zeit, bis du die Therapie verkraftet hast.

  3. Das ist ein tolles Gefühl…schön, dass Du das so empfinden kannst! (und klasse, dass Du Dich soweit darauf eingelassen hast! Das ist nämlich ein wichtiger Teil, damit es gelingen kann!)
    Nun wünsche ich Dir, dass die doofen Nebenwirkungen Dich bald in Ruhe lassen und Du Dein Zuhause genießen kannst, die erwachende Natur genießen…kurz, es Dir so gut gehen lassen kannst, wie eben möglich!

  4. Es ist wichtig, ein Zuhause zu haben, eines, dass nicht nur dem Namen nach eines ist, sondern auch dem Gefühl nach.
    Schön, dass du das nun für dich sagen und annehmen kannst.
    Man muss sich in den eigenen 4 Wänden wohlfühlen und darüber freue ich mich für dich.
    Hoffentlich lässt die negative Wirkung deiner Chemo bald nach und es bleibt nur das Gute übrig.
    Ein gemütliches Wochenende wünsch ich dir.
    ♥liche Grüße

    1. Es ist auch wirklich ein schönes Zuhause. Du hättest echt wirklich schlechter antreffen können.
      Und aus deinem Blog liest man wie toll ihr alle miteinander umgeht und das ist das Wichtichste.
      Dann denke ich kann man wirklich von einem Zuhause sprechen. Ich freu mich für dich.
      Wirklich doof finde ich es, daß du das Mitox doch so schlecht verträgst.

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