Das passiert, wenn Senioren zu wenig trinken

Oh je, oh je, letztens war Frau M. gar nicht sie selbst. 😦

Sie war ständig wie gehetzt, auf der Flucht. Sie redete „dummes Zeug“, suchte dauernd Herrn Niemann (wer auch immer das sein sollte), suchte ihre Zigaretten, wollte nicht essen, wollte nicht trinken.

Ah!!! Das wird es wohl gewesen sein! Sie trank zu wenig! Dann geht das ganz schnell bei älteren Menschen, dass sie verwirrt werden.

„Wissen se wo der Herr Nieman ist?

Er wohnt glaub ich hier.

ICH? Nein, ich wohn nich hier!

Ach, wenn ich nur wüsste, wo der ist!

Vielleicht hat der sich ausgeschlossen…“

„Es gibt hier keinen Herrn Niemann!“, sagte R. von der Hauswirtschaft, „Hier wohnt kein Herr Niemann. Sie wohnen hier.“

Ich doch nich! Dat wüsst ich aber!“, ganz entrüstet schob Frau M. sich mit ihrem Rolli vom Tisch weg.

„Sie müssen erst etwas essen, etwas trinken!“, versuchte R. sie aufzuhalten.

Doch Frau M. war nicht aufzuhalten. Kraftvoll setzte sie sich mit ihrem Rolli in Bewegung, weg vom Tisch, weg von R.. Ich wunderte mich, wo sie diese Kraft her nahm!

R. erkannte, dass er Frau M. nicht zum Bleiben überreden konnte und brachte sie auf ihren Wohnbereich. Dort gab er dem Pflegepersonal Bescheid.

Zum Abendbrot erschien sie dann nicht mehr unten. Oben auf dem WB hat das Personal es besser im Blick, was die Bewohner machen (und was nicht). Hoffentlich konnten sie sie dazu bewegen, endlich etwas zu trinken!

Einige Tage später erfuhren wir, sie käme nicht mehr nach unten zum Essen. Sie müsse ihre Speisen und Getränke jetzt oben einnehmen. Das sei besser zu überwachen. Sie hat beängstigend wenig getrunken und war so ziemlich dehydriert.

Zu wenig Trinken im Alter

Warum Trinken so wichtig ist

17 Gedanken zu “Das passiert, wenn Senioren zu wenig trinken

  1. Oh ja, ich trinke viel, aber letztes Jahr ist mir dies bei einem langen Flug, mit 2 mal umsteigen passiert zuwenig zu trinken.
    Wir kamen in der Nacht im Hotel an, im Zimmer nichts zu trinken, Wasser im Badezimmer sollte man nicht trinken. Ich wachte am Morgen mit extremen Kopfschmerzen auf, wollte Aspirin schlucken, zum Glück hielt mich mein Mann zurück. Ein Medikament hätte meinen Nieren da sicher nicht gut getan.
    Wir gingen zum Frühstück, ich drank dort viel, es wurde besser, flammte nochmal auf, aber nach ein paar Stunden mit genügend trinken war es ganz weg.
    Das war mir eine Lehre für weite Flüge und Reisen!

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