Zeitarbeit (Arbeitnehmerüberlassung)

Jedes Jahr ist zur Urlaubszeit und wenn viele Mitarbeiter krank sind, die Anzahl der Pflege- und Hauswirtschafts-Kräfte sehr gering.

Auch so haben hier wenige viel Arbeit. Wenn das Personal ganz knapp wird, werden Leute von der Zeitarbeitsfirma angefordert.

Sie arbeiten dann eine gewisse Zeit hier. Dann sind sie wieder weg.

Ich unterhielt mich mit Pflegerin E., die letztens für mich zuständig war. Ich fragte sie, warum sie für eine Zeitarbeitsfirma arbeite.

„Als ich mich dazu entschloss, war es schwer, eine feste Anstellung zu bekommen. Und jetzt müsste der neue Arbeitgeber mich bei der Zeitarbeitsfirma „auslösen“ sprich dafür zahlen, wenn er mich nehmen will, solange ich einen Arbeitsvertrag mit der Zeitarbeitsfirma habe. Also müsste ich am besten kündigen, den alten Vertrag erfüllen und dann woanders neu anfangen. Doch das würde ich nur machen, wenn ich schon einen unterschriebenen neuen Vertrag hätte.“

Sie seufzte. Das Arbeitsleben ist in allen Sparten härter geworden

Manchmal bin ich froh, nicht mehr als Apothekerin arbeiten zu müssen. Es ist nicht leicht heute. Auch die Arbeit in der Apotheke, meiner früheren Arbeitsstätte, ist mittlerweile alles andere als ein Zuckerschlecken. Man verdient beileibe nicht viel (als Akademiker) und wird von der immer weiter zunehmenden Bürokratie erschlagen. Trotz anspruchsvollen Studiums sind die Apotheker lediglich mehr oder weniger Erfüllungsgehilfen des Arztes, der Krankenkassen, der häufig wechselnden Gesundheitspolitiker geworden. Im Studium wurden wir wissenschaftlich ausgebildet. Im Alltag der Apotheke werden wir zum Schalterbeamten der Kassen degradiert.

Nein, das ist nicht mehr der Beruf, in dem ich einmal sehr gerne gearbeitet habe. 😦

Arbeitnehmerüberlassung (= Zeitarbeit)

7 Gedanken zu “Zeitarbeit (Arbeitnehmerüberlassung)

  1. Alles ist irgendwie im Umbruch, und es entwickelt sich nicht gerade ins Positive. Ich wollte nie je „Früher war es besser“ sagen, doch in punkto Menschlichkeit und Stabilität und Ruhe/weniger Hektik/mehr Zeit haben war doch vieles irgendwie nicht unbedingt besser, aber es fühlte sich richtiger an. In meinem Umfeld kenne ich keinen, der dem Beruf, den er einmal erlernt hatte, heute noch nachgeht bzw. mit Freude nachgeht. So schade, das! Und der Begriff ‚Menschenwürde‘ mutiert immer mehr zum Fremdwort.
    Mir geht es wie dir: ich bin froh, mich von meinem erlernten Beruf frei und selbständig gemacht habe.
    Lieber Gruß
    Elke

    PS: Ich freu mich sehr über deine Besuche in meinen Blogs ❤

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