Lauter strahlende Augen

Während ich im Krankenhaus war, hatte ich meinen Vater damit beauftragt, einige Fotos, die ich auf Veranstaltungen des GTH gemacht hatte, abziehen zu lassen.

Gestern startete ich dann die Verteilung.

Es war wunderbar, in die strahlenden, glücklichen Augen zu schauen. Fast alle Bewohner fragten, was sie bezahlen müssten. Doch diese glücklichen Bewohner-Augen waren mir mehr als genug! 🙂

„Guck mal, das bin ich!“, sagte stolz eine Bewohnerin des WB1, die ich gestern Abend dort in dem Speisesaal des WB1 aufsuchte.

„Und dann habe ich hier noch eins mit Ihrer Freundin“, sagte ich.

„Die Freundin bin ich!“, sagte eine Dame vom Nachbartisch.

„Oh, wie schön…“, strahlte es mir entgegen.

Eine weitere Dame, die eigentlich bei mir am Tisch sitzt, suchte ich auf ihrem WB4 auf. Sie war erst ganz verwirrt. Oben hat sie mich eigentlich selten gesehen. Nur unten im Speisesaal. Sie schaute mich ganz fragend an. Sie wusste offensichtlich nicht, wer ihr gegenüberstand. Ich erklärte es ihr und gab ihr das Foto.

Plötzlich schien sie sich zu erinnern. Es war, als ginge ein Licht in ihrem Gesicht auf. Sie strahlte mich an.

„Kommen Sie doch herein!“, bat sie mich in ihr Zimmer. „Oh ja, jetzt erinnere ich mich!“

Nach einiger Zeit fragte sie: „Ist jetzt Morgen…? Oder Abend…?“ Immerhin war es ja dunkel.

„Jetzt ist Abend“, sagte ich, „Gleich gehen wir schlafen.“

„Ach so. Na ja. Dann bis morgen früh,“ sagte sie. 😉

Dann gab ich beim Abendbrot unten im Speisesaal meine letzten Fotos ab. Auch hier war die Freude groß. Es wurden sogar noch Bilder nachbestellt.

Ich kam mir vor wie ein verfrühter Nikolaus! 😀

6 Kommentare zu „Lauter strahlende Augen

Kommentar verfassen