Sinn für Humor und Doppeldeutigkeiten

Bei uns gibt es an zwei Tagen in der Woche Frühstückseier. Sie erfreuen sich großer Beliebtheit!

Andreas Hermsdorf  / pixelio.de
Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Dass in der Woche (mittwochs) sogar der Chef, Herr Blinzler, zu Frau X. in den Speisesaal kommt und sich ein Eierbrot kredenzen lässt, erzählte ich bereits:

Mittwochs ist Eier-Tag!

Männer und der Eier-Tag

Doch auch sonntags gibt es Frühstückseier. Vergangenen Sonntag sorgten sie (auch ohne Chef 😉 ) für ein weiteres erzählenswertes Ereignis.

„Möchten Sie ein Ei? Ich habe noch Eier“, sagte die Hauswirtschafterin zu einer Bewohnerin.

Frau W. kicherte: „Sie haben doch gar keine Eier!“ Ihr Kichern wurde zu einem Lachen. Sie hatte Spaß! 😀

„Aber sicher“, sagte die Hauswirtschafterin, „noch eine ganze Menge!“

Jetzt lachte Frau W. frei heraus. 😀 „Ach ja? Wie soll das denn gehen“, gluckste sie.

„Doch, doch“, sagte ich, „sie hat sogar ganz viele… ganz kleine… “ Ich passte mich dem zweideutigen Wortspiel an und grinste.

„Nein“, sagte die Hauswirtschafterin, „DIE Zeiten sind vorbei!“ Sie grinste auch ganz breit, nahm gerne an unserem zweideutigen Geplänkel teil. 😀 (Sie ist bereits jenseits der Menopause.)

Ich bin immer wieder erstaunt, dass Frau W. oft zwar den Weg zu ihrem Platz nicht findet, ihren Sinn für Humor jedoch noch nicht verloren hat. Demenz ist schon rätselhaft.

Gila Hanssen  / pixelio.de
Gila Hanssen / pixelio.de

Humor kennt keine Grenzen

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