„Meine Famile“ und der Reporter (1/4)

Als RTL WEST im GTH drehte, wurde gegen Ende auch „meine Familie“ unten im Speisesaal gedreht und interviewt. In kleinen Häppchen will ich euch von diesen zum Teil sehr komischen Gesprächen berichten.

Den Anfang machte der Journalist mit Frau W. Sie ist immer sehr aufgeweckt, hellwach. Als das Mikrofon an einem langen Stab über ihren Platz gehalten wurde und der Reporter neben ihr in die Knie ging, um sie zu befragen, war sie ganz unruhig, schielte immer hoch zum Mikrofon, dann auf den Reporter.

„Würden Sie mir verraten, wie sie heißen?“, fragte der Journalist.

„Wer will das wissen?“, konterte Frau W. keck.

„Na ich, der S. E.“, sagte der Journalist, seinen Namen nennend.

„Sag ich nicht!“, sagte Frau W. und drehte den Kopf weg. Dann schaute sie zurück: „H. … ich bin die H.!“, verriet sie ihren Rufnamen.

„Also H.“, sagte der Reporter, „und wie weiter?“

„Das muss reichen!“ Frau W. genoss ihre Machtposition.

„Also gut, H. ohne Alter, wie ist das für Sie hier im Heim mit einem so jungen Hüpfer an einem Tisch zu sitzen?“

„Ich bin von 22 aber mein Alter verrate ich nicht! Und wieso so eine junge Frau? Wir waren ja auch mal jung!“

„Ja natürlich“, sagte der Journalist, „aber es ist ja doch sehr ungewöhnlich, dass so eine junge Frau jetzt hier an Ihrem Tisch sitzt, Frau… „

„W….!“, schmetterte Frau W. triumphierend ihren kompletten Nachnamen dem Reporter vor die Füße.

Ich musste schmunzeln.

16 Kommentare zu „„Meine Famile“ und der Reporter (1/4)

  1. Nicht nur manchmal, sondern sehr häufig, kann man mit Dementen wunderbare und lustige Momente erleben, liebe Katrin, wenn man sich darauf einlässt 😉
    Und diese Begebenheit hast Du wieder ganz herrlich erzählt 😆
    Hab‘ einen guten Tag und sei von Herzen gegrüßt von der ♥ Pauline <3

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